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Rüstungsboom als Rohstoff-Treiber: So können Sie profitieren

Inhaltsverzeichnis

Der Rüstungsboom ist längst nicht nur in Europa, den USA, China und Indien zu spüren. Auch in Australien gewinnt die militärische Aufrüstung zunehmend an Bedeutung. Kein Wunder, befindet sich das Land politisch doch inmitten des Spannungsfelds zwischen den USA und China, die beide wiederum auf Australien als Handelspartner setzen und nicht zuletzt üppige Geldsummen in die Vergrößerung ihrer militärischen Schlagkraft investieren. Australien ist deshalb mehr oder weniger dazu gezwungen nachzuziehen.

Verteidigungsbudget erhöht: Australien zündet Rüstungs-Turbo

Und tatsächlich: Erst vor wenigen Tagen kündigte Verteidigungsminister Richard Marles ein ambitioniertes Rüstungsprogramm an. Konkret heißt das: Australien wird in den kommenden zehn Jahren seine Ausgaben für das Militär um umgerechnet +32 Milliarden USD steigern. Der Politiker sprach von den „komplexesten strategischen Umständen“ für Australien seit dem Zweiten Weltkrieg. Marles spielt damit auf die Ausweitung der militärischen Präsenz Chinas und der USA im asiatisch-pazifischen Raum an.

Canberra will die Geldmittel (insg. 212 Mrd. USD) nutzen, vor allem um Raketen, Drohnen und Kriegsschiffe zu kaufen. Dabei soll ein besonderer Fokus auf Langstreckenwaffen gelegt werden, die als Abschreckung dienen sollen. Unterm Strich forciert die Regierung bis in zehn Jahren eine Anhebung der Verteidigungsausgaben auf 2,4 % des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: Derzeit sind es rund 2 %.

Ohne Rohstoffe kein Militärboom – Chance für Sie

Aber warum erzähle ich Ihnen das heute? Nun, Australien ist – wie eingangs angedeutet – nur ein Beispiel für steigende Militärausgaben. Praktisch rund um den Globus investieren die Regierungen aktuell gigantische Summen in die Modernisierung und Erweiterung ihrer Streitkräfte. Allein 2023 flossen weltweit 2,2 Billionen USD in die Aufrüstung – und damit +9 % mehr als 2022. Schaut man sich die üppigen Rüstungsprogramme eben in Australien und in anderen Ländern an, werden die globalen Ausgaben in den kommenden Jahren noch einmal deutlich zulegen.

Und eben diese Erkenntnis ist für Sie gerade als Rohstoff-Anleger entscheidend. Denn: Während der Kapitalmarkt den Militärboom bei klassischen Rüstungsaktien längst eingepreist hat, wird die Rolle der Rohstoffe hierbei noch deutlich unterschätzt. Entsprechend gibt es für Sie hier starkes Value-Potenzial.

Interessante Studie: Diese Rohstoffe sind für Panzer und Co. wichtig

Aber schauen Sie selbst: Im folgenden Bild sehen Sie die verschiedenen Komponenten eines Panzers und welche Rohstoffe für diese ausschlaggebend sind:

Quelle: HCSS (https://hcss.nl/report/strategic-raw-materials-for-defence/)

Veröffentlicht wurde das Bild im letzten Jahr vom The Hague Centre for Strategic Studies (HCSS), das sich auf umfangreiche Forschungsarbeiten rund um Geopolitik und Sicherheitspolitik spezialisiert hat. Was direkt auffällt: Es sind vor allem Aluminium und natürliches Graphit, mit denen aufgrund ihrer enormen Bedeutung für viele Komponenten eines Panzers ein hohes Versorgungsrisiko verbunden ist. Hinzu kommen weitere kritische Rohstoffe wie Kupfer, Eisen/Stahl sowie Seltene Erden.

Doch der Panzer ist natürlich nur ein Faktor des Rüstungsbooms. Im Folgenden sehen Sie einen (unvollständigen) Überblick zum Rohstoffbedarf weiterer Militärgeräte und Waffen laut HCSS. Die Reihenfolge der genannten Rohstoffe entspricht ihrer jeweiligen Risikoeinstufung (absteigend):

  • Kampfjets: Aluminium, nat. Graphit, Beryllium, Chrom, Kobalt, Kupfer, Dysprosium, Germanium, Stahl, Lanthan, Nickel, Neodym, Platin, Praseodym
  • Raketen: Aluminium, Chrom, Kobalt, Kupfer, Dysprosium, Stahl, Neodym, Nickel, Praseodym, Samarium
  • U-Boote: Aluminium, nat. Graphit, Chrom, Kobalt, Stahl, Platin, Samarium, Titan
  • Korvetten: Aluminium, nat. Graphit, Kobalt, Chrom, Kupfer, Stahl, Nickel, Samarium, Titan
  • Artillerie: Aluminium, nat. Graphit, Beryllium, Chrom, Kupfer, Germanium, Stahl Neodym, Nickel
  • Torpedos: Aluminium, Chrom, Lithium, Mangan, Zirkonium, Silber
  • Sturmgewehre: Stahl, Vanadium

Nicht nur beim Panzer, auch bei anderen Militärprodukten sind also natürliches Graphit und insbesondere Aluminium das Zünglein an der Waage. Die Nachfrage nach diesen beiden Rohstoffen, aber auch nach den anderen hier genannten Materialien, wird mit Blick auf die horrenden Geldmittel, die für die Rüstung in den kommenden Jahren geplant sind, durch die Decke schießen.

Als Anleger können Sie an diesem Boom teilhaben – etwa über Aktien wie Alcoa (Aluminium), Rio Tinto (Eisenerz, Kupfer, Aluminium), NextSource Materials (aufstrebender Graphitspezialist), MP Materials (Seltene Erden), Glencore (Kupfer, Kobalt), Vale (Eisenerz, Kupfer, Nickel) und Fresnillo (Silber).

Mein Fazit für Sie

Rohstoffe sind mehr denn je das Grundgerüst der Zukunft. Das trifft nicht nur auf die Technologien der Energiewende und der Digitalisierung (z.B. Rechenzentren) zu, sondern auch auf den Rüstungssektor. Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Angesichts der zunehmenden geopolitischen Bedrohungen, Krisen und Konflikte hat die Aufrüstung zum Beispiel in Deutschland inzwischen auch deutlich größeren Rückhalt in der Bevölkerung.

Und für Sie als Anleger besonders wichtig: Die gesamte Wertschöpfungskette von Militärprodukten – inklusive der Rohstoffe – hängt am Ende an staatlichen Ausgaben. Wegen der politischen Notwendigkeit und der umfangreichen Geldbeschaffungskapazitäten der Staaten ist die Rüstungsnachfrage grundsätzlich also sehr gut abgesichert.