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Kupferpreis mit Raketenstart in 2023

Kupferpreis mit Raketenstart in 2023
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Inhaltsverzeichnis

​​​​​​​Der Kupferpreis hat nach einem volatilen Jahr 2022 ausgesprochen stark ins neue Jahr gestartet. Aktuell erscheint der Preis zwar angesichts der überaus heftigen Aufwärtsdynamik etwas überkauft und hat damit Korrekturpotenzial, doch mittel- und langfristig macht Kupfer eine wirklich gute Figur.

Kupferpreis: ein Raketenstart ins neue Jahr

Quelle: www.aktienscreener.com

Nach einem volatilen Jahr 2022, startet Kupfer megastark ins neue Jahr 2023.

Rezessionssorgen gegen die fundamentale Ausgangslage

Warum so schwankungsbegeistert, liebes Kupfer? Weil auf der einen Seite das Abflauen der wirtschaftlichen Aktivität im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der restriktiven US-Notenbankpolitik, als Antwort auf die verheerend hohe Inflation stand. Aber vor allem weil der weltweit größte Kupferverbraucher China im vergangenen Jahr im Covid-Lockdown gefangen war, was die wirtschaftliche Aktivität fast zum Stillstand gebracht hat.

Auf der anderen Seite steht aber nun die aktuelle fundamentale Ausgangslage:

  • China verbraucht nicht nur 55% des globalen Kupferangebots, sondern produziert auch 42% des weltweit verarbeiteten Kupfers. Aufgrund des Covid-Stillstands resultiert aus China ein Mangel an Nachschub.
  • In Peru, dem weltweit zweitwichtigsten Kupferproduzenten, wurde Präsident Pedro Castillo seines Amtes enthoben, als er versuchte, den Kongress des Landes aufzulösen und durch eine „Notstandsregierung“ zu ersetzen. Überdies gibt es bereits wieder Proteste in den Abbaugebieten. Kurzfristig könnte dies dazu führen, dass das Kupferangebot vorerst eingeschränkt bleibt.
  • Und auch aus Chile, dem weltweit größten Kupferproduzenten gibt es Hiobsbotschaften: So lehnte ein Komitee chilenischer Minister einen Antrag auf Kupferabbaugenehmigungen, aus Umweltgründen ab.
  • Darüber hinaus sieht man sich in Europa mit Lieferengpässen und, ebenso wie in den USA, mit einem deutlichen Abbau der Kupferbestände konfrontiert.

Die Tendenz ist deutlich: Massiver Rückgang der Kupferbestände an der LME

Quelle: kitco.com

Auch an der COMEX in den USA sieht es im Übrigen nicht besser aus.

Mittelfristig sorgt China für steigende Kupferpreise

Noch leidet China unter der aktuellen Corona-Welle nach der rabiaten Öffnung. Deshalb darf im besten Falle davon ausgegangen werden, dass Chinas wirtschaftliche Aktivität frühestens nach den Neujahrsfeierlichkeiten überhaupt erst wieder zu steigen beginnt. Bis sich dies ernsthaft in einem messbar steigenden Kupferkonsum niederschlägt dürfte also noch etwas Zeit vergehen. Das gibt dem Kupferpreis Zeit für eine Zwischenkorrektur und Ihnen dann Spielraum für den günstigen Einstieg.

Sobald Chinas Wirtschaft aber wieder Fahrt aufnimmt, dürfte dies dann auch die Kupferpreise massiv beflügeln. Insbesondere da Chinas Regierung den Immobiliensektor unterstützen wird.

Langfristig bleibt Kupfer als grünes Metall gefragt

Der langfristig stärkste Unterstützungsfaktor für die Kupferpreise bleibt aber sein Einsatz in allen Varianten der alternativen Energieformen. Kupfer findet sich hier überall, von Solarenergie, über Wind- und Wasserkraft, bis hin zu Elektroautomobilen und Brennstoffzellen. Ohne Kupfer also keine grüne Energiewende. Das ist, angesichts schädlicher Klimaveränderungen und des dringenden Erfordernisses an Energieautarkie, mehr als genug, um langfristig für steigende Kupferpreise zu sorgen.