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Voigts DAX Analyse: Wenn die 14.800 bricht, ist Feierabend!

Inhaltsverzeichnis

Der Aufwärtstrend beim DAX steht weiter auf Messers Schneide. Nur ein falscher Schritt und der Index kippt in einen Crash ab. Die scharfe Korrektur der vergangenen beiden Woche ist ein sehr ernstes Warnsignal für deutsche Anleger.

Die Misere deutete sich bereits Mitte November an, als die neuen Allzeithochs sofort und ungewöhnlich brutal abverkauft wurden (ich berichtete an dieser Stelle). Es bildete sich eine „Bullenfalle“, also ein Fehlausbruch zur Oberseite.

Solche Phänomene taugen oft für plötzliche Kursstürze, weil viele Anleger überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt werden. Dadurch entstehen Schieflagen. Deren anschließende Bereinigung bringt Verkaufsdruck.

Die aktuellen Schieflage dürften noch durch den Umstand vergrößert worden sein, dass sehr viele Anleger auf die übliche Jahresendrally wetten und entsprechend stark positioniert sind. Erfüllt sich diese Erwartung nicht und verkaufen alle nahezu gleichzeitig, entsteht eine Lawine mit einem ungewöhnlich straken Verkaufsdruck.

Achtung Anleger! Topbildung beim DAX weiterhin in Arbeit

Im Moment dürfte die Börse diese Anleger wieder einlullen. Denn wir sehen seit ein paar tagen eine sehr kräftige Erholung. Die Unterstützungszone bei 14.800/ 15.000 Punkten hat der jüngsten Korrektur standgehalten. Und sofort sind wieder vermeintliche Schnäppchenjäger unterwegs.

Doch bereits seit gestern befindet sich der DAX schon an einem Widerstand. Zwischen 15.800 und 16.050 Punkten dürfte die bis jetzt dynamische Erholung gebremst werden. Sollte diese dort einschlafen, wird es gefährlich.

Kurz vor der Weihnachtspause wäre es nicht ungewöhnlich, dass Anschlusskäufe ausbleiben. Ein Austoppen in den kommenden Wochen birgt aber die Gefahr, dass die Notierungen erneut nach unten abkippen – spätestens zu beginn des neuen Jahres.

Dann könnte sich die seit April laufende Toppbildung vollenden. Vollendet wird die Formation mit einem nachhaltigen Rutsch unter die 14.800er Marke. Bis dahin ist sie nicht aktiviert und stellt lediglich ein Warnsignal dar. Aus dem gegenwärtigen Muster kann sich auch noch als eine völlig andere Formation entwickeln. Ich setze den DAX deshalb auf „scharf beobachten“.

DAX-Absturz auf 13.200 Punkte möglich, wenn…

Weiterhin sind zwei Unterstützungen kriegsentscheidend: 15.000 und 14.800 Punkte. Brechen beide, geht es schnell runter auf 13.200 Punkte. Also 16 Prozent unter den gestrigen Schlusskurs. Ob sich die Kurse dort fangen werden, muss dann abgewartet werden.

DAX Tageschart: Wehe, wenn die 14.800 nicht hält!

Quelle: stockcharts.com/ eigene Darstellung

Meine bullische Variante bringt noch einmal neue Rekordhochs beim DAX

Es gibt natürlich auch noch eine bullische variante, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Demnach würde der DAX weiter direkt und dynamisch auf neue Allzeithochs steigen.

Sofern dies dynamisch und ohne große Rücksetzer unter 15.400 Punkte erfolgen sollte, würde ich dann von einer abgebrochenen Toppbildung ausgehen. In diesem Fall dürften wir zu Jahresbeginn eine haltlose Übertreibung nach oben sehen. Die vermutlich die letzte Phase des Bullenmarktes einleitet.

Ob das bullische oder das bärische Szenario wahrscheinlicher ist, werte ich im Moment noch aus. Beide Szenarien haben Argumente auf ihrer Seite, was eine Positionierung schwierig macht. Das ändert sich allerdings mit dem Jahreswechsel deutlich.

Der DAX hängt momentan allein am Tropf der Wall Street. Er hat überhaupt keine eigene Stärke mehr. In den USA sind die Aufwärtstrends noch intakt. Hier kann es jederzeit wieder nach oben gehen. Das würde dem DAX natürlich helfen.

Aber auch in den USA lassen die Kräfte jetzt verdächtig nach. Diese Entwicklung schadet der DAX-Entwicklung, so dass bei unsere Börsenbarometer ein Crash nicht mehr auszuschließen ist.

Deshalb müssen Sie Ihre deutschen Aktien jetzt sofort überprüfen

Als Anleger in deutschen Aktien müssen Sie jetzt sehr aufpassen, damit Sie nicht direkt in den nächsten großen Crash geraten. Denn diese Krisen sind nicht nur eine kurze Episode, sondern eine ernste Bedrohung vor allem für das kommende Börsenjahr. Deutsche und europäische Aktien gehören jetzt auf jeden Fall auf den Prüfstand!