Euro Krise

Schulden, Arbeitslosigkeit, Bankrott? – Krasse Fakten zur Euro-Krise

Es wurde schon viel geschrieben über die Euro-Krise. Unsere Redaktion hat für Sie einige Fakten zusammengetragen, die Sie teilweise überraschen werden.

Lassen Sie Ihre Freunde und Bekannten diese Fakten auch sehen...
  • Die Maastrichtgrenze für das BIP der Euroländer liegt bei -3 %. Mehr als die Hälfte der Euro-Länder liegt über dieser Grenze. Am weitesten Irland mit -7,3%. Der Euroländer-Durchschnitt liegt bei -2,8%. (Quelle)

Grafische Darstellung der Verschuldungsgrade 17 Euro-Länder

 

  • Die EU-Länder machten 2012 insgesamt 576 Milliarden Euro neue Schulden. Mittlerweile sind das zusammen Verbindlichkeiten von gut elf Billionen Euro (11.000.000.000.000). (Quelle)
  • Das Vertrauen in die Institution EU ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt: In Deutschland ist die Zahl der EU-Gegner seit der Euro-Krise von 36 auf 59 Prozent gestiegen. (Quelle)

Proteste in Spanien - Das Vertrauen in die Institution EU sinkt!

Immer mehr Menschen gehen in Spanien aus Verzweiflung auf die Straße und demonstrieren gegen die Euro-Spar-Politik. (Quelle: Pedro Rufo @ shutterstock.com)

  • Geld ausgeben statt Sparen? – Kollegen des US-Nobelpreisträgers Kenneth Rogoff fanden einen Rechenfehler in seiner Studie. Fazit: Der angebliche Sparkurs in der Eurozone beruhe auf falschen Grundlagen – Ausgeben sei demnach besser als Sparen! (Quelle)
  • Sparvorbilder? - Die Staatsquoten in der Eurozone liegen zwischen 40 und knapp über 50 Prozent - die Eurostaaten haben 2012 über sieben Prozent mehr ausgegeben als eingenommen. (Quelle)

 

Die Jugend trifft´s am schlimmsten

  • Im Verlauf der Euro-Krise ist die Jugend-Arbeitslosigkeit zwischen 2008 und 2012 drastisch angestiegen. In Deutschland sank die Zahl seit 2008 um 2,4 Prozent: (Quelle)

 

Land                
Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit zwischen 2008 und 2012Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den Älteren
Griechenland28,4 % (auf 58,4%)13,8%
Spanien28,4% ( auf 55,7%)12,9%
Italien13,4% (auf 37,8%)0,9%
DeutschlandZahl der arbeitslosen Jugendlichen sank seit 2008 um 2,4 %Zahl der arbeitslosen Älteren sank seit 2008 um 2,0 %

 

  • Die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone liegt bei zwölf Prozent. Im laufenden Jahr ist mit einem Anstieg der durchschnittlichen Arbeitslosenquote auf 12,2% zu rechnen.

Arbeitslosigkeit in der EU erreicht trauriges Rekordhoch

Arbeitslosigkeit trifft auch immer mehr junge und gut ausgebildete Menschen. (Quelle: Pojoslaw @ shutterstock.com)

  • 19,071 Millionen Männer und Frauen der Euro-Zone waren im Februar arbeitslos – Trauriger Rekord seit Einführung des Euro im Jahr 2002. Insgesamt haben in der EU 26,338 Millionen Menschen keine Arbeit. (Quelle)
  • 500.000 von zwei Millionen Festangestellten bei privaten Unternehmen haben seit Monaten keine Löhne mehr bekommen.

 

Schuldenkrise fordert immer mehr Opfer

  • Wie groß muss die Verzweiflung sein? – In Griechenland infizieren sich Menschen absichtlich mit HIV, um vom Staat Sozialhilfe zu bekommen. Gesund und ohne Job, gibt’s vom Staat, unabhängig vom vorherigen Verdienst, monatlich etwa 400 Euro – für ein Jahr. Danach gibt es keinen Cent mehr.
  • Griechenland verzeichnet den höchsten Anstieg der Selbstmordrate: Anfang 2010 haben sich weit über 2000 Griechen das Leben genommen. Regierungsangaben zufolge, ist die Suizidrate allein im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen. (Quelle 1, Quelle 2)
  • Tragische Szenarien: Allein in Spanien haben sich 2012 an die 13 Personen im direkten Zusammenhang mit der Euro-Krise das Leben genommen, so die Organisation Teléfono de la Esperanza. (Quelle)
  • Wie soll es weitergehen? – Mehr und mehr junge Italiener wandern aus: Italiener nennen es cervelli in fuga, ‘Gehirne auf der Flucht‘. Von 22.988 Italienern mit Hauptwohnsitz in München, kamen über 1000 im Jahr 2012 nach München, viele von ihnen zwischen 21 und 36 Jahren. (Quelle)
  • Die für viele nicht durchschaubare Eurokrise ängstigt die Deutschen - 69% der Bevölkerung ist aber noch für den Euro. (Quelle)
  • Opfer der Finanzmärkte – Irland, das zunächst keine Defizite, sondern Überschüsse im Haushalt verzeichnete, musste von der EU und dem IWF mit 85 Mrd. Euro unterstützt werden. (Quelle)
  • Die Euro-Zone steckt in größeren Schwierigkeiten denn je – Schuldenkrise, Bankenkrise und nun die Realwirtschaftskrise. Die Krise wird laut dem Ökonom Thomas Mayer noch einige Jahre andauern. (Quelle)

 

Mythos oder Wahr – Was ist dran am faulen reichen Griechen?

  • Von wegen faul! Die tatsächliche Wochenarbeitszeit - abzüglich Mittagspausen - lag in Griechenland vor der Krise laut Eurostat bei 44,3 Stunden, 3,3 Stunden mehr als in Deutschland. Der EU-Durchschnitt liegt bei 41,7 Stunden. Im Jahresverlauf arbeiten die Deutschen durchschnittliche 1.390 Stunden, in Griechenland sind es 2.119 Stunden. (Quelle)
  • Der Urlaubsanspruch griechischer Arbeitnehmer liegt bei 23 Tagen im Jahr. Die Deutschen haben 30 Tage Urlaub, so viel Freizeit hat kein anderer Arbeitnehmer in Europa! (Quelle)
  • Deutsche Männer gehen im Durchschnitt mit 61,8 Jahren in Rente, griechische mit 61,9. Dabei beträgt die Durchschnittsrente bei den Griechen 55% des Durchschnitts der Euro-Zone: 2007 waren es 617 Euro. Die Mehrzahl muss mit weniger als 600 Euro im Monat auskommen.

 

Schäfchen ins Trockene bringen

  • Die Sorge der Menschen führt zu skurrilen Rettungsaktionen: Erst Anfang April versuchte eine italienische Familie, in ihrem Auto 110 Kilogramm Gold, im Wert von mehr als vier Millionen Euro, über die Schweizer Grenze zu schmuggeln. (Quelle)
  • Datenreihen, die in Basel analysiert werden, zeigen an, dass die weltweiten Kapitalströme die Richtung ändern. Verängstigte Sparer aus den Krisenländern Südeuropas etwa, transferieren Kapital nach Deutschland, um ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. (Quelle)
  • 1, 2, 3 – Sperre vorbei! Trotz geschlossener Schalter konnten Zyperns Reiche angeblich große Summen von der Insel schaffen: Bankchefs und Kundenberater sollen für einflussreiche Großeinleger Ausnahmen von der Sperrung des Bankgeschäfts gemacht haben. (Quelle)
  • Cybergeld-Boom dank Euro-Krise! Der Wert der Hackerwährung Bitcoin ist in den vergangenen Wochen rasant gestiegen. Besonders Spanier investieren aus Angst um ihr Geld in die Online-Währung Bitcoin. Das im Umlauf befindliche Cybergeld ist inzwischen fast 980 Millionen Dollar wert.

Alternativ-Währung: Bitcoins

von
Tom Firley
Tom Firley

Tom Firley ist einer der anerkanntesten Börsenexperten und Charttechniker Deutschlands. Tausende Privatanleger profitieren täglich von seinem Investors Daily.

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Kommentar von Fabian Metzner

Schöner Anzug!

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