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Bundesbank-Prognose mit düsterem Ausblick

Inhaltsverzeichnis

In den vergangenen drei Jahren musste so manche Prognose korrigiert werden. Sowohl während der Corona-Pandemie als auch in der aktuellen Energiekrise regieren und regierten vor allem die Unsicherheit. Lohnt es sich deshalb überhaupt noch, Prognosen anzuschauen oder sollten Sie besser darauf verzichten?

Wer sein Vermögen in dieser schweren Zeit schützen und mehren will, sollte unbedingt informiert bleiben und auch davon ausgehen, dass es noch schlimmer als erwartet kommen könnte. Dieser Fall ist leider schon mehrfach eingetreten.

BIP-Rückgang wahrscheinlich

Die Ökonomen der Bundesbank haben jetzt eine neue Prognose herausgegeben, die alles andere als positiv ausfällt. Vor einer Rezession warnen die Experten unterschiedlicher Institutionen schon länger, jetzt wird klar, wie schlimm es uns treffen könnte. Laut tagesschau.de rechnet die Bundesbank in ihrer aktuellen Prognose für die konjunkturelle Entwicklung im kommenden Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 0,5 Prozent. Für das laufende Jahr erwarten die Fachleute der Bundesbank noch ein Wachstum von 1,8 Prozent.

Wie so oft wurde auch diese Prognose nach unten korrigiert. Vor einem halben Jahr sah die Erwartung noch deutlich positiver aus. Im Juni hatten die deutschen Währungshüter vorhergesagt, dass in diesem Jahr die Wirtschaft um 1,9 Prozent wachsen würde, für 2023 wurde ein Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,4 Prozent angenommen. Die große Unsicherheit spiegelt sich im zunehmenden Pessimismus wieder.

Die Ursachen der Wirtschaftsschwäche

Die genannten Gründe für die schwache Entwicklung überraschen wenig. Nachdem Russland die Gaslieferungen nach Deutschland komplett gestoppt hatte, verschlechterte sich die Energieversorgung massiv. Insbesondere die energiehungrige chemische Industrie leidet und hat bereits erste Maßnahmen eingeleitet. Die Produktion wurde teilweise zum Beispiel nach China verlegt. Darüber hinaus werden die Unternehmen durch eine schwächer steigende Auslandsnachfrage sowie höhere Finanzierungskosten belastet, erklärt Bundesbankpräsident Joachim Nagel auf tagesschau.de.

Ob die Wirtschaft wächst oder schrumpft, hängt auch vom privaten Konsum ab, der momentan aufgrund der hohen Inflation deutlich zurückgeht. Anschaffungen werden verschoben, weil bereits die Versorgung mit Lebensmitteln für viele eine Herausforderung darstellt. Laut Bundesbank leiden vor allem der Einzelhandel und andere konsumnahe Dienstleister.

Keine Panik aufkommen lassen

Trotz der düsteren Prognose versuchen die Ökonomen der Bundesbank zu beruhigen. „Die Wirtschaftsleistung dürfte zwar zunächst schrumpfen, ab der zweiten Jahreshälfte 2023 erwarten wir jedoch eine allmähliche Erholung“, wird Nagel aus tagesschau.de zitiert. Die Unsicherheit nehme dann ab, die Inflationsrate sinke und die Löhne würden kräftig steigen, heißt es weiter. Die Inflation soll dann von 8,9 Prozent auf 7,2 Prozent zurückgehen. Die Bundesbank-Prognose der Teuerung ist auch schon mal positiver ausgefallen. Vor einem halben Jahr hatten die Experten noch einen Rückgang auf 4,5 Prozent erwartet.

Die staatliche Strom- und Gaspreisbremse wird ohne Frage Entspannung bringen, da die Kosten für Strom und Gas erheblich gesenkt werden und dadurch auch die Inflation sinkt. Laut tagesschau.de weist die Bundesbank in ihrer Prognose jedoch selbst darauf hin, dass die Projektionen weiterhin einer „ungewöhnlich hohen Unsicherheit“ unterlägen.

Was Sie jetzt tun sollten

Anders ausgedrückt: Es könnte auch ganz anders kommen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre eigenen Maßnahmen zum Vermögensschutz einleiten. Was Sie tun können, lesen Sie in Sicheres Geld, dem Beratungsbrief für kritische Anleger, die aktiven Vermögensschutz wünschen.