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Der Bärenmarkt ist noch nicht vorüber

Inhaltsverzeichnis

Hohe Energiepreise, steigende Inflation, eine Zinserhöhung nach der anderen, eine sich vertiefende Rezession und bald vielleicht sogar wieder der nächste Immobilienmarkt-Crash? Kein Wunder, dass die Aktienmärkte leiden. Kein Wunder, dass der US-Aktienmarkt sich mit aktuell über 22% im Minus in einem Bärenmarkt befindet. Wer aber glaubt, dieser wird bald sein Ende finden, der liegt falsch.

Minus 22% – US-Aktien-Bärenmarkt

Quelle: stockcharts.com

Dieser Bärenmarkt ist noch nicht vorüber

Der extreme hochspekulierte und von Unmengen Liquidität getriebene Bullenmarkt dauerte von 2009 bis 2021 ganze 12 Jahre. In dieser Zeit hat sich der S&P 500 versiebenfacht!! Er stieg also um ganze 600%.

Zum Vergleich: In den beiden vorangegangenen Bullenmärkten von 1995 bis 2000 und von 2002 bis 2008 legte der S&P 500 um nicht einmal 300% im ersten und etwas über 100% im zweiten Fall zu. Das war deutlich gesünder und trotzdem gab der S&P 500 in den darauffolgenden Bärenmärkten 49% bzw. über 56% ab.

Kein Vergleich zu den läppischen 22% die der S&P 500 im aktuellen Bärenmarkt im Verlust liegt. Da ist also noch viel Spielraum nach unten.

Viel Platz nach unten: Entwicklung des S&P 500 Index US-amerikanischer Aktien

Quelle: stockcharts.com

Der aktuelle Bärenmarkt ist noch nicht beendet.

Aktien sind immer noch zu teuer

Die übermäßige Liquiditätsschwemme des vergangenen Jahrzehnts ist die Ursache dafür, dass Aktien zuvor massivst überteuert waren und trotz der Verluste in diesem Jahr, noch immer zu teuer sind.

Shiller-KGV zeigt wie stark US-Aktien tatsächlich noch immer überbewertet sind

Bei Betrachtung des aktuellen KGV des S&P 500 könnte man davon ausgehen, dass US-Aktien nur noch zu 35% überbewertet sind, angesichts eines aktuellen KGVs von 19. Doch die Wahrheit erkennen Sie erst bei Betrachtung des sogenannten Shiller-KGV, auch zyklisch adjustiertes KGV genannt. Zu dessen Berechnung zieht der Ökonom Robert Shiller (deshalb Shiller-KGV genannt) die inflationsbereinigten, mittleren Unternehmensgewinne, der letzten 10 Jahre für die im Index vertretenen Unternehmen heran.

Das ergibt insgesamt ein Bild, das deutlich realistischer ist, was die Bewertung der Unternehmen angeht und geht damit über das vergleichsweise rudimentär wirkende einfache KGV weit hinaus. Die Berechnung geht übrigens auf Benjamin Graham zurück, einen der größten Wirtschaftswissenschaftler des vergangenen Jahrhunderts und Vater der fundamentalen Wertpapieranalyse.

Aktuell liegt das Shiller-KGV noch immer bei alarmierenden 27,4.

Einen noch höheren Wert gab es seit 1880 lediglich 4 Mal:

  • Ende der 1920er Jahre, also zum Ende der ausgelassenen 20er Jahre und vor Beginn der Großen Depression.
  • Im Jahr 2000 zum Höhepunkt der New Economy Blase und damit zum Beginn des aktuellen Notenbankzyklus, der getrieben wird von einem Wechsel aus Anfeuern durch Liquidität und Korrekturen bei Liquiditätsrückgang.
  • 2007/2008, vor Beginn der letzten großen Finanzkrise, die den Beginn des vorangegangenen Notenbankzyklus-Abschnitts einläutete.
  • Und 2021, bevor die Energiekrise die Inflation massiv anheizte und nun die Zinserhöhungen der Notenbanken die Welt in die Rezession führen, während die Gefahr einer massiven Immobilienkrise in den USA wieder deutlich steigt.

Shiller-KGV bei 27,4 zeigt, dass der Bärenmarkt noch nicht zu Ende ist

Quelle: mutpl.com

Sie sehen, so hoch war das Shiller-KGV bislang nur in Phasen vor großen Krisen. Und diese hat erst begonnen…Das hält mich auch weiterhin davon ab, jetzt schon im großen Stil auf Standardaktien zu setzen.

Stattdessen setze ich – und das empfehle ich auch Ihnen – auf die einzige echte Krisenabsicherung, die gleichzeitig Inflationsschutz und Vermögenserhalt bedeutet:

Gold!!!!