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Bumble-Aktie erholt sich vom Kursrutsch nach den Zahlen

Inhaltsverzeichnis

Im Februar vergangenen Jahres wagte der Tinder-Rivale Bumble den Sprung aufs Parkett. Nachdem die Preisspanne während der Zeichnungsphase bereits von 28 bis 30 auf 37 bis 39 Dollar nach oben geschraubt und das Emissionsvolumen um 10,5 auf 45 Millionen Aktien aufgestockt wurde, konnten sich Erstzeichner über ein sattes Kursplus freuen. Kurz nach dem Börsenstart schoss der Aktienkurs bis auf 84 Dollar in die Höhe, bevor die Euphorie der Anleger schrittweise entwich.

Derzeit steht der Aktienkurs bei knapp 26 Dollar und hat damit rund 70% von seinen Höchstkursen verloren. Es ist daher an der Zeit, einen Blick auf die Geschäftsentwicklung des Dating-Spezialisten und die Einschätzungen der Analysten zu werfen.

Tinder-Mitgründerin mischt bei Bumble mit

Während die Dating-App Tinder wohl den meisten inzwischen ein Begriff ist, dürfte Bumble eher weniger bekannt sein. Dabei gibt es durchaus Parallelen. So wurde die Bumble-App in 2014 von der heute 33-jährigen Whitney Wolfe Herd gestartet, die bereits den großen Konkurrenten Tinder mitgründete und nun als bislang jüngste Vorstandschefin ein größeres US-Unternehmen an die Börse führte. Mit dem russisch-britischen Tech-Unternehmer und Milliardär Andrey Andreev hat Bumble zudem einen weiteren bekannten Mitgründer an Bord.

Dating-App mit Fokus auf die Frau

Als Besonderheit von Bumble gilt, dass Frauen dort den ersten Schritt beim Dating machen. Dies soll einen eher respektvollen Umgang auf der Plattform gewährleisten. Neben der Suche nach einem romantischen Partner, kann Bumble auch für die Suche nach Freundinnen und Freunden (Bumble BFF) oder Geschäftskontakten (Bumble Bizz) genutzt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, nach politischer Einstellung und ähnlichem zu filtern.

Der US-Konzern betreibt die beiden Dating-Apps Bumble und Badoo, die inzwischen auf über 45 Millionen monatlich aktive Nutzer kommen und vor allem auf die Altersrange der 18 bis 35-jährigen abzielen. Die App läuft in mehr als 150 Ländern. Allerdings befindet sich das Unternehmen noch in einem frühen Stadium der Monetarisierung.

Nutzerwachstum im drittes Quartal

Im zurückliegenden Quartal entwickelten sich die Nutzerzahlen der beiden Dating-Apps Bahoo und Bumble sehr unterschiedlich: Während die Zahl der zahlenden Nutzer von Bumble im Jahresvergleich um 36% auf 2,08 Millionen stieg, fiel jene von Badoo um rund 9% auf 1,2 Millionen. Insgesamt lag die Zahl der zahlenden Kunden bei 3,3 Millionen 15% höher als im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Mit 180,6 Millionen Dollar Quartalsumsatz stand die Bumble-App für 77,6% der gesamten Konzernerlöse. Das entspricht einem Umsatzplus von 28%. Der Rest (52 Millionen Dollar) wurde mit der Badoo-App und anderen Umsatzquellen erzielt. Bei Badoo sanken die Erlöse im Jahresvergleich hingegen um 10,2%.

Gesamtumsatz steigt um 17%

In Summe gingen mit 232,6 Millionen Dollar 17% mehr an Umsatz durch die Bücher als im Vorjahresquartal. Dabei wurde der Umsatz durch den starken Dollar um 14 Millionen Dollar ausgebremst. Der durchschnittliche Gesamtumsatz pro zahlendem Nutzer (“ARPPU”) stieg um 1% auf 22,96 Dollar. Unter dem Strich schrieb Bumble erzielte der Datingspezialist einen Gewinn von 26,4 Millionen Dollar.

Ausblick haut Anleger nicht vom Hocker

Für das laufende vierte Quartal zeigt sich die Konzernführung zurückhaltend. Bumble schätzt, dass der Umsatz im vierten Quartal zwischen 232 und 237 Millionen Dollar liegen wird, was eine größere Auswirkung von Wechselkursen in Höhe von 16 Millionen Dollar sowie Auswirkungen auf Badoo in Höhe von 5 Millionen Dollar aufgrund des Ukraine-Konflikts beinhaltet. Wall Street-Analysten hatten zuvor prognostiziert, dass der Konzern auf einen Umsatz von 254 Millionen Dollar kommen wird.

Analysten sind gespalten

Trotz des drastischen Kursrückgangs zeigen sich die Analysten bei der Beurteilung der Aktie derzeit gespalten. Von 14 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigten, raten 7 zum Kauf der Papiere. Der Rest sieht in der Aktie lediglich eine Halteposition. Die Kursziele rangieren zwischen 17 und 37 Dollar, wobei das durchschnittliche Kursziele mit 25,66 Dollar nur hauchdünn über dem aktuellen Kursniveau von 25,30 Dollar liegt (Quelle: marketwatch.com).