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Volkswagen und Intel vor möglichen Börsengängen von Porsche und Mobileye

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Es mehren sich die Meldungen über geplante oder teils spekulierte Börsengänge bei namhaften Unternehmen. Diese Unternehmen selbst sind bereits an der Börse. So hat beispielsweise erst in der vergangenen Woche Daimler den Börsengang der Truck-Sparte des Konzerns erfolgreich vollzogen.

Nun überschlagen sich die Meldungen bei VW

Plant der ebenfalls im DAX gelistete Volkswagen-Konzern etwa Porsche an die Börse zu bringen? Direkt vorab: Ein Sprecher der Familien Porsche und Piëch, die Gerüchten zufolge auch bereits als Käufer von Anteilen zur Verfügung stünden, bezeichnete die Meldungen zunächst als reine Spekulation. Experten zufolge könnte jedoch durchaus etwas dran sein.

So sind die IPO-Pläne weiter ein brandaktuelles Thema. Dabei bereite VW ein Listing von Porsche – wohlgemerkt dem Sportwagenbauer und nicht die Porsche Holding – vor, um in diesem Zuge Kapital für den Umbau des Konzerns hin zur E-Mobilität einzusammeln.

Die Luxusmarke Porsche könnte 80 bis 105 Mrd. Euro an der Börse wert sein.

Volkswagen-Aktie profitiert

Ob die Gerüchte rund um einen möglichen Börsengang nun stimmen oder nicht, der VW-Aktie taten die Meldungen dennoch durchaus gut. Der Kurs macht einen spürbar freundlicheren Eindruck.

Wer weiß, vielleicht hilft die IPO-Fantasie, um den Abwärtstrend der VW-Vorzugsaktie der letzten Monate zu verlassen. Branchenexperten sind sich angesichts des eventuellen Szenarios uneins. Sehen einige darin operativ wenig Sinn, betrachten andere den Schritt als gut nachvollziehbar.

Auch Mobileye soll an die Börse!

Porsche kennt man. Mobileye sagt Ihnen auf Anhieb ggf. zunächst nichts. Das Unternehmen gehört zum US-Riesen Intel. Der Unterschied bezüglich der Nachrichten: Der Porsche-Börsengang ist (noch) rein spekulativ und unbestätigt. Intels Abspaltung der Tochter steht.

Dabei wird Intel hinsichtlich des geplanten IPOs Mitte 2022 eine Mehrheitsbeteiligung am israelischen Technologieunternehmen, welches Lösungen für Fahrerassistenz und autonomes Fahren entwickelt, behalten. Innerhalb der letzten vier Jahre seit der Mobileye-Übernahme durch Intel für 15 Mrd. Dollar konnte Mobileye ein beträchtlich wachsen, viele technische Innovationen hervorbringen und massive Investitionen tätigen.

Intel-Tochter bereits im Schatten des Konzerns sehr erfolgreich

Über den gegenwärtigen Gesamtwert von Mobileye wird derzeit gemunkelt. Gekauft für 15 Mrd. Dollar in 2017 durch Intel, werden hier Bewertungen in der Spanne von 25 Mrd. bis 50 Mrd. Dollar rumgereicht.

Kein Wunder, schließlich hat Mobileye im Bereich sogenannter ADAS-Systeme, ohne welche das autonome Fahren schlichtweg nicht möglich wäre, satte 80% Marktanteil und hält Verträge mit über 30 Top-Automarken. Intel und Mobileye wollen weiter als strategische Partner kooperieren. Ab dem Jahr 2024 sollen Fahrzeuge mit Selbstfahrsystemen von Mobileye ausgestattet werden.

Intel-CEO Pat Gelsinger betitelt die damalige Übernahme als großen Erfolg. Der Börsengang biete die beste Gelegenheit, Mobileyes Erfolge bei Innovationen auszubauen und auch Werte für Aktionäre schaffen zu können. Das Tech-Unternehmen habe seit der Intel-Übernahme beschleunigtes Wachstum nachgewiesen.

Auch diese Meldung führte – ähnlich wie bei VW – dazu, dass die Intel-Papiere einen kräftigen Sprung nach oben vollzogen und deutlich ins Plus liefen.