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Dax: Die Woche der Wahrheit

Inhaltsverzeichnis

In der vergangenen Woche brachten erst die Zinsentscheidungen der Notenbanken und schließlich der „große Hexensabbat“ den Dax ordentlich in Bewegung. Gleich mehrfach markierte der Leitindex neue Rekordstände. Wieviel von dem Schwung in die neue Handelswoche hinübergerettet werden kann und ob sich die jüngste Rally als nachhaltig erweist, werden die nächsten Tage zeigen.

Dax verliert Schwung und schließt im Minus

Zum Wochenauftakt nahmen Investoren jedenfalls erst einmal den Fuß vom Gaspedal: Nach den hohen Gewinnen der Vorwoche rutschte der Dax am Montag ins Minus und ging mit einem Minus von knapp 1 Prozent bei 16.201 Zählern aus dem Handel.

Zum Vergleich: Das letzte Rekordhoch vom Freitag lag bei 16.427 Punkten. Impulse von den US-Börsen blieben zum Wochenauftakt aus, die Wall Street blieb wegen eines Feiertags geschlossen.

Sartorius Aktie tiefrot: Anleger geschockt über Gewinnwarnung

Bei den Einzelwerten sorgte der Laborausstatter Sartorius für Aufsehen. Das Unternehmen hatte während der Pandemie gute Geschäfte gemacht und kämpft nun mit der Normalisierung des Geschäfts. Am späten Freitagabend hatte der Dax-Konzern nun überraschend eine Gewinnwarnung herausgegeben und damit die Anleger geschockt – denn die konzerneigenen Erwartungen bewegen sich noch unterhalb der ohnehin schon wenig rosigen Erwartungen der Märkte.

Am Montag ließen Investoren die Sartorius Aktie massenhaft fallen wie eine heiße Kartoffel: Der Kurs stürzte um rund 15 Prozent in die Tiefe und verzeichnete mit unter 300 Euro den niedrigsten Wert seit knapp 3 Jahren.

Analystenkommentare sorgen für Bewegung

Ebenfalls unter Druck standen die Anteilsscheine von BASF nach einem negativen Analystenkommentar. Die britische HSBC nahm ihre Kaufempfehlung für die Aktie des Chemiekonzerns zurück und warnt vor einer möglichen Absenkung der Jahresziele. Die BASF Aktie verlor bis zum Schlussgong rund 3,6 Prozent. Auch andere Chemiewerte gerieten in den Abwärtsstrudel, so gab etwa auch der Kurs von Covestro um 3,5 Prozent nach.

In einer an Konjunkturdaten und sonstigen Impulsen eher armen Handelswoche rücken Analystenstimmen verstärkt in den Fokus, und das nicht nur im negativen, sondern auch im positiven Falle. So profitierte Beiersdorf von einem Kommentar der französischen Société Générale, die das Papier nach einer Verkaufs- nun mit einer Kaufempfehlung einstuft. Die Beiersdorf Aktie legte um 0,6 Prozent zu und nähert sich damit wieder ihrem Rekordhoch an, das sie bei einem Kurs von 128,60 Euro Anfang Mai erzielt hatte.

Internationale Luftfahrtmesse in Paris eröffnet – MTU und Airbus im Fokus

Zum Auftakt der internationalen Luftfahrtmesse in Paris, bei der traditionell milliardenschwere Aufträge von Airlines an Flugzeug- und Triebwerkshersteller vergeben werden, standen am Montag auch Aktien des deutsch-französischen Flugzeugbauers Airbus und des Münchener Triebwerksherstellers MTU im Fokus der Anleger.

Die MTU Aktie sicherte sich mit einem Aufschlag von 3,8 Prozent die Spitzenposition im Dax, nachdem das Unternehmen seine Jahresprognose nach oben korrigiert hat. Die Airbus Aktie konnte den steilen Anstieg aus dem frühen Handel nicht in den Nachmittag retten und ging mit einem leichten Aufschlag von knapp 0,2 Prozent aus dem Handel.

MDax-Zusammensetzung: Stühlerücken in der zweiten Reihe

Neuerungen gab es im MDax: Die zweite Reihe der Dax-Familie, in der die mittelgroßen Werte gelistet sind, begrüßte am Montag gleich 4 neue Mitglieder. Aktien von Evotec, Krones, Software AG und Redcare Pharmacy sind künftig im MDax zu finden. Abgestiegen in den SDax sind dafür die Werte Aroundtown, United Internet, Siltronic und Adtran.

Die Deutsche Börse überprüft in regelmäßigen Abständen die Zusammensetzungen der Indizes aus der Dax-Familie und nimmt dabei verschiedene Kriterien unter die Lupe, die die Unternehmen erfüllen müssen, um in dem jeweiligen Index anzugehören. Eine Neuzusammensetzung führt zu Umschichtungen, also Zukäufen und Verkäufen bei jenen Investoren, die einen Index 1:1 abbilden, also etwa gemanagten Indexfonds. Das sorgt im Zuge der Indexumgestaltung bei den betroffenen Werten kurzzeitig für Auf- und Abwärtsbewegungen.