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Dermapharm – Auslaufen der Impfstoffproduktion bremst kaum noch

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Das in Grünwald im Landkreis München ansässige Pharmaunternehmen Dermapharm befindet sich mit seiner Halbjahresbilanz auf Kurs und zeigt sich für das Gesamtjahr optimistischer als zuvor.

Übernahme sorgt für hohes Wachstum

Im am 30. Juni 2023 abgeschlossenen ersten Halbjahr (H1) des Geschäftsjahres 2023 hat Dermapharm seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahresergebnis um 23,6 Prozent auf 582,1 Millionen Euro gesteigert. Dafür zeichnet vor allem die im Januar 2023 vollendete Übernahme der französischen Arkopharma-Gruppe verantwortlich, als deren Folge der Umsatz im Bereich „Andere Gesundheitsprodukte” um 150,3 Prozent auf 194,7 Millionen Euro anzog.

Umsatzstärkster Unternehmensbereich bleiben allerdings trotz eines Rückgangs um 4,5 Prozent auf 263,9 Millionen Euro die Markenarzneimittel. Hier gelang es dem 1991 gegründeten Unternehmen, die erwarteten Verluste durch den Wegfall eines großen Teils der Beiträge aus der Impfstoffproduktion zum Ende des ersten Quartals durch eine positive Entwicklung bei klassischen Medikamenten weitgehend aufzufangen.

Das kleinste Segment „Parallelimportgeschäft” wuchs um 5,6 Prozent auf 123,5 Millionen Euro, weil eine höhere Produktverfügbarkeit und gute Einkaufspreise stärker wogen als höhere Rabatte mit gesetzlichen Krankenversicherungen.

Operativer Gewinn steigt kräftig

Beim bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) erreichte Dermapharm im Vorjahresvergleich auch wegen Effizienzverbesserungen bei Einkauf, Produktion und Vertrieb einen Zuwachs von 13,0 Prozent auf 168,0 Millionen Euro. Hier wirkte sich ebenfalls vor allem die Übernahme der Arkopharma-Gruppe aus, derentwegen das bereinigte EBITDA im Segment „Andere Gesundheitsprodukte” um 156,2 Prozent auf 41,5 Millionen Euro in die Höhe schnellte. Bei den Markenarzneimitteln ging es hingegen um 5,4 Prozent nach unten auf 127,3 Millionen Euro und beim Parallelimportgeschäft sogar um 56,3 Prozent auf 0,7 Millionen Euro.

Die bereinigte EBITDA-Marge des Konzerns sinkt von 31,6 auf immer noch gute 28,9 Prozent. Am höchsten fällt sie trotz eines leichten Rückgangs bei den Markenarzneimitteln aus (48,2 nach 48,7 Prozent ein Jahr zuvor), gefolgt vom Bereich „Andere Gesundheitsprodukte” (21,3 nach 20,8 Prozent) und dem Parallelimportgeschäft (0,6 nach 1,4 Prozent).

Das Betriebsergebnis verbesserte sich in H1 um 4,1 Prozent auf 94,7 Millionen Euro. Hingegen sank das Konzernergebnis primär wegen gestiegener Finanzaufwendungen und höherer Verbindlichkeiten um 23,3 Prozent auf 39,6 Millionen Euro und entsprechend das Ergebnis je Aktie von 0,96 auf 0,75 Euro.

Oberes Ende der Prognose wird angestrebt

Angesichts des gut verlaufenen ersten Halbjahrs bekräftigt das Management von Dermapharm seinen Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr 2023. Allerdings soll nun sogar jeweils das obere Ende der angepeilten Spanne von 1,08 bis 1,11 Milliarden Euro beim Umsatz respektive 300 bis 310 Millionen Euro beim bereinigten EBITDA erreicht werden. Zudem soll die Wachstumsstrategie mit einer stärkeren Internationalisierung auch nach dem Zukauf der Arkopharma-Gruppe vor allem in West- und Südeuropa fortgesetzt werden. Die Dermapharm-Aktie, die sich seit Jahresbeginn um etwa ein Viertel verteuert hat, liegt im deutschen Vormittagshandel trotz der überzeugenden Halbjahresbilanz um gut 3 Prozent im Minus bei 46,70 Euro. Allerdings war der Kurs nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen vor zwei Wochen von knapp 43 Euro aus um etwa 12 Prozent nach oben gesprungen, was das heutige Minus relativiert.