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Adidas: Neuer Mann in Herzogenaurach?!

Inhaltsverzeichnis

Schon seit längerem spekuliert der Kapitalmarkt auf die Neubesetzung des Vorstandsvorsitzenden bei Adidas. Spätestens seit der Bekanntgabe, dass Kasper Rorsted seinen CEO Posten verlässt, schießen hier die Gerüchte ins Kraut.

Aktien schlagartig zurück über der 100-Euro-Marke

Am vergangenen Freitag kam nun endlich Bewegung und Leben in die Personaldiskussion und die ließ die Aktie förmlich explodieren!

Mit über 21% Kursplus standen die Papiere auf einmal wieder über der 100 Euro Marke und waren klarer Börsengewinner – zumindest am Freitag.

Probleme noch zahlreich vorhanden

Erst im Oktober hatte Adidas die Geschäftsprognose zum dritten Mal senken müssen, die Probleme auf dem chinesischen Markt sind längst noch nicht behoben, Kunden und Konsumenten sind ob der hohen Inflation längst nicht mehr so kaufwillig (und das weltweit) und steigende Kosten belasten zudem noch.

Klar, dass die Aktionäre wie auch die Mitarbeiter beim Sportriesen darauf warten, dass es eine neue Strategie in puncto Produktangebote, Erweiterungen im Bereich Lifestyle und eine klare Linie im China Geschäft geben soll.

Björn Gulden soll es nun richten bei Adidas

Richten soll es jetzt Björn Gulden! Ein wahrer Paukenschlag, denn der 57-jährige ehemalige norwegische Fußballer, ist bis dato noch CEO beim Erzrivalen Puma, zumindest bis Ende des Jahres. Kaum war bekannt, dass Gulden seinen nach neun Jahren auslaufenden Vertrag bei Puma nicht verlängern wollte, gingen auch schon die Gerüchte und Spekulationen um, dass jetzt Herzogenaurach und die 3- Streifen Dynastie, seine neue Heimat werden könnten.

Eine Idee, die zumindest kurzfristig an der Börse gut ankommt, denn Kasper Rorsted scheint tatsächlich das Vertrauen der Investoren verloren zu haben, denn der Aktienkurs bei unter 100 Euro ist für Adidas mehr als nur ein Debakel.

Guldens Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen

Das es jetzt dann aber der Ex-Chef des größten Rivalen richten soll, ist vielleicht so erstaunlich dann doch nicht. Björn Gulden hat Puma während seiner Amtszeit äußerst stark geprägt, denn der Konzern mit der Raubkatze im Logo, steht relativ gesehen sogar besser dar als die 3- Streifen Konkurrenz.

Seine Erfolgsbilanz kann sich sehen lassen und er hinterlässt ein für diese Zeiten stabiles Haus mit ordentlichem Geschäft und Nachfrage.

Noch ist letztlich nichts entschieden und Gulden könnte sowieso nicht direkt im Januar beginnen, wegen rechtlicher Wettbewerbsklauseln, aber auch die Analysten sind ob der Spekulation rund um den „Neuen“ schon sehr freigiebig mit Komplimenten und Vorschusslorbeeren.

Nun heißt es geduldig Abwarten

Arbeit wartet auf jeden Fall genug auf den ehemaligen Fußballer und zudem könnte es ja auch vorher noch ein paar Impulse durch die Fußballweltmeisterschaft in Katar geben, denn sechs der 32 Nationalmannschaften werden immer von Adidas ausgestattet, nebenbei erwähnt, bei Puma sind es sogar sieben Teilnehmerteams.

Jetzt gilt es zuerst einmal abzuwarten, ob denn die Fantasie der Anleger auch wirklich umgesetzt wird und Gulden tatsächlich als neuer Vorstandsvorsitzender in Herzogenaurach anheuert, denn sollte sich der Plan letztlich wieder ändern, dann sind auch die 21% Kursplus vom Freitag relativ schnell wieder Makulatur.