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Sanktionsspirale wird Rohstoffpreise nach oben katapultieren

Inhaltsverzeichnis

Viele Anleger warfen sofort ihre Papiere auf den Markt und ließen die Kurse in den Keller rauschen. Zeitgleich trieb die Anordnung der Sanktionen die Energie- und Edelmetallpreise nach oben.

Profiteure der Ukrainekrise sind die Rohstoff- und Edelmetallwerte

Insbesondere Öl, Gas, Weizen erlebten aus Angst vor Versorgungsengpässen regelrechte Preissprünge. Doch auch der Goldpreis stieg diese Woche auf ein 8-Monatshoch.

Wegen der Ukraine-Krise rückt ein ganz anderes Problem in den Hintergrund!

Dabei gibt es in Problem, das sich wesentlich stärker und vor allen Dingen langfristiger auf die Entwicklung der Aktienkurse und Rohstoffpreise auswirken wird als die Russland-Ukraine-Krise. Denn wie die Geschichte zeigt, haben politische Börsen kurze Beine.

Inflation ist größere Gefahr für den Aktienmarkt

Sie ahnen es schon, die Rede ist von der Inflation, die mittlerweile Höhen erreicht hat, die bis vor kurzem noch keiner wahrhaben wollte. So bestätigte das Statistikamt Eurostat erst diese Woche für Januar 2022 eine Inflationsrate in der Eurozone von 5,1 Prozent. Doch auch anderswo sieht es nicht besser aus: So lag die Inflationsrate in Deutschland im Januar bei 4,9%, in Großbritannien bei 5,5% und in den USA sogar bei 7,5%!

Das hat Folgen, denn die hohe Inflationsrate in den USA zeigt sich nicht nur im Portemonnaie der US-Bürger, sondern macht auch der amerikanischen Notenbank Sorgen! Sie plant daher schnellere Erhöhungen des Leitzinses.

Steigende Aktienkurse sind Gift für die Börse

Diese Zinserhöhungen drücken auf die Aktienkurse, denn „steigende Zinsen sind Gift für die Börse“. Höhere Zinsen mindern schließlich die Unternehmensgewinne und sorgen dafür, dass Anleger sich nach Alternativen umsehen. Wie ernst die Lage mittlerweile ist, zeigt Ihnen der folgende Chart:

USA: Inflationsrate (blau), Zinsen einjähriger Staatsanleihen (rot), 2021 bis 18.2.2022

Seit Ende 2021 steigen die Zinsen bereits! Quelle: FRED (Federal Reserve Bank of St. Louis)

Sie erkennen in Blau den starken Anstieg der Inflation von etwas über 1 auf 7,5 Prozent in nur gut einem Jahr (linke Skala). In Rot sehen Sie die Zinsen. Diese liegen derzeit bei 1 Prozent für einjährige Staatsanleihen. Genau dieser Anstieg setzt die Aktienkurse derzeit noch zusätzlich unter Druck.

Zinssatz von über 7,5% würde erst eine Änderung herbeiführen!

Doch auch wenn die Zinsen bereits gestiegen sind, liegen sie immer noch viel zu niedrig, um den Wertverlust der Inflation für die Sparer auszugleichen. Sie sind auch viel zu gering, um der Inflation ein Ende zu bereiten. Die vergangenen Inflationsphasen in den letzten fünfzig Jahren haben gezeigt, dass dazu immer Leitzinsen oberhalb der Inflation nötig waren, was aktuell Leitzinsen höher als 7,5 Prozent erfordern würde.

Dort sind sie aber bei weitem nicht, und das wird auch so schnell nicht passieren. Schließlich würden dann hoch verschuldete Staaten und Unternehmen große Probleme bekommen.