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Geheimtipp: Diese MDax-Aktie ist ein unterschätztes Juwel!

Inhaltsverzeichnis

Der MDax fristet im Vergleich zum großen Dax ein Schattendasein. Dabei kann die zweite deutsche Börsenliga Ihnen als Anleger durchaus starke Chancen bieten. Denn tatsächlich gibt es im MDax einige Juwelen, die vom Markt oftmals unterschätzt werden.

Heute will ich Ihnen eine dieser Wachstumsstorys vorstellen. Sie hört auf den Namen: Befesa. Sollten Sie das Unternehmen noch nicht kennen, hier ein paar wichtige Eckpunkte für Sie: Befesa mit Sitz in Luxemburg ist eine Recyclingfirma, seit 2018 an der Frankfurter Börse gelistet und seit 2021 Bestandteil des MDax.

Befesa: Stahl und Aluminium recyceln

Das Unternehmen ist auf die Wiederverwertung von Sekundärrohstoffen spezialisiert. Im Mittelpunkt stehen Stahl und Aluminium. Und das Ganze funktioniert so: Elektrostahlwerke beliefern Befesa mit dem Abfallstoff Stahlstaub. Den nutzt Befesa, um daraus Zinkoxid bzw. Wälzoxid zu produzieren. Aus diesem wiederum stellt man Zink her, der schließlich in der Verzinkung von Stahl eingesetzt wird. Damit schließt sich der Kreislauf.

Beim Aluminium läuft das Ganze indes ähnlich ab. Hier schmilzt Befesa Schrotte ein und stellt daraus Salzschlacken her. Diese können dann bei der Herstellung von Aluminium wieder zum Einsatz kommen.

Kurzum: Befesa bezieht von der Industrie Abfallmengen, wandelt diese in Vorprodukte um und verkauft die Recyclate wieder an die Industrie. Die Nachfrage nach dem System ist jedenfalls beachtlich. Pro Jahr trägt Befesa dazu bei, dass 1,3 Millionen Tonnen an Reststoffen wiederverwertet werden.

Elektromobilität: Aluminium-Boom voraus

Und das soll nur der Anfang sein. Vor allem bei den Salzschlacken und dem Aluminium sieht Befesa massives Wachstumspotenzial. Erst vor wenigen Tagen hatte der Konzern angekündigt, dass man die Investitionen in das Aluminium-Recycling erhöhen wolle.

Befesa begründete den Schritt unter anderem mit der Elektromobilität. Schauen Sie: Elektroautos brauchen wesentlich mehr Aluminium als die Verbrenner-Pendants. So bestehen bei den Stromern etwa der Batteriekasten und die Karossiere zu einem großen Teil aus dem leichten Werkstoff.

Das kommt freilich nicht von ungefähr. Aluminium trägt nämlich dazu bei, das Gesamtgewicht der Fahrzeuge zu reduzieren. Und umso leichter die Elektroautos sind, desto höher ist deren Reichweite. Um hier ansprechende Zahlen zu generieren, müssen die Autobauer also auf immer mehr Aluminium setzen.

Befesa bislang auf Wachstumskurs

Gleichzeitig dürften die Hersteller und deren Zulieferer daran interessiert sein, dass der Werkstoff so nachhaltig wie möglich ist. Das wiederum wird bei Befesa künftig wohl die Kassen klingeln lassen.

Übrigens: Bereits in den letzten Jahren hat Befesa ein starkes Wachstum vorweisen können. Allein im ersten Quartal 2022 stieg der Umsatz um 35 Prozent auf 261 Millionen Euro – bei einem Nettogewinn von 27 Millionen Euro.

Mein Fazit für Sie

Spannend ist nun, inwieweit Befesa von der Inflations- und Energiepreiskrise betroffen sein wird. Hier ergeben sich für die Aktie natürlich Risikofaktoren. Zumindest im ersten Quartal konnte man die höheren Kosten noch sehr gut an die Kunden weitergeben.

Ob das auch im zweiten Jahresviertel gelang, wird sich spätestens am 28. Juli zeigen. Dann will Befesa nämlich seine Halbjahresbilanz zu 2022 vorstellen. Achten Sie unbedingt auf dieses Datum. Denn an diesem Tag dürfte die Marschrichtung der Befesa-Aktie für die nächsten Monate festgelegt werden.

Klammert man die aktuellen äußeren Belastungen aus, ist Befesa meiner Meinung nach eine der MDax-Aktien mit dem größten langfristigen Potenzial. Recycling ist einfach ein Trendthema, das in den nächsten Jahren angesichts zunehmender Ressourcenknappheit immer relevanter werden dürfte.

Beim Aluminium-Recycling gilt Befesa gar als europäischer Marktführer. Mit Blick auf die Elektromobilität stehen dem Konzern die Türen für eine Wachstumszukunft also sperrangelweit offen.