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NVIDIA – Aktie taucht trotz Rekordzahlen ab

Inhaltsverzeichnis

Der kalifornische Chip-Spezialist NVIDIA beginnt das Geschäftsjahr mit starken Zahlen, trotzdem geht die Aktie in den Keller. Warum? Weil der Ausblick die Anleger enttäuscht.

Umsatzrekord übertrifft Analystenerwartungen

Für das am 1. Mai 2022 beendete erste Quartal des Geschäftsjahres 2023 vermeldet NVIDIA einen Konzernumsatz, der nicht nur höher als die durchschnittlichen Erwartungen der Experten ausfällt, sondern sogar einen neuen Rekord aufstellt. Ein Umsatz von 8,29 Milliarden US-Dollar bedeutet eine Verbesserung um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und um 8 Prozent zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2022. Auch die von Experten vorhergesagten 8,12 Milliarden Dollar wurden damit übertroffen.

Als Gaming und Data Center. Data Center konnte im Vorjahresvergleich einen Umsatzsprung um 83 Prozent auf 3,75 Milliarden Dollar verbuchen und ist damit nun der umsatzstärkste Unternehmensbereich, während das Gaming-Segment um 31 Prozent auf 3,62 Milliarden Dollar anwuchs.

Auch der Bereich Professional Visualization lief mit einem Plus von 67 Prozent auf 622 Millionen Dollar gut. Hingegen ging es für das Segment Automotive and Robotics um 10 Prozent nach unten auf 138 Millionen Dollar.

Gewinn höher als erwartet

Das Ergebnis je Aktie übertrifft mit 1,36 Dollar die Prognose der Analysten um 6 Cent und verbessert sich zu den 91 Cent aus dem Vorjahresquartal um 49 Prozent. Insgesamt ging der Gewinn im Vorjahresvergleich allerdings um 15 Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar zurück. Maßgeblicher Grund hierfür ist ein Einmaleffekt, da die wegen kartellrechtlicher Bedenken gescheiterte Übernahme von ARM mit 1,35 Milliarden Dollar negativ zu Buche schlägt.

Prognosesenkung wegen Ukraine-Krieg und Pandemie

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2023 erwartet das Management negative Auswirkungen auf die Bilanz durch die Einstellung der Geschäftstätigkeiten in Russland wegen des Ukraine-Kriegs. Zudem werden die erneuten Corona-Lockdowns in China die vorhandenen globalen Lieferkettenprobleme noch verstärken.

Konkret rechnet das Management mit einem negativen Einfluss auf den Umsatz in Höhe von 500 Millionen Dollar. Als Konsequenz peilt NVIDIA nun keinen weiteren Umsatzrekord für das zweite Quartal mehr an, sondern einen leichten Rückgang auf 8,1 Milliarden Dollar.

Die Anleger reagieren verschreckt auf den gesenkten Ausblick und lassen die NVIDIA-Aktie im deutschen Vormittagshandel um zeitweise über 5 Prozent auf unter 150 Euro fallen. Der durchschnittliche Zielpreis der Analysten liegt trotz zuletzt einiger deutlicher Korrekturen nach unten viel höher bei knapp 290 Euro.