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Gold stabiler als Aktien – Es ist längst Krise

Inhaltsverzeichnis

Der Goldpreis hat sich in diesem Jahr noch nicht mit Ruhm bekleckert. Im Vergleich zum Absturz an den Aktienmärkten hält sich der Goldpreis allerdings erwartungsgemäß stabil.

Goldpreis hält sich stabiler als Aktienmärkte – Anzeichen für Krise

Quelle: stockcharts.com

Ein Grund für die aktuelle Konsolidierung im Goldpreis sind die Notenbanken, vor allem die der USA. Bei denen werden munter Zinsen angehoben, als gäbe es buchstäblich sowieso kein morgen mehr. Doch dies wird die wirtschaftliche Lage noch gefährlicher machen … und dem Goldpreis schließlich wieder Unterstützung bieten.

Das Ende der Nullzinspolitik bedeutet Rezession

Bislang lebten wir in einem Umfeld der Null- bis Niedrigzinspolitik. Und es gab gute Gründe dafür, diese Politik aufrecht zu erhalten, vor allem in den Volkswirtschaften, die stark verschuldet sind. … Also in den meisten Volkswirtschaften Europas und vor allem in den USA, und überhaupt weltweit.

Ein Grund, um diese Politik aufrecht zu erhalten, war die Tatsache, dass es die Nullzinspolitik ist, die uns davor bewahrt, dass das System implodiert.

Es ist doch so: Wir leben nun einmal in einer hochverschuldeten Welt. Das fängt bei unserem ganzen Finanzsystem an, das auf Kredit basiert, bei unserem Geld, das nichts anderes als ein Schuldschein des ausgebenden Staates ist und setzt sich fort über Unternehmen bis hin zu den Privaten.

Ein solches System der dauerhaften Hochverschuldung kann nicht funktionieren, wenn die Zinsen – also der Preis für dieses System – zu hoch sind. Und zu hoch sind sie immer dann, wenn das Wachstum zu niedrig ist. Die Volkswirtschaften, die tatsächlich noch Mehrwerte erzielen, können es sich leisten, etwas mehr für ihr System zu bezahlen. Doch viele Volkswirtschaften wie jene Europas oder der USA, haben bereits systembedingte Wachstumsgrenzen erreicht und sind gar nicht in der Lage, genügend Wachstum aufzubringen, um sich jemals wieder hohe Zinsen leisten zu können. Es bräuchte wohl eine neue technologische Revolution oder einen sonstigen Neubeginn, um die geringen Wachstumsraten der etablierten Volkswirtschaften anzukurbeln.

Und so lange die Wachstumsraten niedrig bleiben, die Volkswirtschaften aber ihren Standard aufrecht erhalten wollen, helfen nur entsprechend niedrige Zinsen, um die dauerhafte Bürde der ständigen Neuverschuldung allein schon zur Finanzierung der Altschulden tragen zu können.

Denn wenn die Zinslast zu hoch ist, bricht das System an irgendeiner Stelle zusammen. Während der großen Finanzkrise 2008 zum Beispiel war das schwächste Glied – und damit die Stelle an der das System brach – der Bankensektor. Später während der Eurokrise erwies sich wie zum Beispiel im Falle Griechenlands sogar der Staat als das schwächste Glied und Bruchstelle.

So oder so: Steigt die Zinslast auf ein unerträgliches Maß, folgt der nächste Crash.

Auf die Realzinsen kommt es an

Dabei kommt es gar nicht mal nur auf die reinen Zinsen an. Vielmehr muss im Endeffekt das natürlichste Zinsniveau von allen, das Realzinsniveau betrachtet werden. Realzinsen ergeben sich grob gesagt aus dem angegebenen Zinssatz abzüglich der Inflation. Je niedriger der Zinssatz und je höher die Inflation, desto tiefer der Realzinssatz. Das kann bis in den negativen Bereich gehen. Negative Realzinsen bedeuten dabei, dass der Wert des Geldes mit der Zeit aufgefressen wird. Sparer sind hierbei die Verlierer, Schuldner die Gewinner.

Derzeit liegen die Realzinsen in vielen Ländern weltweit im negativen Bereich. Dazu gehören die Eurozone ebenso wie Japan und die USA.

Und das ist leider im Moment auch gut so, denn während beispielsweise ein Realzinssatz von knapp 1 % in den USA ausgereicht hatte, um die letzte große Finanzkrise 2008 auszulösen und die Lehman Brüder in die Pleite zu treiben, hielten die negativen Realzinssätze der letzten Jahre die hochverschuldete Volkswirtschaft der USA noch am Leben. Nicht anders ist es in Europa und Japan.

Steigende Zinsen führen uns in die Rezession

Ich zitiere immer wieder gerne Bill Gross, ehemaliger Manager und Gründer des größten Anleihenfonds der Welt bei Pimco: „Wenn der Preis des Geldes die Basis für den Wohlstand einer Volkswirtschaft bildet – und in den etablierten Volkswirtschaften tritt dieser Zustand immer deutlicher zutage -, dann müssen die Notenbanken die Kosten für das Geld verringern, um diesen Wohlstand aufrecht zu erhalten.”

Ergo sind es die Zinsen, die niedrig gehalten werden müssen, damit uns unser System nicht auf den Kopf fällt.

Doch die Zinsen werden gerade angehoben, weil in den entscheidenden Gremien der Welt man noch immer der Lehrbuchmeinung anheimfällt, man könne mit steigenden Zinsen jede beliebige galoppierende Inflation aufhalten. Das kann man nicht!

Denn die aktuelle Inflation ist nicht hausgemacht, sondern kommt durch Druck von außen zustande. Mit althergebrachten Methoden werden weder die US-Notenbank Fed noch die EZB der Inflation Herr werden können. Schade eigentlich!

Fazit

Lassen Sie mich zusammenfassen:

  • Putin führt einen heißen Krieg gegen ein europäisches Land
  • Putin führt einen Energiekrieg gegen ganz Europa
  • Putin führt einen Krieg gegen die Einheit der europäischen Staaten
  • Die Inflation galoppiert auf Höchstständen
  • Die Notenbanken heben auch noch die Zinsen an – massive negative Folgen für die Hypotheken- und Immobilienmärkte drohen
  • Die Konjunktur schlittert in die Rezession
  • Global gesehen drohen Agrar- und Hungerkrisen
  • Die Aktienmärkte befinden sich auf Tauchfahrt
  • Europa läuft auf eine Unterversorgung mit Gas zu
  • Energiesparmaßnahmen greifen die europäische Wirtschaft zusätzlich fundamental an
  • Auf politischer Ebene können populistische Kräfte zur Gefahr für Frieden und Einheit in Europa werden (Verfolgen Sie hierzu nicht nur das Geschehen in Ungarn, sondern auch in Italien und wischen Sie sich eine Schweißperle von der Stirn wegen Frankreich.)

Nach allen Ermessensmaßstäben halte ich heute noch stärker als gestern an DER traditionellen Absicherung für alle Fälle fest:

Gold

In erster Linie bietet vor allem physisches Gold als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel die beste Absicherung.