DAX hat Allzeithoch wieder im Blick

Inhaltsverzeichnis

Nach der Euphorie mit rund 15 Prozent Kursplus binnen 6 Wochen ist der DAX Mitte Dezember auf ein neues Allzeithoch geklettert und hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 17.000 Punkten geknackt. Seitdem befand sich der deutsche Leitindex in einer kleinen Korrektur. Mit dem Plus der letzten Tage scheint ein neues Allzeithoch nun wieder in Reichweite. Kurz vor dem Wochenende notiert der DAX bei etwa 16.940 Punkten (Stand: 26. Januar 2024, ca. 11.30 Uhr).

Für positive Stimmung haben zuletzt die Rekordstände an der Wall Street gesorgt – vor allem die Tech-Werte haben die Börsen angeschoben. Auch die gestrige EZB-Sitzung hat den Anlegern nicht die Stimmung verhagelt. Die Hoffnung auf zeitnahe Zinssenkungen bleibt bestehen. Bis dahin ist noch Geduld gefragt und die Erwartungen sind zum Teil schon eingepreist. Aber: Die 17.000 hat der DAX jetzt wieder fest im Blick.

EZB: Keine Änderung beim Leitzins

Wenig überraschend hat die Europäische Zentralbank den Leitzins bei der ersten Sitzung in 2024 auf 4,5 Prozent belassen. EZB-Chefin Christine Lagarde betonte – ebenfalls wie erwartet – dass es noch etwas verfrüht sei, über Zinssenkungen zu sprechen. Die Zentralbank hat in der Vergangenheit mehrfach betont, dass Preisstabilität ihr oberstes Ziel ist. Und bei der Inflation ist der Kampf noch nicht entschieden, im Dezember ist die Teuerungsrate in der Eurozone wieder leicht gestiegen.

Bezüglich Zinssenkungen müssen sich Anleger entsprechend wohl noch etwas gedulden. Einige Experten rechnen damit, dass im April soweit sein könnte – andere rechnen mit einem späteren Zeitpunkt für die erste Leitzinssenkung. An den Märkten sind diese ein Stück weit bereits eingepreist. Dennoch dürfte ein tatsächlicher Wendepunkt bei der Geldpolitik auch an den Börsen etwas auslösen und den DAX beflügeln.

Das Rekordhoch beim DAX ist nah

Bis es Impulse durch Leitzinssenkungen gibt, sind neben den frischen Unternehmenszahlen auch die Vorgaben von der Wall Street von Bedeutung. Während die SAP-Aktie als Schwergewicht im DAX dem Leitindex zuletzt Aufwind gegeben hat, hat beispielsweise der Chip-Gigant Intel nun eher enttäuscht.

Der Sprung zu einem neuen Allzeithoch inklusive der nachhaltigen Überschreitung der Marke von 17.000 Punkten ist nicht mehr weit. Ob das in den kommenden Handelstagen zur Realität wird, hängt von verschiedenen Faktoren – nicht zuletzt den Vorgaben aus den USA – ab. So oder so bleiben die Aussichten positiv: Spätestens, wenn die Leitzinsen tatsächlich gesenkt werden, ist ein neues Allzeithoch beim DAX gut möglich.