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GEA Group –positive Überraschung bei Umsatz und Gewinn

Inhaltsverzeichnis

Der im MDAX notierte Maschinenbau-Konzern GEA Group trotzt dem zunehmend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld und steigert im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn deutlich. Die Prognose fürs Gesamtjahr bleibt deshalb unverändert.

Wilde Achterbahnfahrt für GEA-Aktionäre

Die Aktionäre des Düsseldorfer Systemanbieters für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie haben in den letzten Jahren einen ziemlich wilden Ritt absolviert. Nachdem die Aktie im September 2016 ihren bisherigen Höchststand bei knapp über 50 Euro erreicht hatte, brach sie keine zwei Monate später auf 33 Euro ein.

Trotz diverser Gegenbewegungen ging es in den folgenden Jahren weiter nach unten, im Januar 2019 sogar unter 20 Euro. Einem Erholungsversuch bis auf 30 Euro setzte im März 2020 die Corona-Pandemie ein jähes Ende, die Aktie sank unter 17 Euro. Es folgte eine wundersame Auferstehung, Ende Dezember 2021 notierte der GEA-Anteilsschein bei 49 Euro und damit nahe seines historischen Hochs.

Doch seitdem ging es als Folge der zahlreichen weltweiten Krisen wieder deutlich abwärts, derzeit notiert die Aktie bei gut 35 Euro. Die überzeugenden aktuellen Quartalszahlen lassen Anleger darauf hoffen, dass es zukünftig vermehrt Kursaufschläge zu verzeichnen gibt.

Robustes Umsatz- und Gewinnwachstum

Im am 30. Juni 2022 beendeten zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022 steigerte GEA den Umsatz im Vorjahresvergleich um 10 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro. Das organische Wachstum erreichte mit 8,9 Prozent den höchsten Wert seit einem Jahrzehnt. Fast alle Unternehmensbereiche trugen zur Umsatzsteigerung bei. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um 9 Prozent auf 167 Millionen Euro, die EBITDA-Marge blieb mit 13,2 Prozent auf hohem Niveau stabil (Vorjahresquartal: 13,3 Prozent).

Die durchschnittlichen Markterwartungen wurden damit sowohl beim Umsatz als auch beim EBITDA leicht übertroffen. Das Konzernergebnis veränderte sich kaum, es lag bei 76,7 Millionen Euro (Vorjahr: 76,9 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie blieb folglich unverändert bei 43 Cent, während der Auftragseingang um 8,5 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro anstieg (organisch: plus 6,7 Prozent).

Stabile Prognose trotz vieler Unsicherheitsfaktoren

Obwohl ein herausforderndes Umfeld mit Inflations- und Zinssorgen, dem Ukraine-Krieg, Lieferkettenproblemen und der Corona-Pandemie für Unsicherheit sorgt, rechnet das Management von GEA damit, seine Jahresziele zu erreichen. Angestrebt werden weiterhin ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent und ein EBITDA (vor Restrukturierungsaufwand zu konstanten Wechselkursen) zwischen 630 und 690 Millionen Euro. Der Return on Capital Employed (ROCE) soll 24 bis 30 Prozent erreichen. Die GEA-Aktie reagiert positiv auf die Quartalszahlen und legt im deutschen Vormittagshandel um über 3 Prozent auf knapp 37 Euro zu.