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Cisco: Nach schwachem Quartalsergebnis halbiert der IT-Spezialist seine Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr

Inhaltsverzeichnis

Weiterhin unterbrochene Lieferketten, rigorose Corona-Lockdowns in China und Krieg in der Ukraine – die Ursachen für schlechte Geschäftsentwicklungen ziehen sich mittlerweile gebetsmühlenartig wie ein ungeliebter roter Faden vor allem durch die Hightech-Branchen. Bei dem amerikanischen Netzwerkspezialisten Cisco sieht es nicht anders aus.

-31% in 5 Monaten

Am vergangenen Mittwoch korrigierte der Konzernchef Chuck Robbins seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von zuvor 5,5 bis 6,5% auf nunmehr gerade einmal 2 bis 3%. Die Folge war ein abrupter Absturz der Cisco-Aktie an der Nasdaq um -13% Der Kurs konnte sich aber inzwischen in einem Bereich um 43 US$ wieder stabilisieren. Zu Beginn des Jahres lag die Tech-Aktie aber bei über 63 US$.

Nur Kostensenkung hilft beim Gewinn

Seinen Nettogewinn konnte das Unternehmen unter aufgrund stark reduzierter Betriebskosten trotzdem um 6% auf nunmehr 3 Mrd. US$ steigern. Robbins ist davon überzeugt, dass Cisco Systems langfristig gut aufgestellt ist und die kommenden Quartalszahlen nicht etwa von rückläufiger Nachfrage, sondern vielmehr von der Verfügbarkeit der einzelnen Bestandteile geprägt sein werden.

Analysten sehen noch 20% Kurspotenzial nach Ausverkauf

Cisco ist mit seiner Netzwerktechnologie weltweit aufgestellt. Das 1984 gegründete US-Unternehmen entwickelt darüber hin auch Systeme zur Abwehr von Cyber-Bedrohungen sowie Identitäts- und Zugriffsmanagement. Der Umsatz stagniert seit Jahren im Bereich von 50 US$. Auf Basis der Gewinnschätzung für 2023 wird die Tech-Aktie derzeit mit einem KGV von nur 13 bewertet. Das Spitzen-KGV im letzten Jahr lag über 25. Das Analysten-Urteil ist überraschend deutlich … wenn da nicht der katastrophale Chart wäre.

Fazit: Schwache Quartalszahlen und schwieriges geopolitisches Umfeld – trotzdem ist und bleibt Cisco ein Schwergewicht der Techbranche. So sehen es auch derzeit die meisten Analysten. Im Durchschnitt raten sie zum Aufstocken. 13 von 29 Analysten empfehlen, die Aktien des Unternehmens zu halten, lediglich einer empfiehlt einen Verkauf. Das durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt bei 52 US$, was einem Kurspotenzial von knapp 20% entspricht. Das niedrigste Kursziel liegt übrigens bei 40 US$. Und rein charttechnisch sieht alles danach aus, dass Sie derzeit in ein fallendes Messer greifen würden.