Gold als Absicherung gegen „fat tails“
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 31. August 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Wann immer der Goldpreis etwas zurückkommt - wie zuletzt, als er unter 1.200 Dollar je Feinunze fiel - empfehle ich zu kaufen.
Als der Preis zum ersten Mal auf über 1.000 Dollar stieg - wie lange ist das jetzt schon her? - da habe ich bezweifelt, dass ich ihn in meinem Leben noch einmal unter 1.000 Dollar erleben würde. Doch das war der Fall. Darauf stieg er wieder und hielt sich seitdem vierstellig.
Doch während sich das wirtschaftliche Puzzle immer weiter zusammensetzt, sieht es gleichzeitig so aus, als würden die Preise der Vermögenswerte deflationieren. Immobilien, Rohstoffe. Und Gold? Ja, sogar Gold könnte fallen.
Aber ich kaufe dieses Metall ja nicht, weil ich weiß, dass es steigen wird. Ich kaufe es, weil ich nicht weiß was passieren wird und weil Gold eine gute Sache ist, wenn man die Zukunft nicht voraussehen kann und den Leuten, die behaupten, dass sie es können, nicht besonders vertraut.
Wenn ich mit der Deflation falsch liege, dann werde ich bei Gold richtig liegen. Eine Inflation wird die Goldpreise in die Höhe treiben. Und wenn ich mit der Deflation richtig liege - dann wird der Stress und die Belastung für das gesamte finanzielle System so stark werden, dass es gut sein wird Gold als Absicherung zu besitzen.
Man bereut nicht, dass man eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, bloß weil man nicht stirbt. Wenn die Preise der Vermögenswerte fallen, steigt das Risiko eines „Fat Tail" Ereignisses. Ein Zusammenbruch..."Ein schwarzes Liquiditätsloch"...Mangel...Konkurse... Ich weiß nicht, was dann der beste Vermögenswert zum Halten ist, aber Gold ist mit Sicherheit nicht der schlechteste.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michael (31.08. 2010 09:37 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, ich stimme Ihnen zu, dass das Gold die beste Versicherung gegen den möglichen Zusammenbruch ist. Aber diese Versicherung ist gar Keine, weil das Gold vom Staat entweder enteignet werden könnte oder gegen Papiergeld ausgetauscht wird. Einen Prezedentsfall gab's doch bereits im Jahre 1933. Ich schätze alle Ihre Artikel sehr, aber nach meiner Meinung wäre beim Thema Gold nicht schlecht gleich auf die Gefahr einer Enteignung oder des Zwangumtausches zu sprechen und welche Optionen die Anleger haben das zu umgehen? Ihre Meinung bzw. Gedanken über das Thema wären für uns (Ihre Leser) sehr interessant.
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