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JPMorgan: „Die langfristigen Aussichten für Anleger sind so gut wie seit über zehn Jahren nicht“

Inhaltsverzeichnis

Warren Buffett, den Gründer der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway, kennen Sie. JPMorgan hingegen ist vielen Anleger nicht so geläufig. Wenn sich aber die größte Bank der USA zu Wort meldet, lohnt es sich hinzuhören – und entsprechend Ihrer Anlagestrategie auch zu handeln.

Technologie-Börse Nasdaq seit Jahresanfang -28%

Seit einigen Tagen geht es an den Börsen wieder etwas aufwärts. Wenn Sie aber einen Blick auf die wichtigsten Indexstände nehmen, fällt der Blick doch recht ernüchternd aus:

Dow Jones -7%

DAX -11%

S&P 500 -24%

• Nasdaq -28%

Erfolgsmotto: Antizyklisch zugreifen

Viele Anleger lassen sich kurzfristigen Schwankungen verängstigen und verlassen dabei ihren langfristigen Anlagehorizont. Große Vermögen werden nicht über Nacht verdient. Zocker und Trader gehören nach meiner Einschätzung langfristig jedenfalls nicht den Erfolgreichen. Auch wenn mitunter viel Mut und langer Atem dazugehört: Eines meines erfolgreichen Anlagestrategie ist: Antizyklisch zugreifen. Sich eine Aktie dann ins Depot legen, wenn sie keiner haben.

Nicht, dass Sie mich falsch verstehen: Es gibt nicht nur dieses Erfolgsmotto, sondern mehre. Die schickte Kombination mehrere Strategien macht den langfristigen Erfolg aus. Doch irgendwann muss man einfach beherzt zugreifen. Das sieht JP Morgan so.

Die Erfolgsaussichten sind jetzt so gut wie schon lange nicht

Michael Feser, Portfoliomanager bei JP Morgan Asset Management, kommt in der einer diese Woche vorgestellten Analyse zu dem Ergebnis: „Die Ertragsaussichten auf Sicht von zehn bis 15 Jahren sind so gut wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr.“ Zwar haben sich nach Einschätzung JP Morgan Asset Management auch die Aussichten für Anleihen verbessert, da diese von der Zinswende profitieren. Dennoch rät JPMorgan zu einem Anteil von 60% an Aktien.

Exportorientierte europäische Unternehmen haben einen Vorteil

Wie auch immer Ihre Portfolio-Mischung aussieht, auch andere Fondshäuser sehen jetzt eine historische Chance, wie zum Beispiel Beate Meyer von UBS Asset Management betont: „Das Investmentumfeld ist jetzt deutlich besser als vor zwölf bis 15 Monaten.“ Neben dem verschiedener Anlageklassen – also Gold, Immobilien, Anleihen und Aktien – kommt es natürlich darauf an, bei den Aktien die unterschiedlichen Regionen Eurozone, USA und Schwellenländern mit zu berücksichtigen. Kurzfristig haben exportorientierte europäische Unternehmen aufgrund des starken US-Dollars Vorteile.

Fazit: Es ist keine Frage, in Krisen werden Vermögen verloren und es werden große Vermögen verdient. Auf welcher Seite Sie stehen, entscheiden Sie selbst. Natürlich ist nicht jede Aktie, die tief gefallen ist, automatisch. Doch wenn substanz- und dividendenstarke Unternehmen nur noch mit einem einstelligen KGV bewertet werden, sollten Sie zugreifen. Dann zahlt es sich für Sie vermutlich schon viel früher aus als von JPMorgan angegeben.