Vorstand legt massiv bei Royalty Pharma-Aktie nach

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Heute berichte ich Ihnen wieder über auffällige Aktientransaktionen von Vorständen oder renommierten Hedgefonds. Denn wer sollte die zukünftige Entwicklung in den Firmen besser beurteilen können als die Vorstände oder Großaktionäre, die ganz nah am Puls der Zeit sind?

Aktientransaktionen dieser Personen können Ihnen wichtige Informationen liefern. Besonderen Informationsgehalt haben dabei die Aktienkäufe. Das hat einen einfachen Grund: Während es für Verkäufe vielfältige Gründe (z.B., dass ein Manager auch Liquidität für private Verpflichtungen benötigt) gibt, dürfte ­hinter massiven Aktienkäufen vor allem eines stecken: Die Intention Geld zu verdienen.

Anbei finden Sie drei Unternehmen, die in der vergangenen Woche durch interessante Insidertransaktionen aufgefallen sind:

Royalty Pharma

Bei der Royalty Pharma-Aktie nahm der Vorstand Pablo Legoretta nach einer schwachen Aktienkursentwicklung seine Kaufserie wieder auf. Bei Kursen zwischen 29,51 und 33 Dollar erwarb der Firmeninsider 220.000 Aktien. Für die Käufe musste Legoretta rund 6,8 Millionen Dollar auf den Tisch legen. Mit den Transaktionen erhöhte der Vorstand seinen Aktienbestand um 57% auf 600.000 Anteilscheine.

Royalty Pharma ist einer der größten Käufer von biopharmazeutischen Lizenzgebühren und gilt als einer der führenden Innovationsförderer der biopharmazeutischen Branche. Das Portfolio besteht aus Lizenzgebühren für etwa 35 vermarktete Therapien und 10 Produktkandidaten im Entwicklungsstadium, die sich auf verschiedene therapeutische Bereiche beziehen, wie seltene Krankheiten, Krebs, Neurologie, Infektionskrankheiten, Hämatologie und Diabetes. Das Unternehmen wurde 1996 gegründet und hat seinen Sitz in New York, New York.

Im zurückliegenden ersten Quartal erzielte Royalty Pharma ein Umsatzplus von 21,7% auf 684 Millionen Dollar. Gleichzeitig verbesserte sich der Nettogewinn im Jahresvergleich von 52 auf 341 Millionen Dollar.

MediaAlpha

Beim US-Konzern MediaAlpha stieg die Versicherungs-Holding White Mountain Insurance Group ein. Zum Preis von 10 Dollar je Aktie erwarb der Versicherungsspezialist 5,916 Millionen MediaAlpha-Papiere. Der Gegenwert der Transaktion lag bei 59,16 Millionen Dollar. Nach dem Zukauf hält White Mountain 22,856 Millionen Anteilscheine und damit über 52% aller ausstehenden Aktien.

MediaAlpha betreibt über seine Tochtergesellschaften eine Plattform für die Kundenakquise im Versicherungsbereich in den Vereinigten Staaten. Sie optimiert die Kundenakquise in verschiedenen Vertikalen der Sach- und Unfallversicherung, Krankenversicherung und Lebensversicherung. Das Unternehmen wurde im Jahr 2014 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Los Angeles, Kalifornien.

Im ersten Quartal schrieb MediaAlpha bei einem Umsatz von 111,6 Millionen Dollar einen Verlust von 10,3 Millionen Dollar.

Asana

Beim Softwarekonzern Asana legt der Firmengründer Dustin Moskovitz weiter nach. Seit Anfang Juni hat Moskovitz 800.000 Aktien erworben. Bei Kaufkursen zwischen 22,44 und 25,39 Dollar musste der Insider für die Zukäufe über 17,4 Millionen Dollar berappen. Inzwischen hält Moskovitz 39,91 Millionen Asana-Aktien, was rund 18,5% der gesamten ausstehenden Aktien entspricht.

Asana betreibt eine Arbeitsmanagement-Plattform als Software-as-a-Service, die es Einzelpersonen und Teams ermöglicht, ihre Arbeit schneller und effizienter zu erledigen. So können Aufgaben erstellt und einzelnen Personen zugewiesen werden, ganzes Teams organisiert und Projektfortschritte im Detail verfolgt werden. Im letzten Quartal übertraf Asana mit einem Umsatzwachstum von 26,3% auf 152,4 Millionen Dollar die Analystenerwartungen leicht um 1,83 Millionen Dollar (Quelle: Seekingalpha). Vor allem bei den Großkunden konnte das Unternehmen punkten: Die Zahl der Kunden, die im ersten Quartal auf Jahresbasis 100.000 Dollar oder mehr ausgaben, stieg auf 510, was einem Anstieg von 31% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.