Euro-Schwäche oder Dollar-Stärke?
Sven Weisenhaus in Wave Daily
vom 16. Juni 2010, 13:00 Uhr
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Nachdem in den letzten beiden Beiträgen der Euro im Fokus stand, kommt heute noch einmal ein vorerst letzter Beitrag, der sich um die Grundlagenanalyse des Euro kümmert, ohne eine charttechnische Analyse vorzunehmen.
Heute möchte ich noch kurz die Frage beantworten, ob es sich eigentlich um eine Euro-Schwäche handelt oder um eine Dollar-Stärke, denn ich hatte in meinen bisherigen Überlegungen stets den EUR/USD-Wechselkurs betrachtet, also das Verhältnis zwischen Euro und US-Dollar.
Die Frage kann auch sehr schnell beantwortet werden, in dem ich Ihnen einfach einige kleine Charts zeige:
(Quelle: S-Investor)
Bei der Betrachtung des Euro-Verlaufs im Zeitraum des letzten Jahres wird sehr schnell klar, dass der Euro nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber dem japanischen Yen ca. 20 Prozent verloren hat. Auch beim Vergleich mit dem britischen Pfund ist eine Niederlage zu verzeichnen, auch wenn hier auf Jahressicht die Verluste nicht so herb sind. Aber vom Hoch an gerechnet sind auch hier 13 Prozent verloren gegangen. Die Reihe lässt sich beim schweizer Franken fortsetzen, bei dem sich die Verluste ebenfalls auf stolze 9 Prozent belaufen.
In der Übersicht stellt sich dies wie folgt dar:
EUR/USD = - 14,8%
EUR/JPY = - 20,2%
EUR/GBP = - 4,3%
EUR/CHF = - 9,3%
Im Gegensatz dazu sieht die Übersicht für den Dollar schon ganz anders aus:
USD/JPY = - 6,4%
USD/GBP = +11,5%
USD/CHF = + 6,9%
Antwort: Es handelt sich gegenüber den wichtigen Währungen in jedem Fall um eine Euro-Schwäche. Der Dollar hingegen tendiert teilweise gegenüber anderen Währungen stärker, teilweise schwächer. Über eine Dollar-Stärke lässt sich also keine allgemeine Aussage treffen.
Ich wünsche Ihnen ein glückliches Händchen
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Awado (16.06. 2010 14:42 Uhr):
So interessant die Beiträge sind und so sehr ich mitunter die Meinung des Autors teile, die Rubrik heißt Wave daily. Nennt Sie um in Tagesthemen oder Wochenschau, dann passt es wieder. Aber so ist das Thema schlichtweg verfehlt.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (20.06. 2010 11:42 Uhr):
Guten Tag! Vielen Dank für Ihre Mitteilung. Ich freue mich, dass ich mit meinen Beiträgen auch außerhalb der Wellen-Analysen Ihren Geschmack treffe. In den letzten Tagen sind die Elliott-Wellen in der Tat aus verschiedenen (auch privaten) Gründen etwas in den Hintergrund gerückt. Ich kann Ihnen aber versichern, dass der Fokus auch weiterhin auf den Elliott-Wellen bleiben wird und ich nur zeitweise (zum Beispiel urlaubsbedingt) auf aktuelle Analysen verzichte(n muss) und allgemeinere Themen behandelt werden. -*-*- Mit freundlichen Grüßen -*-*- Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (20.06. 2010 11:42 Uhr):
- Kommentar von Raabe (16.06. 2010 16:41 Uhr):
Herr Weisenhaus, können Sie mir bitte kurz erläutern was genau Ihren letzten vier Wave Dailys mit Elliot Wave zu tun haben.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (20.06. 2010 11:58 Uhr):
Guten Tag Herr Raabe! In der Tat hatten die letzten Beiträge nicht den Fokus auf den Elliott-Wellen. Letztlich geht es in diesem Newsletter aber darum, die Kursentwicklungen an den Börsen zu anaylsieren. Insbesondere werden die Kursbewegungen hier mittels Elliott-Wellen analysiert. Ursächlich für das Auf und Ab an den Märkten sind jedoch nicht die Elliott-Wellen, sondern die Ereignisse, die die Kurse beeinflussen. Ich habe daher in den letzten 3 Beiträgen versucht, am Beispiel des Euros einmal aufzuzeigen, was den Kurs beeinflusst, dass die Medien die Kursbewegungen nicht immer richtig interpretieren bzw. falsche Gründe dafür nennen und ein paar volkswirtschaftliche Grundlagen zu vermitteln, um das aktuelle Kursniveau richtig einordnen zu können. Mit dem Beitrag über die verschiedenen DAX-Indizes habe ich eine Leserfrage aufgegriffen und für alle Leser beantwortet, da diese Information (FDAX-Chart statt Xetra-DAX-Chart) aus meiner Sicht für jeden Leser relevant war. -*-*- Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage hinreichend beantworten. Sollten Sie noch Fragen haben, zögern Sie nicht, mir erneut zu schreiben. Gerne können Sie mir auch konkrete Vorschläge für künftige Themen nennen. Wie genau sollte der WAVE Daily für Sie gestaltet sein? Welche Wellen-Analysen würden Sie gerne lesen? Sollten die Analysen kurzfritiger Natur sein oder wie bisher eher mittel- bis langfristig? -*-*- Mit freundlichen Grüßen -*-*- Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (20.06. 2010 11:58 Uhr):
