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Nur Geduld: Diese Wasserstoff-Aktie hat Rendite-Potenzial!

Inhaltsverzeichnis

Klammert man die allgemeine Unsicherheit am Aktienmarkt infolge der steigenden Zinsen und Rezessionsangst aus, lief es für die Wasserstoff-Firma Plug Power zuletzt durchaus erfreulich.

Zunächst hatte der US-Kongress das neue Infrastrukturprogramm von Präsident Joe Biden verabschiedet. Darin enthalten sind beispielsweise hohe Förderungen zum Ausbau der Wasserstoffwirtschaft. Entsprechend darf sich Plug Power als US-Hersteller von Brennstoffzellen und Anbieter von Elektrolyseanlagen auf starke politische Rückendeckung einstellen.

Amazon will bei Plug Power Wasserstoff im großen Stile einkaufen

Vor wenigen Tagen flatterte dann sogleich der erste neue Großauftrag ins Haus. Vielleicht haben Sie es auch schon in den Medien gelesen: Niemand geringeres als der Tech-Gigant Amazon hat nun bei Plug Power Wasserstoff bestellt.

Man wolle Amazon dabei helfen, seine Klimaziele zu erreichen, schrieb die Wasserstoff-Firma in der entsprechenden Pressemitteilung. Konkret wird der E-Commerce-Gigant ab 2025 pro Jahr 10.950 Tonnen an „grünem“ Wasserstoff abnehmen – und das auf langfristiger Basis.

Tatsächlich arbeiten Amazon und Plug Power schon seit Längerem zusammen. Dabei ging es bislang vor allem um die Intralogistik – also etwa um Gabelstapler in Amazons Logistikzentren. Seit 2016 hat Plug Power für diese und andere Amazon-Maschinen 15.000 Brennstoffzellen geliefert.

Der neue Vertrag soll das Ganze nun erweitern. So plant Amazon unter anderem Brennstoffzellen-LKWs und Brennstoffzellen-Stromerzeugungsanlagen. Die Vereinbarung mit Plug Power spiele eine Schlüsselrolle beim Erreichen der eigenen Klimaziele, betonte Kara Hurst, bei Amazon für den Bereich Nachhaltigkeit zuständig.

Amazon sichert sich Zugriff auf Aktienpaket

Dabei ist der Liefervertrag längst noch nicht alles. So hat sich Amazon eine Option gesichert, um bis zu 16 Millionen Stammaktien der Wasserstoff-Firma zu kaufen.

Der Optionsschein soll vollständig realisiert werden, sobald der Tech-Konzern 2,1 Milliarden Dollar für Produkte von Plug Power ausgegeben hat. Neben dem reinen Wasserstoff sind dabei auch Brennstoffzellen und Elektrolyseure inkludiert.

US-Subventionen: Boost für Plug Power

Sie sehen also: Plug Power bekommt einen starken Partner an seine Seite, der zudem noch sehr langfristig plant. Dass sich Amazon hier für ein US-Unternehmen entschieden hat, dürfte mit Blick auf die geplante staatliche Förderung naheliegen.

So will das Weiße Haus für jedes in den USA erzeugte Kilogramm Wasserstoff eine Steuergutschrift von 3,0 Dollar gewähren. Dadurch soll der Wasserstoff günstiger und Abnehmer wie eben Amazon dazu ermutigt werden, auf den klimaschonenden Energieträger aus heimischer Produktion zu setzen.

Da verwundert es kaum, dass Plug Power inzwischen auch andere US-Großkunden an der Angel hat. Darunter der Handelsriese Walmart, der ebenfalls Wasserstoff und Brennstoffzellen im großen Stile abnehmen will.

Aber auch über die USA hinaus gibt es für Plug Power hohes Potenzial. So hatte man erst kürzlich eine Kooperation mit diversen südkoreanischen Unternehmen geschlossen, um gemeinsam den „grünen“ Wasserstoff auf internationaler Ebene voranzubringen.

Q2-Zahlen: Hohe Kosten belasten

Der Vertrag mit Amazon ist für Plug Power ein Ritterschlag und ein Vertrauensbeweis erster Güte. Den kann die Wasserstoff-Firma derzeit jedenfalls gut gebrauchen. So konnte man im zweiten Quartal den Umsatz zwar um 21 Prozent auf rund 151 Millionen Dollar steigern. Der Nettoverlust aber war mit 0,30 Dollar je Aktie deutlich höher als Analysten im Konsens erwartet hatten (-0,19).

Natürlich wird auch Plug Power von den inflationären Kosten belastet. Hinzu kommen die hohen Investitionen, die die Wachstumsfirma stemmen muss. Plug Power ist bis dato also vor allem eines: Zukunftsmusik. Bis das Unternehmen die Kaufverträge etwa mit Amazon in reale Umsätze und sogar Gewinne ummünzen kann, werden noch viele Jahre vergehen.

Hinzu kommen die aktuellen Störfaktoren am Aktienmarkt – vor allem die Angst vor schnell steigenden Zinsen, die gerade bei investitionsstarken Firmen wie Plug Power die Finanzierung teurer machen.

Plug Power-Aktie: Analysten sind begeistert

Doch all das sind Stolpersteine, die Plug Power durchaus bewältigen kann. Einfach weil die langfristige Perspektive grandios ist. Und so sehen die meisten Analysten für die Aktie noch ordentlich Luft nach oben. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt laut Marketscreener bei rund 37 Dollar. Zum Vergleich: Der Schlusskurs am 26. August pendelte sich bei etwa 29 Dollar ein.

Colin Rush von der Investmentbank Oppenheimer hält gar ein Kursplus auf 63 Dollar für möglich – und das innerhalb von nur 12 Monaten. Trotz des makroökonomischen Gegenwinds sei Plug Power hervorragend aufgestellt und ein wichtiger Wegbereiter der Wasserstoffwirtschaft. Zudem könne das Unternehmen seine Kosten durch mehr Automatisierung und die Skalierbarkeit seiner Produkte auf Dauer erheblich reduzieren, so Rush.

Mein Fazit für Sie

Die Plug Power-Aktie bleibt meiner Meinung nach für Aktionäre mit einem langen Anlagehorizont sehr interessant. Die langfristigen Perspektiven im Wasserstoff-Markt sind schlicht fantastisch – daran werden auch die aktuellen konjunkturellen Dellen nichts ändern. Mit ausreichend Geduld und einem möglichst lukrativen Einstiegskurs kann Ihnen die Aktie also satte Renditen einbringen.