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Das Problem vieler Russland-Investments

Besonders problematisch ist die Anlage durch Zertifikate oder ETFs. Diese beziehen sich meist auf die bekannten Russland-Indizes RDX, RTS oder RTX. Die Probleme beim RDX und beim RTX sind bekannt: Diese Indizes sind traditionell sehr klein (enthalten wenig Aktien) und sind extrem hoch im Rohstoffsektor, insbesondere im Öl- und Gassektor, gewichtet.

So sind im RDx-Index derzeit nur 15 Aktien enthalten. Davon kommen fast 90% (!) aus dem Rohstoffsektor (fast 70% sind aus dem Öl- und Gassektor). Der RTX beinhaltet nur 14 Werte. Hier stammen knapp 70% der Werte aus dem Rohstoffsektor (gut 55% aus dem Bereich der Energierohstoffe).

Damit sind diese Indizes eine exzellente Investmentoption, wenn man gezielt auf den russischen Rohstoffsektor setzen will. So wie aktuell. Aktuell sind diese Indizes fraglos eine interessante Anlageoption. Aber für langfristige Investoren sind diese Indizes ungeeignet. Denn zu viele Branchen sind im RDX oder dem RTX nicht oder nur mit viel zu niedrigen Gewichtungen enthalten.

Das gleiche Bild zeigt sich übrigens auch bei den bekannten ETFs auf den russischen Markt. Die großen ETFs sind ebenfalls zwischen 50% bis 50% im Rohstoffsektor investiert. Gleichzeitig kommen Branchen wie Bau, Logistik oder Transportwesen viel zu kurz und sind, wenn überhaupt, in den ETFs mit maximal 1% pro Branche gewichtet.

Und das, obwohl diese Bereiche mit der Modernisierungsoffensive klar im Fokus des Kreml stehen werden. Von den Milliardeninvestitionen für die beiden sportlichen Großereignisse, die olympischen Winterspiele 2014 in Sotchi und die Fußball-WM im Jahr 2018, ganz zu schweigen. Mehr in der nächsten Ausgabe.  

 

Have a successful day,

 

Ihr

 

Daniel Wilhelmi

 

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