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Kupfer: Der Basisrohstoff unserer modernen Welt

Kupfer wird in der Presse oft als „das neue Erdöl“ bezeichnet. Denn die Kupfernachfrage wird vor allem von zwei Dingen getrieben.

Beide haben damit zu tun, dass Erdöl aus Klimaschutzgründen als Energieträger schrittweise von unserer Welt verschwinden muss: Elektromobilität und der Ausbau erneuerbarer Energien.

Das beginnt beim Kupferbedarf für Elektroautos. Je nachdem, welche Studie Sie lesen, ist die Rede davon, dass für ein E-Auto zwischen 3-mal und 5-mal so viel Kupfer benötigt wird wie für einen Verbrenner.

Die Hälfte davon steckt in der Batterie, denn ein Lithium-Ionen-Akku besteht zu 18 % aus Kupfer. Der Rest verteilt sich auf Komponenten wie Antriebsenergiespeicher, Elektromotor, Hochvoltbordnetz und Leistungselektronik.

Auch ein Plug-in-Hybrid benötigt etwa doppelt so viel Kupfer wie ein Auto mit Benzinmotor. Da in den nächsten Jahren mit einem immer höheren Anteil von Hybrid- und reinen Elektroautos zu rechnen ist, baut sich hier eine stetig steigende Nachfrage auf.

Erneuerbare Energien benötigen mehr Kupfer

Die Energiewende treibt die Kupfernachfrage gleich auf mehrfach an: Für die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien wird etwa 4- bis 5-mal so viel Kupfer benötigt wie für die Produktion aus fossilen Energien.

Das Energie-Beratungsunternehmen Wood MacKenzie prognostiziert, dass allein für Windturbinen weltweit bis 2028 über 5,5 Millionen Tonnen Kupfer gebraucht werden.

Außerdem muss viel Strom gespeichert werden, weil die erneuerbaren Energien nicht immer gleichmäßig zur Verfügung stehen. Hier kommen also wieder Batterien mit Kupferanteil ins Spiel.

Auch weltweit treiben verschiedene Projekte die Kupfernachfrage nach oben. Joe Biden fördert beispielsweise in den USA massiv die Elektromobilität und möchte, dass 2030 jeder zweite Neuwagen ein E-Auto ist.

Und bei Infrastrukturprojekten wie neuen Stromleitungen kommen neben Aluminiumleitungen nach wie vor auch Kupferleitungen zum Einsatz.

Kupfer ist der Basisrohstoff unserer modernen Welt

Darüber hinaus gibt es eine steigende Basisnachfrage nach Kupfer für die Produktion von Elektronik. Kupfer steckt in jedem Elektrogerät und jedem Halbleiter. Es ist der Basisrohstoff schlechthin für unsere moderne Welt, in der Elektronik und Digitalisierung eine immer größere Rolle spielen. Es gibt also zahlreiche Faktoren, die dafürsprechen, dass die Kupfernachfrage in den nächsten Jahren weiter steigt.

Die schnell steigende Nachfrage kann jedoch nicht so einfach durch ein ebenso schnell steigendes Angebot ausgeglichen werden.

Denn der Ausbau von Kupferminen braucht Zeit, und in den letzten Jahren haben viele Produzenten sowohl ihre Produktion als auch ihre Investitionen in neue Kupferminen deutlich reduziert.

Eine steigende Nachfrage bei beschränktem Angebot kann den Kupferpreis weiter nach oben treiben

Zwar spielt auch recyceltes Kupfer eine große Rolle. In der EU stammt beispielsweise 44 % der Kupfernachfrage aus aufbereitetem Kupferschrott.

Trotzdem wird der immense Nachfragezuwachs nicht zu bewältigen sein, wenn nicht auch die Produktion ausgeweitet wird.

Es spricht also vieles dafür, dass bei Kupfer in den nächsten Jahren die Nachfrage schneller steigt als das Angebot und der Kupferpreis.

Profitieren können Sie davon vor allem mit den Aktien von Kupferproduzenten.

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Über den Autor
170407 Invest Stefan Lehne 72 10
Stefan Lehne

Stefan Lehne ist der Unternehmer unter den Börsenexperten. Schon während seines BWL-Studiums in den 1990er-Jahren gründete er seine erste Firma, die er nach wenigen Jahren erfolgreich in die USA verkaufte.

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