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Rocket Lab: Bereit für Gewinnchancen mit Raketenantrieb?

Inhaltsverzeichnis

Wenn Sie gebeten würden, ein Raumfahrtunternehmen zu benennen. Welche Firma käme Ihnen als erstes in den Sinn?

SpaceX? Gegründet von Elon Musk? Tatsächlich zählt SpaceX zu den bekanntesten Raumfahrtunternehmen, spätestens seitdem mit dessen Hilfe die NASA ihre Abhängigkeit von russischen Raketen beenden konnte.

Auf der Suche nach einer lukrativen Aktie lohnt es sich jedoch meist, statt in die erste in die zweite Reihe zu schauen. Auf noch unbekannte Unternehmen, die aber schon sehr erfolgreich sind.

1 großer Konzern ist bereits investiert

Im Bereich Raumfahrt könnte Rocket Lab (WKN: A3CY7P) interessant sein. Peter Beck gründete das Unternehmen 2009 in Neuseeland als Startup und feiert mit seiner Spezialisierung auf kleine Raketen seitdem große Erfolge. Rocket Lab flog nicht lange unterm Radar, sondern gewann schnell die Aufmerksamkeit der Großen der Branche. Der Flugzeug- und Rüstungskonzern Lockheed Martin ist beispielsweise heute investiert.

Quelle: Aktien Screener Investor Verlag

Im Gegensatz zur Konkurrenz konzentriert Rocket Lab sich auf den Bau kleinerer Raketen, die häufig eingesetzt werden. Nach der Falcon 9, dem Modell von Elon Musk, wird keine andere Rakete so oft verwendet wie die von Rocket Lab.

Obwohl das Unternehmen seinen Hauptsitz inzwischen in Los Angeles hat, fliegen die Raketen noch von Neuseeland aus ins All. Es sind ca. 17 Meter hohe Modelle, die rund 300 Kilogramm tragen können. Rocket Lab steht also für unbemannte Missionen.

Eine größere Rakete soll zwar in zwei Jahren kommen, aber aktuell liegt der Fokus vor allem auf kleine Raketen, auch als Kleinsatelliten bezeichnet, die günstiger hergestellt werden können und stärker nachgefragt werden.

Das Internet der Zukunft in den Händen von Rocket Lab

Letztendlich ist das Geschäft von Rocket Lab vergleichbar mit dem, was Elon Musk mit seiner Firma Starlink aufbauen will. Es geht darum, mit Satelliten ein Internet der Zukunft aufzubauen.

Rocket Lab hat einen Exklusiv-Vertrag mit einer französischen Satellitenfirma abgeschlossen, um im Weltraum eine Internetverbindung für Industriekonzerne und Logistiknetzwerke zu schaffen.

Rocket Lab verfolgt die Vision, Farmen im Nirgendwo, Schiffe auf hoher See oder Offshore-Windturbinen digital zu vernetzen. Aufgrund der Abgelegenheit ist das aktuell schwierig, mit 25 Minisatelliten in der Umlaufbahn könnte es jedoch gelingen, ein stabiles Netz aufzubauen.

Außerdem will Rocket Lab in Kooperation mit der NASA mit einer Mini-Rakete zum Mond fliegen. Hier geht es eigentlich um ein privatwirtschaftliches Projekt, das jedoch von der NASA mit 13,7 Millionen Dollar gefördert wird, weil hier komplett neue Optionen erprobt werden, die der NASA später weiterhelfen könnten.

Analysten sehen großes Potenzial

Analysten beobachten die Erfolge von Rocket Lab sehr genau, bewerten das Unternehmen inzwischen als eines der wenigen Space-Unternehmen, welches für Investoren interessant sein könnte. Wealth Fargo schätzt das Potenzial für kleine Satelliten beispielsweise groß ein, weil aktuell nur 5000 Stück in der Umlaufbahn seien. Es wird ein großer Aufschwung erwartet, in 8 Jahren könnten bereits 45000 Satelliten auf der Umlaufbahn kreisen.

Bei diesen Aussichten hat Rocket Lab hervorragende Wachstumschancen, die Aktie könnte durch die Decke gehen. Allerdings gibt es noch keinen positiven Cashflow. Dieser wird erst ab 2025 erwartet. Der Umsatz lag im ersten Quartal bei 40 Millionen Dollar und verzeichnete damit ein Plus von 124 %.