Die Blase im Rohstoffsektor kommt erst noch
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Rohstoffe
vom 1. Juni 2011, 19:00 Uhr
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Heute geht es noch mal um den Rohstoffsektor. Wie ich Ihnen aufzeigte, haben wir derzeit in der Breite keine Hausse bei den Rohstoffen. Schon seit Monaten nicht. Und Blasenbildungen sehen wir nur bei Rohstoffen mit sehr engen Märkten, wozu auch Silber gehört. Damit lautet die entscheidende Schlussfolgerung: Wir haben das Ende der Rohstoffhausse noch nicht erreicht!
Irgendwann wird dieses Ende kommen. Das ist so sicher, wie die schlechte Kleidung von RTl-Motorsport-Moderator Kai Ebel, die so grauenhaft ist, dass sie eigentlich eine strafrechtliche Verfolgung nach sich ziehen müsste. Ds Ende der Rohstoffhausse wird, wie alle Haussen an den Märkten es seit jeher tun, nach einer gewaltigen Blase kommen.
Aber diese Blase haben wir derzeit noch nicht. Zudem kann diese Blase nur entstehen, wenn die Wirtschaften rund um den Globus, vor allem die Rohstoff-hungrigen Emerging Markets, boomen. Denn nur dann ist die fundamentale Story vorhanden, aufgrund derer sich die Blase immer weiter aufblähen kann.
Denken Sie daran: Bis vielleicht auf die berühmte Tulpenblase des 17. Jahrhunderts, basieren alle Blase auf fundamentalen Storys, die auf realen Fakten basieren. In ihrer bilden Euphorie ziehen die Börsianer dann nur immer völlig überzogene Schlussfolgerungen für zukünftige Entwicklungen. Diese überdrehten Prognosen rechtfertigen dann die hohen Bewertungen - und sorgen dafür, dass sich die Blase immer weiter aufblähen kann.
Aber die fundamentalen Fakten sind eigentlich in der Reallität vorhanden. Das macht Börsenblasen ja so gefährlich. Selbst die Internet- oder die Biotechblasen basierten auf fundamentalen Storys, die richtig waren. Die Wachstumsraten im Internet sind tatsächlich eingetreten - nur eben nicht so hoch wie erwartet.