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Kupfer-Aktien: Mega-Turbo durch KI, Cloud und Rechenzentren

Kupfer
Adobe Stock - photocrew
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Wie Sie sicherlich wissen, ist die Künstlichen Intelligenz (KI) aktuell der Wachstumsmarkt schlechthin. Die Effizienzvorteile, die KI-Systeme für Unternehmen und Verbraucher bieten können, sind schließlich enorm.

KI und Cloud lassen Rechenzentren boomen

Doch die Anforderungen an die Infrastruktur sind ebenso umfangreich. Experten erwarten, dass durch die Nutzung und Weiterentwicklung von KI-Systemen (Machine Learning, Big Data etc.) in den nächsten fünf Jahren mehr als doppelt so viele Daten generiert werden als in den vergangenen zehn Jahren zusammen. Ausschlaggebend hierfür sind die Rechenzentren. Diese stellen im Prinzip die physische Lebensader des KI-Booms dar. Dort finden die extrem energieaufwendigen Rechenprozesse statt, um gigantische Mengen an Daten in künstlichen neuronalen Netzen verarbeiten zu können.

Die Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass allein der Markt für europäische Rechenzentren in den kommenden fünf Jahren um +18 % pro Jahr wachsen wird. Langfristig könnte demnach ein Zuwachs um das Fünffache möglich sein. Neben der KI selbst sieht Morgan Stanley vor allem die Cloud als weiteren Wachstumstreiber, schließlich gilt die Datenwolke unter anderem für die Verfügbarmachung von KI-Systemen als ausschlaggebend

Kupfer als Grundbaustein der Rechenzentren

Bestimmt werden Sie sich jetzt fragen, warum ich Ihnen das heute erzähle? Was hat das Ganze mit Rohstoffen zu tun? Nun, selbstredend ist auch dieser Wachstumsmarkt – ähnlich wie die Energiewende und der Rüstungsboom – ohne Rohstoffe nicht möglich. Im Falle der Rechenzentren geht es vor allem um Kupfer. Das Metall wird dort in Netzwerkkabeln, Patchkabeln, Kühlrohren, Erdungs- und Blitzschutzsystemen sowie nicht zuletzt hauptsächlich zur Stromversorgung eingesetzt.

Apropos Stromversorgung: Kupfer ist einer der besten elektrischen Leiter und maximiert somit die Effizienz bei der Übertragung und Verteilung von Strom. Gleichzeitig benötigen gerade Rechenzentren, die mit KI-Systemen arbeiten, wesentlich mehr Strom als „konventionelle“ Datenzentren. Mehr KI-Rechenzentren und mehr Stromverbindungen werden die Nachfrage nach Kupfer in den nächsten Jahren also massiv anheizen.

Wegen Nachfrage-Turbo: Umfangreiches Defizit erwartet

Allein Microsoft hat für den Bau seines Rechenzentrums in Chicago nach Angaben von Data Center Knowledge und CNET 2.177 Tonnen Kupfer benötigt. In ganz Nordamerika soll der Bedarf an Kupfer im Zusammenhang mit Rechenzentren laut BlueWeave Consulting bis 2040 auf jährlich 293.000 Tonnen steigen:

Quelle: Visual Capitalist (https://www.visualcapitalist.com/sp/copper-the-critical-mineral-powering-data-centers/)

Das wäre allein in Nordamerika ein Zuwachs von +48 % gegenüber 2020. Aber auch weltweit dürfte Kupfer dadurch massiv an Bedeutung hinzugewinnen. Der Rohstoffhändler Trafigura erwartet auf globaler Ebene bis 2030 eine Nachfrage durch künstliche Intelligenz und Rechenzentren in Höhe von bis zu einer Million Tonnen.

Ruft man sich jetzt ins Gedächtnis, dass Kupfer noch bei vielen weiteren Zukunftstechnologien das Zünglein an der Waage ist – darunter Windkraft, Solarkraft, Nuklearkraft, Elektroautos, Ladeinfrastruktur, Wärmepumpen, Stromnetz etc. – könnte sich bis Ende der 20er Jahre das ohnehin bestehende Defizit noch einmal intensivieren. Der Chefökonom von Trafigura, Saad Rahim, erwartet bis 2030 einen Angebotsengpass auf dem globalen Kupfermarkt von vier bis fünf Millionen Tonnen. Und: In dieser Zahl ist der zusätzliche Bedarf an Kupfer für Rechenzentren laut dem Experten noch nicht einmal inkludiert.

Aber was bedeutet das jetzt für Sie als Anleger?

Ganz einfach: Kupfer wird als wohl wichtigster Grundbaustein der Zukunft und wegen des schwächelnden Angebots perspektivisch immer wertvoller werden. Meiner Meinung nach wird Kupfer im Rahmen des Rohstoff-Superzyklus, der sich aktuell allmählig andeutet, gar die Speerspitze übernehmen.

Große und renommierte Investmentbanken schreiben dem Kupferpreis ebenfalls massive Steigerungen zu – trotz der in den letzten Wochen bereits erlebten Aufwertungen. Goldman Sachs etwa hatte Anfang des Jahres eine Prognose veröffentlicht, die 2025 einen Kupferpreis von 15.000 USD pro Tonne in Aussicht stellt. Das wären noch einmal +62 % mehr als am Dienstagvormittag (Stand: 09.04.2024, 10:00 Uhr).

Meiner Meinung nach gehören Kupfer-Aktien aktuell in jedes gut diversifizierte Rohstoff-Depot. Als Anleger sollten Sie dieses essenzielle Metall jedenfalls nicht unterschätzen.