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Warum Elon Musk Angst vor der Künstlichen Intelligenz hat

Inhaltsverzeichnis

„Ich läute immer wieder die Alarmglocken, aber die Leute wissen nicht, wie sie reagieren sollen, bis Roboter auf der Straße herumgehen und Menschen töten.“

Dieses Zitat hatte vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt und stammt – Sie werden es schon ahnen – von Elon Musk. Der Milliardär hatte damals betont, dass er Zugang zur neusten Forschung rund um Künstliche Intelligenz[1] habe, und die Menschen wirklich besorgt sein sollten.

Kurios: Elon Musk selbst ist einer der Mitgründer und zentralen Geldgeber des KI-Startups OpenAI, das mit dem erstaunlich fähigen Chat-Bot „ChatGPT“ innerhalb weniger Wochen zu Weltruhm aufgestiegen ist. Trotz seiner Kritik unterstützt Musk also den KI-Fortschritt und nutzt die Technologie etwa für die Fahrassistenzsysteme von Tesla oder für einen kürzlich vorgestellten Roboter.

Elon Musk und Co. warnen vor erheblichen KI-Risiken

[1] Bildquelle: OpenAI (Research (openai.com))

Nun treibt Musk diese Ambivalenz auf die Spitze. In einem offenen Brief hat der Tesla-Chef gemeinsam mit anderen prominenten Vertretern der Tech-Branche kürzlich Maßnahmen gefordert, um die Gefahren rund um die KI einzudämmen.

Demnach fordern die Unterzeichner, dass bei der Entwicklung fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz eine  Pause eingelegt werden soll, um zusammen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Diese sollen gleichsam von unabhängigen Experten geprüft werden.

„Leistungsfähige KI-Systeme sollten erst dann entwickelt werden, wenn wir sicher sind, dass ihre Auswirkungen positiv und ihre Risiken beherrschbar sind“, heißt es in dem Schreiben, das neben Musk auch von Apple-Mitgründer Steve Wozniak, den KI-Pionieren Stuart Russel und Yoshua Bengio, dem Skype-Mitgründer Jaan Tallinn sowie etlichen Wissenschaftlern renommierter Universitäten und Forschungsfirmen unterzeichnet wurde.

Wächst die KI den Menschen über den Kopf?

Die Unterzeichner wollen, dass Sicherheitsstandards für die Entwicklung von KI festgelegt werden, um mögliche Schäden abzuwenden. Moderne KI-Systeme seien bei allgemeinen Aufgaben jetzt wettbewerbsfähig gegenüber dem Menschen. Das könne große Risiken für Gesellschaft und Menschheit bergen, heißt es weiter in dem Brief.

Generative KI sei inzwischen so weit fortgeschritten, dass selbst die Entwickler ihre Programme nicht mehr verstünden oder wirksam kontrollieren könnten. Bei generativer KI  handelt es sich um Systeme, die maschinelles Lernen einsetzen, um aus vorhandenden Daten (z.B. Texte, Bilder oder Audiodateien) eigene Inhalte zu erschaffen. Das derzeit wohl bekannteste Beispiel ist „ChatGPT“ von OpenAI.

Trainingspause für neue KI-Modelle?

Elon Musk und Co. fordern konkret, dass das Training von Systemen, die noch leistungsfähiger als das Modell „GPT-4“ sind, vorübergehend ausgesetzt werden soll. Das von Microsoft unterstützte Unternehmen OpenAI hatte kürzlich „GPT-4“ veröffentlicht. Das neue KI-Modell ist noch einmal wesentlich leistungsfähiger als die Vorgängervariante und kann menschliche Kommunikation noch besser simulieren.

So gut, dass inzwischen auch die europäische Polizeibehörde Europol vor „GPT-4“ warnt. Demnach könnte die KI von Kriminellen missbraucht werden, indem sie den Sprachstil bestimmter Personen oder Gruppen mithilfe des Programms nachbilden, um potenziellen Opfern Vertrauen vorzutäuschen und diese dann zu betrügen.

Auch könne „GPT-4“ gezielt eingesetzt werden, um Falschinformationen zu verbreiten. Und nicht zuletzt könne das KI-Modell auch selbst programmieren, was es Kriminellen mit geringen technischen Kenntnissen ermögliche, relativ einfach Schadsoftware zu erstellen, so Europol.

Wird menschliches Arbeiten zunehmend obsolet?

Der offene Brief betont indes auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. So würden die neuen und kommenden KI-Systeme dazu beitragen, dass auch Jobs wegfielen, die nicht nur aus reinen Routinearbeiten bestünden.

Erst kürzlich hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs hierzu eine Einschätzung veröffentlicht. Demnach könnten allein in den USA zwei Drittel aller Arbeitsplätze von der Automatisierung durch die KI betroffen sein, wenngleich die Künstliche Intelligenz in den meisten Fällen zunächst nur unterstützend wirke und den Arbeitsplatz nicht sofort obsolet mache.

Mein Fazit für Sie

Klar: Die Künstliche Intelligenz kann erhebliche Effizienzvorteile im Alltag und in der Wirtschaft generieren.  Entsprechend werden derzeit Milliardensummen in die Forschung und Entwicklung investiert. Laut Goldman Sachs könnten generative KI-Systeme dazu beitragen, den Gesamtwert aller geschaffenen Produkte und Dienstleistungen innerhalb der kommenden zehn Jahre um rund sieben Prozent zu steigern.

Das klingt natürlich sehr vielversprechend. Auf der anderen Seite haben die Unterzeichner des offenen Briefs meiner Meinung nach nicht ganz unrecht. Durch die enorme Beschleunigung der Forschung könnte die Künstliche Intelligenz dem Menschen schneller als ursprünglich gedacht über den Kopf wachsen. Im Worst Case könnte die KI langfristig gesehen in Kombination mit der Robotik den Menschen an sich gar vollständig überflüssig machen.

Aber was heißt das jetzt für Sie als Anleger?

Die KI ist einer der wichtigsten Paradigmenwechsel für den Aktienmarkt überhaupt – vielleicht sogar noch bedeutender als der Klimaschutz. Schauen Sie: Die meisten Unternehmen werden in den nächsten Jahren auf neue KI-Systeme setzen (müssen) und den Markt so massiv antreiben. Für Aktien wie Microsoft, aber auch Alphabet geht das freilich mit gigantischem Potenzial einher.

Auf der anderen Seite könnte die mittlerweile umfangreiche Kritik dazu führen, dass staatliche Akteure dazwischen grätschen und die Entwicklung ausbremsen. Was klar ist: Die Künstliche Intelligenz braucht einen stabilen rechtlichen Rahmen, auf den sich die Entwickler verlassen können – gerade in hochsensiblen Bereichen wie dem Militär oder der Medizin.

Es bleibt also spannend, wie die Politik auf den Paradigmenwechsel reagieren wird und wie lange sich die Regierungen hierfür Zeit lassen. Allzu lange warten sollten die Staaten laut vielen Experten jetzt nicht mehr.