Der Wert des Goldes
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Gold als Geldanlage
vom 11. Mai 2011, 20:30 Uhr
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Heute möchte ich, wie versprochen, mit dem Gold weitermachen. Doch bevor ich auf die Saisonalitäten im Gold zu sprechen komme, möchte ich Ihnen zuvor noch etwas anderes zeigen.
Gold als Mittel der Werterhaltung
Sie mögen sich erinnern: gestern hatte ich darüber geschrieben, warum Gold gekauft wird. Die Antwort ist einfach: aus einem Schutzbedürfnis heraus! Das wissen wir...Gold war, ist und wird wohl auch immer ein Mittel der Werterhaltung sein.
Dabei kommt es nicht so sehr auf kurzzeitige Preisschwankungen an und noch nicht einmal so sehr darauf welcher Wert dem Gold beigemessen wird, denn, obwohl natürlich in Phasen der Verunsicherung dem Schutzbedürfnis mehr Rechnung getragen wird, als in Phasen relativer Sicherheit, bleibt der eigentliche, ich sage es einmal so, Grundwert doch langfristig immer irgendwie erhalten. Gold hat einfach immer einen Wert, das weiß jeder, denn Gold ist eben Gold wert.
Eigentlich kommt es bei der Messung des Wertes von Gold also viel eher darauf an, welcher Wert dem Gut beigemessen wird, in welchem der Wert von Gold gemessen werden soll. Also zum Beispiel der Wert von Papiergeldwährungen.
Sehen wir uns mal folgenden Chart an, der das Verhältnis von USD-Index zu Gold wiedergibt:
USD-Index:Gold seit 2008
Quelle: stockcharts.com
Eigentlich nicht verwunderlich diese Entwicklung, denn wir wissen ja, dass der Goldpreis in USD einen kontinuierlichen Aufwärtstrend verfolgt. Umgekehrt aber sehen wir hier, wie sich der Wert des USD gegenüber Gold stetig verringert.
Das ganze funktioniert natürlich auch mit dem Euro...sehen wir uns also das Verhältnis von Euro-Index zu Gold an:
EUR-Index:Gold seit 2008
Quelle: stockcharts.com
Auch hier das gleiche Bild! Also völlig unabhängig von der Entwicklung des Euro gegenüber dem US-Dollar, können wir festhalten, dass die Marktteilnehmer sich zwar (wie ich mich gestern hinreißen ließ, zu schreiben...und es heute wieder tun werde) nicht wirklich zwischen Pest und Cholera (oder EUR und USD) entscheiden können, dafür aber ganz klar eine Entscheidung zugunsten der "Metall-Währung" Gold getroffen haben.
Besonders interessant ist auch dieser hier:
S&P 500: Gold seit 2008
Quelle: stockcharts.com
Interessant, nicht wahr?! Wir wissen zwar alle, dass sich der S&P 500 seit dem Tief in 2009 schon wieder extrem dynamisch erholt hat und inzwischen nicht mehr weit von seinen Hochs in 2008 notiert, doch der Vergleich mit dem Goldpreis sagt eigentlich etwas anderes aus. In diesem Vergleich hinkt der S&P gewaltig hinterher und befindet sich mitnichten auch nur irgendwo in der Nähe seiner 2008er Hochs. Stattdessen könnte man freundlicherweise eher von einer anhaltenden Konsolidierung seit 2009 sprechen. Tja, was soll ich sagen?!....Was man nicht alles bewirken kann, mit Papiergeldwährungen en masse...
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Wolfgang Schmid (12.05. 2011 17:01 Uhr):
Sehr geehrte Frau Kraus, gerne glaube ich, was Sie schreiben. Die Charts zum "Wert des Goldes" kapier ich allerdings nicht. Ansonsten: Ihre daily news lese ich am liebsten! Sie machen sich ja ganz schön viel Arbeit! Beste Grüße WS
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