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Autobranche: Diese wichtigen Rohstoffe sind aktuell Mangelware!

Es ist ein historisches Debakel: Wegen der immer noch anhaltenden Verknappung bei Halbleiter-Chips muss die deutsche Industrie und insbesondere die Autobranche ihre Produktion massiv drosseln.

Doch wenn Sie nun glauben, der Chip-Mangel wäre derzeit das einzige Problem der Fahrzeughersteller, dann haben Sie sich getäuscht. Denn: Auf die Branche rollt ein noch wesentlich gewaltigeres Problem zu.

Aluminium knapp und teuer

Schauen Sie: Auch der wichtige Werkstoff Aluminium wird derzeit zur Mangelware. Gegenüber dem „Handelsblatt“ warnte kürzlich die auf Lieferketten fokussierte Beratungsfirma Inverto davor, dass bei Zulieferern und Vorzulieferern die Aluminiumlager rapide schrumpften. Seit März haben sich demnach die weltweiten Lagerbestände fast halbiert.

Das zeigt sich auch an der Preisentwicklung. Wegen des knappen Angebots und der gleichzeitig hohen Nachfrage ist der Aluminiumpreis in den letzten Monaten um rund 20 Prozent nach oben geschossen.

Das trifft die Autobranche ins Mark

Inzwischen ist der Industriesektor stark abhängig von dem Werkstoff. Etwa die Hälfte des gesamten deutschen Aluminiumverbrauchs entfällt auf die Autobranche.

Der Grund: Die politischen Vorgaben zur Reduzierung der CO2-Emissionen machen es erforderlich, dass der Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge immer sparsamer wird. Das erreichen die Hersteller, indem sie immer häufiger Stahl durch deutlich leichtere Komponenten aus Aluminium ersetzen.

Vor allem Karosserien bestehen heutzutage in Teilen oder gar vollständig aus Aluminium. Aber auch die Gehäuse von Elektromotoren, Teile des Motorblocks sowie Felgen und Bremsklammern enthalten hohe Aluminiumanteile. Experten rechnen gar damit, dass der Werkstoff in den kommenden Jahren noch weit häufiger in Autos eingesetzt wird als derzeit.

Lieferprobleme auch bei Kupfer, Zink und Kunststoffen

Natürlich ist das fehlende Aluminium nicht das einzige Problem der Branche. Im Prinzip fehlt es derzeit an so ziemlich allen Grundmaterialen. Beispiel Kupfer: Auch das für seine gute elektrische Leitfähigkeit bekannte Metall ist in den letzten Monaten massiv teurer geworden. Gleichzeitig ist Kupfer ein wichtiger Rohstoff der Autobranche. Vor allem durch die Elektromobilität dürfte die Kupfernachfrage in den nächsten Jahren dramatisch wachsen.

Entsprechend sieht es bei Zink aus. Ähnlich wie Aluminium ist dieses Metall ausschlaggebend für die Reduzierung des Gesamtgewichts eines Autos und wegen seiner chemischen Eigenschaften ein optimaler Korrosionsschutz. Auch der Zinkpreis ist vor allem seit Anfang Oktober extrem angestiegen.

Zu guter Letzt sind auch die wichtigen Kunststoffe deutlich teurer geworden. Das Interieur von modernen Autos besteht heute hauptsächlich aus Kunststoffmaterialien. Und auch hier dürfte der Bedarf perspektivisch drastisch zunehmen.

Mein Fazit für Sie

Inmitten der wichtigen Elektro-Transformation wird die Autobranche von der weltweiten Mangelwirtschaft ausgebremst. Die Branche und Sie als Anleger müssen sich also auf Umsatzrückgänge einstellen.

In erster Linie sind vor allem die Zulieferer von der Verknappung und den Preissteigerungen betroffen. Natürlich werden in letzter Konsequenz auch die auch die Endhersteller selbst und die Verbraucher die Krise zu spüren bekommen. So dürften die Autos, wenn sie denn verfügbar sind, schlicht und ergreifend noch teurer werden.

Abzuwarten bleibt, wie stark das Ganze die Gewinne der Unternehmen einschränken wird. In den letzten Quartalen hat sich gezeigt, dass zumindest die Endhersteller wie BMW und Daimler höhere Verkaufspreise für ihre Autos bei den Verbrauchern durchsetzen konnten.

Ob das auch in den nächsten Monaten gelingen wird, wird sich nun zeigen. Noch diese Woche wollen übrigens Daimler und VW Zahlen zum dritten Quartal veröffentlichen. BMW ist dann nächste Woche dran.

Bleiben Sie deshalb unbedingt am Ball.

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Über den Autor
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Marco Schnepf

Börse aus Leidenschaft: Marco Schnepf analysiert seit Jahren das tägliche Geschehen an den Kapitalmärkten.

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