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Meta Platforms: Bei der ehemaligen Facebook-Aktie greifen Sie derzeit in ein fallendes Messer

Inhaltsverzeichnis

Vielleicht erinnern Sie sich noch an diesen Spruch von 1991: „Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix!” Der bei den Deutschen beliebte Schokoriegel wurde einfach umbenannt. Wenn es doch für Facebook so einfach wäre. Der amerikanische Social-Media-Konzern hat sich Meta Platforms umbenannt. Doch es läuft nicht rund. Sollten Sie nach dem Motto „buy on bad news“ jetzt zugreifen?

Rächt sich jetzt das kostenlose Geschäftsmodell von Facebook?

Das weltweit größte Social-Media-Unternehmen ist durch eine simple Idee groß und bekannt geworden: Freunden und Verwandten können sich mit Texten, Videos, Fotos, Sprachnachrichten permanent an jedem Ort der Welt austauschen und in Kontakt bleiben. Zum Angebot gehören Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp. Die verschiedenen Dienste sind kostenlos.

Kostenlos, aber jede Menge Nutzerdaten

Das Unternehmen finanziert sich ausschließlich über Werbung. Die Werbekunden erhalten zahlreiche Daten, die Facebook einsammelt, wie Alter, Geschlecht, Aufenthaltsort, Interessen und Verhaltensmuster, um personalisierte Werbung. Das Geschäftsmodell ist jahrelange gut gegangen, ist in letzter Zeit ist die Datensammelwut von Meta Platforms aber zunehmend in die Kritik geraten.

Warnzeichen: Gewinn bricht um -52% ein

Schon im zweiten Quartal 2022 zeigten sich die Schwächen des Geschäftsmodells, der Umsatz ging zum ersten Mal in der Geschichte von Facebook zurück. Brutal wurde dann das dritte Quartal. Ein erneuter Umsatzrückgang um 4% auf 27 Mrd. US$. Unter Strich brach der Gewinn aber um -52% auf 4,4 Mrd. US$. Der Hinweis auf den starken US-Dollar hilft wenig, wenn sich die Werbekunden weltweit insgesamt zurückhalten.

Milliardengrab Metaverse?

Gleichzeitig häuft Meta Platforms bei seinen Investitionen in die virtuellen Welten der Zukunft immer größere Fehlbeträge an, ohne das absehbar ist, virtuelle Universum überhaupt funktioniert. Der Fehlbetrag für das Metaverse liegt schon jetzt bei knapp 10 Mrd. US$. Und Mark Zuckerberg kündigte bereits an, der Verlust im kommenden Jahr „noch erheblich wachsen“ werde.

Facebook hat ein Tiktok-Problem

Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass es auf lange Sicht eine wichtige Investition sein werde. Was der erfolgsverwöhnte Facebook-Gründer offenbar gerne verschweigt: Auch Meta hat ein Tiktok-Problem. Die Kurzvideo-Apps des chinesischen Konzerns ziehen immer mehr jüngere Nutzer an.  

Jetzt wurde auch der langfristige Abwärtstrend durchbrochen

An schlechte Charts aus dem amerikanischen Technologie-Sektor haben wir uns in letzter Zeit gewöhnt. Doch Meta Platforms toppt alles. Die Aktie hat jetzt sogar den langfristigen Aufwärtstrend durchbrochen, wie Sie an diesem 5-Jahres-Chart sehen. Schlimmer noch: Meta Platforms ist auf den niedrigsten Stand seit 2015 gefallen.

Analysten sehen immer noch Kurspotenzial von bis zu 176%

Fazit: Meta Platforms hat seine besten Zeiten hinter sich. Die Umsätze gehen zum wiederholten Male zurück, die hohen Investitionen in neue Projekte werden sich noch lange nicht rechnen. Vor diesem Hintergrund ist das Analysten-Votum erstaunlich. Laut Wall Street Journal liegt durchschnittliche Analysten-Kursziel bei 140 US$. Als höchstes Kursziel werden aber 250 US$ genannt würde Ihnen als Anleger immerhin ein Kurspotenzial von 47%. 26 von 45 Analysten raten zum Kauf, 6 empfehlen Aufstocken, 20 raten Halten und 3 Analysten wollen lieber verkaufen. Verschweigen will ich allerdings, dass das niedrigste Analysten-Kursziel bei 80 US$ liegt.