Wenn der Westen nachzieht geht die Gold-Party weiter

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Der Goldpreis sprang am Freitag auf ein neues Rekordhoch, sprang dann am Sonntag noch einmal sprunghaft um 75 US-Dollar nach oben, um dann ab Montag wieder abzugeben. Aber nicht nur Gold, sondern alle Märkte werden derzeit hektisch gehandelt. Mit anderen Worten: Es ist etwas im Gange – und kluge Anleger sollten darauf vorbereitet sein.

Was zu erwarten war: Korrektur im Goldpreis nach überkauftem Zustand

Quelle: stockcharts.com

Gold bleibt dennoch im Bullentrend.

Gold-Rallye ohne den Westen

Wenn man bedenkt, dass der Preisanstieg vom vergangenen Wochenende größtenteils auf einen geopolitischen Krisenherd zurückzuführen ist (falls Sie es nicht mitbekommen haben sollten: die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben im Roten Meer einen US-Zerstörer angegriffen), muss man sich klar machen, dass dieser keinen Einfluss auf die längerfristigen Fundamentaldaten von Gold hat.

Mit einer Ausnahme: Die offenen Feindseligkeiten wecken wohl Sorgen in Staaten die nicht zum westlichen Dunstkreis zählen hinsichtlich dessen, wie lange sich die USA wohl noch an so vielen Fronten provozieren lassen werden. Weil dies wiederum die Sorgen unterstützt, die USA könnten in einem wirtschaftlichen Rundumschlag (als Herrin über die US-Leitwährung) zurückschlagen, kauft man offensichtlich zur Absicherung Gold – in jedem Land, das vielleicht etwas zu befürchten hat. Und nicht nur da….

Und das ist der eigentliche Knackpunkt an der Goldrallye, wie sie schon eine Zeit lang läuft (nicht nur der Sprung aufs Rekordhoch vom Wochenende):

Diese Goldrallye läuft größtenteils ohne die westlichen Anleger.

Das bedeutet aber auch, dass hier noch sehr viel Kapital nicht im Gold gebunden ist, da eben viele Anleger noch nicht im Gold investiert sind.

Die gesamten ETF-Goldbestände müssen noch deutlich auf den steigenden Goldpreis reagieren.

Das sind tatsächlich sehr gute Nachrichten für den Goldpreis, da noch sehr viel „Munition“ für diese Goldrallye nicht genutzt wurde.

Diese Tatsache, ist mittelfristig einer der wichtigsten Gründe, für eine Fortsetzung der übergeordneten Goldrallye.

Westen – Wann ziehst Du nach?

Zudem sehen wir aktuell auch noch eine Erholung des Dollar-Index und steigende US-Staatsanleiherenditen, da der Markt zuletzt einige hartnäckig hawkische Kommentare von US-Notenbank-Präsident Jerome Powell verdaut.

Für Gold würde mich in den nächsten Tagen eher wenig überraschen, aber ich bleibe für die Zukunft äußerst optimistisch für Gold. Die Anleger überschlagen sich fast bei dem Versuch, eine Kehrtwende der Fed einzupreisen bzw. eine Rezession vorherzusehen auf welche die Fed dringend reagieren muss. Und schließlich wird der Fed am Ende nichts anderes übrig bleiben.

Gold wird dann auch im Westen einer der größten Nutznießer dieser Kehrtwende sein. Man darf auch nicht vergessen: Gold hat sich mit bemerkenswerter Widerstandsfähigkeit entwickelt, als die Fed die Zinsen erhöhte und die Realzinsen stiegen. Wenn diese Belastungsfaktoren erst weg sind, werden die westlichen Anleger den östlichen Brüdern folgen und der Goldpreis kann in hieb- und stichfeste Höhen emporschießen.

Aktuell würde ich Ihnen empfehlen: Beobachten und günstig einsteigen, so lange es noch geht.