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Sasol – Kosten für Umweltschutz lassen Gewinn einbrechen

Inhaltsverzeichnis

Massive Abschreibungen haben dem südafrikanischen Energie- und Petrochemie-Konzern Sasol das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 gründlich verhagelt. Die Aktionäre bekommen das mit einer Kürzung der Dividende zu spüren.

1,9 Milliarden Dollar Wertberichtigung belasten das Ergebnis

Sasol ist der weltweit größte Produzent von synthetischen Treibstoffen und Chemikalien, die aus Kohle und Erdgas gewonnen werden. Das in Johannesburg ansässige Unternehmen versucht, diese energieintensive und umweltbelastende Technologie zunehmend nachhaltiger zu machen. Bis 2050 will der zweitgrößte Konzern Südafrikas komplett klimaneutral sein (Net Zero).  Und diese Umstellung kostet viel Geld.

Wegen voraussichtlich deutlich höherer als bisher veranschlagter Kosten für die Reduzierung der  Emissionen sowie wegen gestiegener Zinsen hat Sasol in seinem am 30. Juni beendeten Geschäftsjahr 2023 erhebliche Wertminderungen insbesondere bei seiner größten Produktionsanlage vorgenommen. Diese Abschreibungen belaufen sich auf umgerechnet  1,9 Milliarden US-Dollar und drückten den so genannten Basis-Ertrag von Sasol (Abkürzung für South African Synthetic Oil Limited) massiv.

Umsatz und operativer Ertrag legen zu

Dabei sah es vor Abzug der Abschreibungen gar nicht so übel aus. In Südafrikanischen Rand  kletterte der Umsatz um über 6% auf 289,7 Milliarden Rand. Umgerechnet in US-Dollar bedeutet das wegen der starken Abwertung des Rand jedoch ein Minus von 9% auf 16,3 Milliarden Dollar.

Beim Gewinn sieht es ähnlich aus: Der operative Ertrag vor Wertberichtigungen zog um 7,5% auf 55,4 Milliarden Rand an, in Dollar fiel er dagegen um 8% auf 3,1 Milliarden Dollar. Unter dem Strich, also nach Steuern, schrumpfte der Konzerngewinn von Sasol im Geschäftsjahr 2023 um gut 77% auf 9,3 Milliarden Rand oder 534 Rand je Aktie. In Dollar waren es sogar um über 80% auf 525 Millionen Dollar oder 79 Cents je Aktie.

Dividende wird deutlich gekürzt

Als Indikator für die tatsächliche Ertragskraft des Konzerns bevorzugt Sasol allerdings die „Headline-Earnings per Share“, also die Erträge vor der Berücksichtigung der Sonderabschreibungen. Und nach dieser Methode klettert das Ergebnis je Aktie von 47,6 Rand auf 53,8 Rand, also um 13%. Wegen der hohen Wertberichtigungen stutzt Sasol die Dividende dennoch jedoch kräftig zusammen, von 14,70 Rand je Aktie auf nur noch 10 Rand je Anteilschein.

Im europäischen Börsenhandel zog Sasol im Vormittagshandel leicht auf Kurse knapp unter 12 Euro an. Die Aktie hatte vorige Woche deutlich eingebüßt, als das Unternehmen die hohen Abschreibungen vorab angekündigt hatte. Da war die Notierung von knapp 13 Euro bis auf 11,45 Euro abgerutscht.