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Aktien : UGI-Corp Aktie: starke Dividende, aber auch Kursfantasie?

Zumindest hier in Europa vergleichsweise wenig bekannt ist das US‑Energieunternehmen UGI Corporation. Für Anleger, die auf stetige und vergleichsweise hohe Dividendenzahlungen Wert legen, könnte die Aktie (ISIN US9026811052) interessant sein. Aber wie schaut es mit den Kurschancen aus, da die Anteilsscheine momentan deutlich unter ihren Höchstständen notieren?

UGI Corp. – Energieversorger mit langer Historie

Das Unternehmen wurde im Jahr 1882 gegründet. Heute hat die UGI ihren Hauptsitz in King auf Prussia im US-Bundesstaat Pennsylvania. Diese Info zu Beginn als nice to know für historisch Interessierte. Investoren beschäftigen sich eher mit dem Geschäftsmodell bzw. Geschäftszweck des Unternehmens, dem derzeitigen Aktienkurs und den möglichen Kurschancen sowie mit der Dividende. Doch eins nach dem anderen.

Die UGI Corp. beschäftigt weltweit gut 11.000 Mitarbeiter in 18 Ländern und vermarktet dort in der Hauptsache Flüssiggas, Erdgas und Strom. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen ca. 3 Millionen Kunden – hauptsächlich aus Nordamerika und Europa.

Die Themen Energieversorgung und Energiesicherheit rückten schlagartig in den Fokus mit dem Überfall Putins auf die Ukraine. Und erst recht vor zwei Tagen. Da kündigte der russische Diktator an, dass Zahlungen für Gaslieferungen bald ausschließlich in Rubel und nicht mehr – wie bisher – in US‑Dollar oder Euro möglich sein werden. Ob UGI wohl davon profitieren kann? Schauen wir uns als erstes die Dividende an.

Vorbildliche Dividendenpolitik

In punkto Dividende ist UGI wahrlich ein Musterknabe. Denn die Eigentümer des Unternehmens werden seit dem Jahr 1885 ununterbrochen an den Gewinnen der Firma beteiligt. Wie viele andere US-Unternehmen überweist UGI Quartalsdividenden, die Ausschüttung erfolgen also in schöner Regelmäßigkeit alle drei Monate.

Derzeit beträgt die vierteljährliche Ausschüttung  0,345 US‑Dollar. Daraus errechnet sich auf Basis des aktuellen Aktienkurses eine Dividendenrendite von nahezu 4 Prozent. Nicht schlecht für Investoren, die mit Gewinnbeteiligungen aus Aktienengagements ihre Altersversorgung aufpäppeln möchten. In bester Tradition will auch der momentane Vorstand mit CEO Roger Perreault an der Spitze die Gewinnbeteiligung der Aktionäre jedes Jahr um 4 Prozent zu erhöhen – kein Riesensprung, aber durchaus bemerkbar.

Wie geht es weiter mit der UGI Aktie?

Die Fundamentaldaten sind durchaus erfreulich – so scheint es jedenfalls. Im vorangegangenen Geschäftsjahr 2021 stieg das Ergebnis je Aktie (EPS – Earnings per Share) um immerhin 11 Prozent. Geplant ist mittelfristig ein jährlicher EPS-Zuwachs zwischen 6 und 10 Prozent.

Die Bewertung der UGI Aktie scheint moderat. So gehen Analysten (Konsensschätzung) für das laufende Geschäftsjahr von einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 16 aus. Im kommenden Geschäftsjahr soll das KGV auf rund 10 sinken. Der Aktienkurs spiegelt dies scheinbar noch nicht.

Mit Beginn des Ukraine Kriegs gaben die Anteilsscheine von rund 48 auf nunmehr 35 Dollar nach. Das All Time High lag bei knapp 60 US-Dollar Ende des Jahres 2018. Zumindest im Hinblick auf die vergleichsweise hohe Dividendenrendite könnte es nicht falsch sein, ein paar UGI Aktien auf dem aktuellen Niveau einzusammeln. Achtung: In Deutschland sind die Papiere recht markteng mit wenigen hundert Stück Umsatz am Tag.

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Über den Autor
Hajo Simons
Hajo Simons

Hajo (Heinz-Josef) Simons, Jahrgang 1956, arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist.

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