Gold im langfristigen Aufwärtstrend

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Der Goldpreis wird sowohl durch Nachfrage- als auch durch Angebotsfaktoren bestimmt. Es gibt einige Faktoren auf der Nachfrageseite, die den Goldpreis kurzfristig bestimmen. Dazu gehört der Wert des US-Dollars gegenüber ausländischen Währungen und die Entwicklung der Erwartungen hinsichtlich der künftigen Politik der US-Notenbank Fed.

Daneben besteht aber auch ein langfristiger Nachfragefaktor in Form der Goldkäufe durch die Zentralbanken. Zudem hat auch das Angebot der Goldminen einen starken Einfluss auf den Goldpreis, der jedoch auch langfristig zutage tritt.

Gold im langfristigen Aufwärtstrend

Quelle: stockcharts.com

Zentralbanken als Goldkäufer bestimmen den übergeordneten Aufwärtstrend im Gold

Gold ist die älteste kontinuierlich genutzte Währung der Welt mit einer fast 5.000-jährigen Geschichte. Deshalb betrachten die Zentralbanken der Welt Gold eindeutig als Währung –  oder zumindest als Reservewährung – und dies vor allem, seit sie massiv durch die globale Finanzkrise 2008 aufgeschreckt wurden.

Die Jahre, in denen die Zentralbanken Zinssätze nahe Null oder sogar im negativen Bereich festlegten, in Verbindung mit quantitativer Lockerung (QE) führten schon nach der Finanzkrise zu einem wachsenden Misstrauen gegenüber anderen Fiat-Papiergeld-Währungen. Dies veranlasste viele Zentralbanken dazu, Gold den von den anderen Zentralbanken ausgegebenen Währungen vorzuziehen.

Interessanterweise können weder der jüngste Aufwärtstrend bei den Zinssätzen noch die Abkehr von der quantitativen Lockerung der letzten Jahre diese Bedenken zerstreuen.

Seit der Finanzkrise sind die globalen Zentralbanken auf der Hut und kaufen Gold

Quelle: CPM Group Gold Yearbook 2023, CME Economic Research Berechnungen, Bloomberg Professional (CPI INDX)

Seit der Finanzkrise ist den globalen Zentralbanken klar: Gold ist ihr sicherer Hafen

Die Goldkäufe der Zentralbanken seit der Finanzkrise stehen in starkem Kontrast zu der Zeit, in der die Zentralbanken von 1982 bis 2007 Nettoverkäufer von Gold waren. Dies bedeutet, dass die Zentralbanken vor der Finanzkrise Fiat-Papiergeld-Währungen wie dem US-Dollar, dem Euro, dem Yen, dem Pfund und dem Schweizer Franken als Währungsreserven mehr Vertrauen schenkten als Gold.

Dieses Verhältnis hat sich aber seitdem umgekehrt. Und es hat sich immer in Krisenphasen verstärkt, wie nach der globalen Finanzkrise ab 2009, nach der Eurokrise ab 2012, während der Corona-Pandemie und noch einmal seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Diese Tendenz wird sich mit großer Sicherheit auch 2023 fortsetzen, obwohl die Zinserhöhungen der Zentralbanken die Renditen von Fiat-Währungen auf den höchsten Stand seit 2007 steigen ließen.

Fazit: Die Währung Gold ist die sichere Alternative  

Die Zentralbanken sind nicht die einzigen, die Gold als Währung betrachten. Starke und durchgängig negative Korrelationen zwischen Gold und dem Dollar Index zeigen, dass auch Händler gewillt sind Gold als Alternative zum US-Dollar zu sehen. Das ist der Grund, weshalb ich nicht viel gebe auf die kurzfristigen Schwankungen aufgrund der sich täglich ändernden Signale hinsichtlich von Fed-Zinssenkungen. Mich interessiert, ob Gold auch in 2, 10 oder 20 Jahren noch eine wertvolle Anlage ist. Meine Antwort: Ja, das ist es.

Für Goldkäufe bieten sich die aktuellen Schwankungen an den Märken hervorragend an. Ebenso für Käufe von günstig bewerteten Goldaktien.