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Hohe Inflation und niedrige Aktienkurse – Was jetzt?

Inhaltsverzeichnis

Während wir hier in Deutschland unter dem Krieg in der Ukraine, der Energiekrise und der Inflation ächzen, dreht sich in den USA zurzeit alles um die „Midterms“, die Zwischenwahlen zum US-Repräsentantenhaus.  

So sind am 8. November 2022 alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der USA aufgerufen, um die 435 Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses neu zu wählen. Darüber hinaus wird auch über ein Drittel der Senats-Sitze abgestimmt.

„Midterms“ sind ein Stimmungsbarometer für die Beliebtheit des amtierenden US-Präsidenten

„Midterms“ heißen so, weil sie ungefähr nach zwei Jahren, also der Hälfte der Amtszeit, abgehalten werden. Sie sind ein klares Stimmungsbarometer für die Beliebtheit des amtierenden US-Präsidenten, in diesem Fall Joe Biden!

Kein Wunder, dass die US-Präsidenten, auch Joe Biden, alles daransetzen, möglichst gut bei diesen Wahlen abzuschneiden. Oberstes Ziel ist es, das Wahlvolk möglichst milde zu stimmen, um die Oberhand im Repräsentantenhaus zu behalten!

Das scheint jedoch für Joe Biden nicht ganz einfach zu sein, denn der Wind bläst ihm mächtig entgegen. So bekommt er trotz der straffen Zinserhöhung durch die Fed die US-Inflationsrate nicht in den Griff. Auch wenn sich die Gesamtinflationsrate in den USA den dritten Monat in Folge auf 8,2 Prozent abkühlte, nahm der zugrunde liegende Preisdruck weiter zu.

Kerninflationsrate steigt auf höchsten Stand seit 1982

So stieg die Kerninflation, die die schwankungsanfälligen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, unerwartet von 6,3 % auf 6,6 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 1982, wie Sie hier auf dem folgenden Chart sehen:

USA: Inflationsrate, ohne Energie und Nahrungsmittel, in Prozent, 2000 bis 9/2022

Die US-Kerninflationsrate ist außer Rand und Band
Quelle: FRED (Federal Reserve Bank of St. Louis)

Gleichzeitig erklärte der Hypothekenfinanzierer Freddie Mac, der Ihnen vielleicht noch aus dem Jahr 2008 bekannt ist, als die US-Immobilienblase platzte, dass der durchschnittliche Hypothekenzins für ein 30-jähriges Festdarlehen in der vergangenen Woche auf 6,92 Prozent gestiegen sei, der höchste Stand seit 2002.

Hypothekenzinsen wieder auf Höchststand!

Diese Zahlen wird Joe Biden nicht gerne hören, da sie den Druck auf den US-Präsidenten knapp 3 Wochen vor den „Midterms“ zusätzlich erhöhen, bei denen die Demokraten auf dem besten Weg sind, die Kontrolle über mindestens eine Kammer des Kongresses zu verlieren.

Eine Lösung scheint jedoch nicht in Sicht! Um die Inflation einzudämmen, muss die US-Notenbank ihren harten Zinskurs weiter fortführen. Während US-Anleger, die über beträchtliche Aktienpakete verfügen, zuschauen müssen wie ihr Vermögen aufgrund sinkender Aktienkurse zusammenschrumpft und/oder von der Geldentwertung aufgefressen wird. Und jetzt auch noch der enorme Anstieg der Hypothekenzinsen.

Joe Biden sitzt in der Sackgasse

Keine guten Voraussetzungen für US-Präsident Joe Biden, aber auch nicht für Aktien-Investoren, Anleihe-Besitzer und Sparbuch-Befürworter.

Wer jetzt glaubt, dass dieses Dilemma nur ein Problem der USA wäre, irrt ganz gewaltig. Uns stehen die Zinserhöhungen und die daraus folgenden Probleme erst noch bevor!

Schützen Sie sich mit den richtigen Investments. Der Herbst wird noch sehr stürmisch!