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Kompaktes Wissen zu Silber-Investments

Investitionsmöglichkeiten in Silber

Physische Investitionsmöglichkeiten in Silber

Die erste Möglichkeit sollte immer darin bestehen in physisches Silber zu investieren. Hierfür eignen sich Barren oder Münzen und Medaillen (aber auch Silberwaren).

Barren

Silberbarren gibt es in verschiedenen Gewichten. vom Gramm-Bereich bis in den Kilogramm-Bereich. Wenn Sie einen Silberbarren kaufen zahlen Sie einen Aufpreis, der durch Schmelz- und Scheidekosten usw. zustande kommt.

Sie zahlen in Deutschland auf Silberbarren zusätzlich 19% Mehrwertsteuer. Die Schweiz veranschlagt 8% Mehrwertsteuer auf Silberbarren.

Münzen

Man unterscheidet zwischen Anlage- und Sammlermünzen. Eine Anlagemünze entspricht dem Silberwert, zuzüglich Zusatzkosten und Steuern. Sammlermünzen sind Sammlerstücke, deren Wert den reinen Metallwert übersteigen kann.

Bekannte Anlagemünzen sind z.B. der Wiener Philharmoniker, das kanadische Maple Leaf Silver, der amerikanische Silver-Eagle oder der australische Koala. Der beliebte chinesische Silber-Panda ist z.B. eine Anlagemünze mit Sammlerwert. Je nach Jahrgang und Auflage erreicht ein Silber-Panda einen stolzen Sammlerwert.

Fonds und ETFs

Wie bei Gold bietet sich bei Silber die Anlage in einen Fonds oder ETF an. Der Fonds investiert in physisches Silber, welches er einlagert. Oder es handelt sich um einen Silber-Aktien-Fonds, der in Silberminen investiert.

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, die physische Auslieferung zu beantragen. Dies führt zu Zusatzkosten. Der Vorteil besteht nicht nur darin, dass Sie sich um die Lagerung des Metalls keine Sorgen zu machen brauchen, sondern auch darin, dass das Fondsvermögen als Sondervermögen ausgewiesen werden muss. Im Falle einer Insolvenz darf man es nicht der Insolvenzmasse zuführen.

Hier gilt es, die Unterscheidung zwischen echten ETFs und deutschen ETCs vorzunehmen.

Silber-Konto und -Depot:

Passen Sie bei Konten auf, ob es sich um zugewiesenes Edelmetall handelt. Alternative: Depots, welche man wie Sondervermögen behandelt.

Zertifikate

Auf Silber gibt es verschiedene derivative Produkte aus den verschiedensten Emittentenhäusern. Von Open End-, Index-, über Bonus-, bis hin zu Discountzertifikaten ist alles vertreten. Es besteht ein Emittentenrisiko. Mit Hilfe von Quanto-Zertifikaten schaltet man ein etwaiges Währungsrisiko aus.

 

Spekulative Produkte

Mit Turbos (Knock-Out-Zertifikaten), Optionsscheinen oder CFDs ist es möglich gehebelt auf steigende oder fallende Preise zu setzen. Hierbei handelt es sich um eine spekulative Investitionsmöglichkeit, die zu hohen Gewinnen, aber auch zum Totalverlust führen kann.

Silber-Aktien

Zu guter Letzt besteht die Möglichkeit nicht auf das Metall, sondern auf die Förderindustrie zu setzen und Aktien von Silberförderern zu kaufen. Aktien von Minengesellschaften bieten die Möglichkeit überproportional vom Anstieg der Metallpreise zu profitieren. Da es sich um ein Aktieninvestment handelt, bedenken Sie alle weiteren Faktoren und sehen Sie sich das betreffende Unternehmen an. Handelt es sich um einen großen Förderer oder um einen kleinen Explorer? Wie sehen die Bewertungen aus? Fördert das Unternehmen bereits? Zu welchen Kosten? Wie hoch ist die Reservenbewertung?

Silber-Aktien unterliegen den Schwankungen der Aktienmärkte. Bedenken Sie ferner, dass die Auswahl reiner Silberförderer klein ist. Der Großteil des vorhandenen Silbers wird als Nebenprodukt der Basismetall- und Goldförderung produziert.

Zollfreilager

Zollfreilager sind Transitlager und dienen der zollfreien Lagerung von Waren. Solche Zollfreilager kann man beispielsweise in Dubai oder Panama anmieten. Oder – von größerem Interesse für Europäer – in der Schweiz. Der Vorteil liegt darin, dass die Waren ohne Zölle oder ohne eine Mehrwertsteuer leisten zu müssen, eingelagert werden können. Im deutschsprachigen Raum wird die Zollfreilagerung von einigen Anbietern angeboten.

Die Lagerkosten sind abhängig von Wert und Volumen der Einlage und es gibt oft eine Mindesteinlage. Bedenken Sie, dass eine physische Auslieferung zur Besteuerung führt. Im Falle der Schweizer Zollfreilager sind das 8% an Mehrwertsteuer. Hinzu kommen die Einfuhrbedingungen, wenn Sie das Silber über die Grenze bringen wollen (Einfuhrumsatzsteuer).

Industrielle Verwendung von Silber

Die Klassiker, dieser Verwendungszweck hat seit Jahrtausenden Bestand. Wenn Sie sich auf den Straßen umsehen, können aktuell Sie eine interessante Entwicklung beobachten: Silber steckt heutzutage zwar nicht unbedingt in aller Munde, aber steckt in Form von Piercings in zahlreichen Ohren, Augenbrauen und anderen Körperstellen. Die Nachfrage aus diesem Sektor wird in Zukunft zumindest stabil bleiben.

Silber in der Fotoindustrie

Da Silber ein elektrischer Leiter ist und eine ausgeprägte optische Reflexionsfähigkeit besitzt, wird es in der klassischen Fotografie stark verwendet. Wir rechnen allerdings damit, dass in diesem Bereich die Nachfrage nach Silber aufgrund der weiteren Verbreitung der Digitalfotografie zurückgehen wird.

Silber in der Industrie

Die hohe Leitfähigkeit von Silber, was Strom und Wärme betrifft, macht es in Form diverser Legierungen für die Verwendung in zahlreichen Bereichen attraktiv. Membranschaltungen, keramische Kondensatoren, Katalysatoren, Silberoxyd-Knopfzellen… In diesem Bereich wird die Nachfrage nach Silber weiter steigen. Da es sich im Einzelfall um meist relativ geringe Silbermengen handelt, wird sich selbst ein stark steigender Silberpreis bei der Silber-Nachfrage der entsprechenden Bereiche nicht zwangsläufig negativ auswirken.

Silber in der Medizin

Silberverbindungen werden auch als Desinfektionsmittel verwendet. Bereits im Altertum war es in einigen Regionen bekannt, dass Silber in Zisternen gesünderes (da keimfreies) Wasser schafft. Die Verwendung im medizinischen Bereich ist aber wirtschaftlich kaum relevant, da die Nachfrage nach Silber aus diesem Bereich absolut gesehen vernachlässigenswert gering ist.

Investieren in Silber: Räumliche Verteilung

Nun zur räumlichen Verteilung der weltweiten Silbernachfrage.

Der weltweit größte Verbraucher sind…wie in so vielen Bereichen: Die USA. Sie sind für ein gutes Fünftel der weltweiten Silbernachfrage verantwortlich. Es folgen Japan und Indien mit jeweils knapp 15%.

Es folgen abgeschlagen Italien (rund 6,5% der weltweiten Nachfrage) und Deutschland sowie Großbritannien (jeweils knapp 5%). Die deutsche Silbernachfrage geht übrigens zu rund einem Viertel in die Produktion von Silbermünzen.

Weltweit erreichte die Nachfrage nach Silber 2003 die Höhe von 26.721 Tonnen (+1,57% gegenüber Vorjahr). Die weltweite Silber-Minen-Produktion hingegen lag 2003 bei lediglich 18.700 Tonnen.

Dies ist ein gewaltiger Nachfrageüberhang, der lediglich durch das Silber-Recycling und das Leeren der Lagerbestände aufgefangen werden konnte. Berücksichtigen Sie dies auch bei Ihren Finanzen, denn der Nachfrage-Überhang ist kein einmaliger Ausrutscher: Einschließlich 2005 gab es beim Silber bereits seit mindestens fünf Jahre in Folge einen Nachfrageüberhang.

Bei sinkendem Anbebot wird der Preis steigen

Da die weltweite Minen-Produktion selbst bei Entdeckung riesiger neuer Vorkommen erst in einigen Jahren gesteigert werden könnte und die recycelte Menge an Silber zurückgeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die vorhandenen Lagerbestände aufgebraucht sind. Und mit diesem Wissen können Sie Geld verdienen.

Was der Silberpreis dann machen wird, können Sie sich vorstellen. Dazu muss die Nachfrage nach Silber noch nicht einmal steigen: Es reicht, wenn sie konstant bleibt. Und das wird sie in den nächsten Jahren, davon sind zahlreiche Experten überzeugt. Die zurückgehende Nachfrage der Fotoindustrie wird durch die steigende industrielle Nachfrage locker aufgefangen werden.

Fazit: Gewinn am Silber-Markt

Laut Bewertung (und Empfehlung) zahlreicher Experten kann Silber bei der Strukturierung Ihrer Geldanlage eine sinnvolle Beimischung sein. Am besten Sie streuen Ihr Risiko, indem Sie sowohl in den Rohstoff selbst, als auch in seriös ausgewählte Silber-Aktien anlegen. Achten Sie bei Ihrer eigenen Wertpapier-Beurteilung aber unbedingt auf sichere Informationen oder nutzen Sie einen Börsendienst mit Erfahrung. Denn im Bereich der Gold- und Silber-Explorer tummeln sich einige „Nullnummern“.

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