PVA Tepla wächst rasant

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Das deutsche Technologie-Unternehmen PVA Tepla hat vor wenigen Tagen sehr starke Zahlen für die ersten neun Monate und das dritte Quartal des laufenden Jahres vorgelegt. Das Unterneh­men verzeichnete ein deutlich zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum und verfügt über prall gefüllte Auftrags­bücher. Dennoch notiert die PVA-Aktie aktuell nur knapp über dem Niveau vom Jahresbeginn.

Damit ist zwar auf der einen Seite die Kursentwicklung des laufenden Jahres als unbefriedigend zu bezeichnen, auf der anderen Seite erwächst daraus für das nächste Jahr aber ein attraktives Kurspotenzial. Denn das Unternehmen präsentiert sich operativ in Bestform und profitiert weiterhin von einigen der wichtigsten und größten Megatrends unserer Zeit.

PVA Tepla im Portrait

Die PVA Tepla AG entstand im November 2002 durch die Verschmelzung der PVA Vakuum­anlagenbau GmbH mit der Tepla AG. Als Vakuum-Spezialist für Hochtemperatur- und Plasma­prozesse ist die PVA Tepla AG eines der führenden Unterneh­men im Weltmarkt bei Hartmetall-Sinteranlagen, Kristallzucht-Anlagen sowie Anlagen zur Oberflächen­aktivierung und Feinstreinigung im Plasma.

Mit ihren Systemen und Dienstleistungen unterstützt PVA Tepla wesentliche Herstellungsprozesse und technologische Ent­wicklungen von Industrieunternehmen, insbesondere in der Halbleiter-, Hartmetall-, Elektro-/Elektronik- und Optikindustrie sowie auf den zukunftsträchtigen Gebieten der Energie-, Photovoltaik- und Umwelttechnologie.

Das Unternehmen bietet seinen Kunden individuelle Lösungen aus einer Hand an. Diese reichen von der Technologieentwicklung über die maßgeschneiderte Konstruktion und den Bau der Produktionsanlagen bis hin zum Kundendienst.

Deutlich zweistelliges Umsatz- und Ergebniswachstum

Blicken wir im Detail auf die jüngsten Zahlen: PVA Tepla steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 46% auf 191,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschrei­bungen (EBITDA) stieg um 76% von 16,5 auf 29,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge stieg deutlich auf 15,2% nach 12,6% im Vorjahreszeitraum.

Unter Berücksichtigung von Abschreibungen verbleibt ein operatives Ergebnis (EBIT) von 23,9 Mio. Euro gegenüber 13,1 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2022 (+82%). Dies entspricht einer operativen Gewinnmarge (EBIT-Marge) von 12,5%. Im Vorjahreszeitraum betrug die Marge noch glatt 10%. Der Nettogewinn stieg von 8 auf 16,7 Mio. Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt!

Darüber hinaus verfügt PVA Tepla weiterhin über prall gefüllte Auftragsbücher. Der Auftragsbestand lag per Ende Septem­ber dieses Jahres bei knapp 300 Mio. Euro. Der Auftragseingang lag im Berichtszeitraum bei 177,6 Mio. Euro. Auf Basis der starken Neun-Monats-Zahlen rechnet das Management auf Jahres­sicht mit einem Umsatz und Ergebnis am oberen Ende der Prognosespanne.

Gemessen an den jüngsten Zahlen und den weiteren Perspektiven ist die PVA-Tepla-Aktie nach meinen Analysen derzeit zu günstig bewertet. Trotz des deutlichen Kursanstiegs nach der jüngsten Zahlenvorlage sollte somit auch im kommenden Jahr weiteres Gewinnpotenzial vorhanden sein.