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So investieren Sie als Privatanleger in Rhodium

Für das Edelmetall Rhodium gibt es verschiedene Investitionsmöglichkeiten. Das sind die unterschiedlichen Varianten im Überblick.

1. Der Rhodium-Barren

Ein physisches Investment in Rhodium scheint derzeit die beste Variante zu sein. Das ist inzwischen auch problemlos in Deutschland möglich. Ein Beispiel: Anlässlich der World Money Fair in Berlin hat die Degussa in 2014 einen echten Rhodium-Investment-Barren lanciert. Der Feingehalt beträgt 999/1.000 und die Gewichtsklassen 1 Unze und 100 Gramm.

Um bei diesem Beispiel zu bleiben: Beim Shop von Degussa zahlt man einen satten Aufpreis auf den reinen Metallwert – aktuell liegt dieser bei gesalzenen 56 %. Bedenken Sie aber, dass die Herstellung von Rhodium-Barren recht aufwändig ist. Noch aufwändiger ist es, den Barren in Pulver umzuwandeln, wie es von der Industrie genutzt wird (wenn das denn erforderlich sein sollte).

Außerdem schlägt in Deutschland beim Kauf eines Rhodium-Barrens natürlich noch der Staat zu und kassiert gleich 19 % Mehrwertsteuer die im genannten Aufpreis enthalten sind.

Ein Beispiel-Exemplar:

Rhodium_Barren

2. Rhodium-Sponge (Pulver)

Bevor man den Rhodium-Barren lancierte, bestand die Möglichkeit der Anlage in physischem Rhodium hauptsächlich mittels Rhodium Sponge (also Pulver).

Händler, die Rhodium in Pulverform anbieten sind zum Beispiel ESG Edelmetall-Handel GmbH und auragentum. Doch auch hier werden Aufschläge auf den Metallwert plus 19 % Mehrwertsteuer fällig.

Wichtig ist es, generell beim Kauf von physischem Rhodium in Pulverform darauf zu achten (neben der Auswahl des Händlers mit dem günstigsten Preis natürlich), dass der Verkäufer auch eine Rückkaufgarantie anbietet.

Denn schließlich ist der Rhodium-Markt nach wie vor sehr eng und Rhodium-Pulver lässt sich nicht einfach an eine beliebige Bank verkaufen. Allerdings sollte auch hier auf die An- und Verkaufsspanne geachtet werden. Ansonsten bliebe natürlich noch der Weg über ein Internet-Auktionshaus, wo möglicherweise auch bessere Verkaufspreise erzielt werden können.

3. Das Rhodium-Konto

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit um auf Rhodium zu setzen: Zum Beispiel mittels eines Rhodium-Kontos. Nicht viele Banken bieten diese Möglichkeit an. Es gibt jedoch einige Schweizer Banken, die ein solches Konto anbieten. Wer nicht in die Schweiz will, kann etwa einen Rhodium-Pool-Account bei Kitco eröffnen.

Im Grunde funktioniert ein Rhodium-Konto, genauso wie auch ein Goldkonto. Sie zahlen einen bestimmten Betrag ein und erhalten dann das Anrecht auf die danach definierte Menge an Metall. Das Konto wird dann in der „Währung“ des jeweiligen Metalls, meist in US-Dollar geführt, wobei folglich ein Währungsrisiko besteht. Verzinst sind diese Konten nicht.

Fazit zur Rhodium-Anlage

Auf welche Art der Rhodium-Anlage sollten Sie also setzen? Seitdem die Deutsche Bank den „Soft Close“ ihres Rhodium-ETC anstrebt, scheint der Barren für viele die bevorzugte Anlagemöglichkeit zu sein.

Auch Sponge und Konto haben ihre Vorzüge, aber ein handfester Edelmetall-Barren in einem Tresor ist für viele ein wichtiger Faktor. Generell ist zu beachten, dass der Rhodium-Markt für Privatanleger klein ist und dies neben den üblichen Risiken von Edelmetallen zu beachten ist.

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Über den Autor Miriam Kraus

Miriam Kraus ist eine freiberufliche Finanzanalystin, deren besondere Kennzeichen die hartnäckige Recherche und ein Gespür für wesentliche Aspekte sind.

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