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Iridium: Seltener als Gold

Iridium ist ein Edelmetall, das seltener ist als Gold oder Platin. Aber ist es gleichzeitig auch wertvoller? In diesem Beitrag erfahren Sie, was Iridium überhaupt ist, wo es verwendet wird und wie Sie es handeln können.

Iridium: Seltenstes nicht-radioaktives Metall

Der Name des chemischen Elements Iridium ist altgriechisch und steht für „regenbogenartig“. Damit ist aber nicht das Edelmetall an sich gemeint, das glänzt nämlich silberweiß. Dafür treten jedoch Verbindungen mit Iridium in den verschiedensten Farben auf. Aus diesem Grund hat sich Smithson Tennant, der das Metall 1804 in London entdeckte, für den Namen Iridium entschieden.

Weitere Eigenschaften des Metalls sind sein schweres Gewicht und die hohe Sprödigkeit. Es ist zudem das korrosionsbeständigste Element, es kommt also kaum zu chemischen Reaktionen mit Stoffen aus der Umgebung. Außerdem ist Iridium seltener als Gold oder Platin. Zusammen mit Rhodium und Ruthenium ist es das seltenste nicht-radioaktive Metall. In der Natur lässt sich Iridium in Form kleiner Körner finden oder in Begleitung des Platins.

Iridium in der Elektronikindustrie und Sonnenbrillen

Das Edelmetall Iridium wird häufig in der Chemie- und Elektronikindustrie eingesetzt. Dort ist das Metall oft Bestandteil von Legierungen, denen es Härte verleiht. Darunter auch die Platin-Iridium-Legierung, die bei Präzisionsmessungen, in der Medizin und dem Maschinenbau eingesetzt wird.

Aber auch in alltäglichen Gegenständen lässt sich die Iridium-Legierung wiederfinden. Verwendet wird das Edelmetall zum Beispiel in Kugelschreiberminen, Krawattennadeln, Schreibfedern oder in der UV-Schutzschicht von Sonnenbrillen.

Nur 4 Tonnen Iridium pro Jahr

Wichtige Vorkommen von Iridium liegen in Südafrika, Nord- und Südamerika, in Tasmanien, Borneo, Japan und im Uralgebirge in Russland. Freies Iridium findet sich in Flusssanden.

Daneben fällt Iridium bei der Verhüttung von Nickelerzen an, einem Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Metallen. Von Iridium werden pro Jahr nur etwa 4 Tonnen abgebaut. Im Vergleich dazu: Pro Jahr werden knapp 2.700 Tonnen Gold gefördert.

Investieren in Safebags

Das Edelmetall Iridium als Barren zu verkaufen würde keinen Sinn machen. Aufgrund der Metalleigenschaften wäre dies sehr teuer und zudem lässt sich der Edelmetallbaren bei einem späteren Verkauf nicht wieder direkt in die Industrieproduktion einsetzen.

Für Edelmetallinvestoren gibt es jedoch die Möglichkeit versiegelte Safebags zu kaufen, um Iridium in praktikabler Form sicher als Anlagemetall zu handeln. Safebag-Barren sind versiegelte Plexiglasbehälter, welche zum Handel der Edelmetalle Iridium, Ruthenium und Rhodium entwickelt wurden. Der Aufbau eines Safebags ist so gestaltet, dass keine Manipulationen am Safebag oder dem Inhalt erfolgen kann, ohne sichtbare Spuren an der Versiegelung zu hinterlassen.

Seltener als Gold, aber auch mehr wert?

Für das seltene Iridium muss der Investor schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Preis des Metalls ist von Anfang Februar 2010 bis Ende Mai 2010 um mehr als 90% gestiegen. Das übertraf zu dieser Zeit jedes andere Edelmetall um Längen. Beispielsweise stieg der Preis von Iridium von 100 U.S.-Dollar im Jahr 2003 auf 1.085 Dollar 2011/2012.

Momentan ist der Preis von Iridium jedoch nicht mehr auf dem Höhepunkt wie noch von 2010 bis 2013. Der aktuelle Preis für eine Unze Iridium, also umgerechnet 28,35 Gramm, beträgt knapp 600 €. Damit liegt der Iridium-Kurs hinter dem von Gold. Auch, wenn das Edelmetall seltener ist.

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