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Mercedes-Benz-Aktie: Gewinnrausch in unruhigen Zeiten!

Inhaltsverzeichnis

Es sind unruhige Zeiten für uns Anleger. Der Einmarsch Russlands in die Ukraine sorgt für Panik an den Kapitalmärkten. Trotzdem geht die Berichtsaison weiter. An der Reihe war nun auch Mercedes-Benz. Kurzum: Beim Konzern regnete es im letzten Jahr wieder ordentlich Geld.

Mercedes-Benz im Gewinnrausch

Wie die Stuttgarter am 24. Februar bekannt gaben, konnte man den Umsatz in 2021 auf 168 Milliarden Euro steigern (2020: 154 Mrd.). Das Betriebsergebnis EBIT lag bei satten 29 Milliarden Euro. Das entspricht einer Steigerung von 340 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Nettogewinn lag ohne die Konsolidierung des Daimler-Nutzfahrzeuggeschäfts bei 14,1 Milliarden Euro. 2020 belief sich der Überschuss auf 4 Milliarden Euro.

Absatz leidet unter Chip-Krise

Sie sehen also: Bei Mercedes-Benz läuft es hervorragend – trotz Corona-Pandemie, Chip-Verknappung und Produktionsausfällen. Dem Konzern kam abermals die hohe Nachfrage zugute und die Tatsache, dass er seine Premium-Autos deutlich teurer verkaufen konnte.

Die Absatzahlen jedenfalls waren im letzten Jahr rückläufig. Im PKW-Bereich konnte man rund 2 Millionen Fahrzeuge verkaufen. 2020 waren es noch 2,16 Millionen. Vor allem im vierten Quartal schlug die Chip-Krise deutlich zu Buche. Hier gingen die Verkäufe im PKW-Bereich um 22 Prozent zurück – bei den Vans belief sich das Minus auf 7 Prozent.

Da der Konzern beim Umsatz und Absatz schwächelte, beim Profit aber massiv zulegen konnte, stieg die Umsatzrendite 2021 auf 12,4 Prozent (2020: 6,9 %). Die Halbleiter-Verknappung erweist sich für die Stuttgarter unterm Strich also als Gewinntreiber.

Dividende massiv erhöht

Davon sollen auch die Aktionäre profitieren. Mercedes-Benz kündigte am 24. Februar eine Dividende für 2021 in Höhe von 5.00 Euro je Aktie ein. Davon sollen 0,7 Euro an die Anleger der neuen Daimler Truck Holding AG fließen, da diese für 2021 noch keine separate Dividende auszahlt. Trotzdem bleiben die 4,30 Euro je Aktie eine gigantische Verbesserung im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 (1,35 Euro pro Papier).

Wie geht es weiter?

Für 2022 zeigt sich der Autobauer übrigens vorsichtig. So werde man zwar weiterhin viel Geld in die Elektromobilität stecken und dadurch starkes Potenzial freimachen. Auf der anderen Seite dürften sich nach Konzernangaben die Lieferengpässe aufgrund des Halbleitermangels auch im laufenden Jahr auf den Markt auswirken. Mercedes-Benz gab keine konkrete Prognose ab, wann jene Engpässe beseitigt werden können. Hierzu sei die Lage noch zu volatil.

Immerhin: Vorstandschef Ola Källenius gab am Donnerstag bekannt, dass man derzeit nach alternativen Beschaffungsquellen bei Halbleitern Ausschau halte. Es bleibt abzuwarten, wann Mercedes-Benz hier seinen Anlegern eine Erfolgsnachricht präsentieren kann.

Krieg in Osteuropa: Folgen kaum abzuschätzen

Die Stuttgarter müssen also weiterhin darauf hoffen, dass die zahlungskräftige Kundschaft die höheren Preise annimmt. Ewig jedenfalls dürfte auch Mercedes-Benz die Preisspirale nicht nach oben drehen können – gerade auch weil der Konflikt in Osteuropa die Verbraucher durchaus zur Zurückhaltung animieren dürfte.

Apropos Ukraine-Konflikt: Mercedes-Benz ist zwar in Russland mit Produktionsstätten vertreten. Die dortigen Verkäufe aber machen nur einen kleinen Teil (etwa 3 %) des Gesamtabsatzes aus. Nichtsdestotrotz gerät die konjunkturabhängige Aktie in den Strudel der Krise. Die Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft sind aktuell nicht mal ansatzweise vorherzusehen. Behalten Sie das stets im Hinterkopf.