Strategische Metalle sind unverzichtbare Rohstoffe in der Hochtechnologie
Die Bezeichnung dieser Nebenmetalle, die international als Minor Metals bekannt sind, ist nicht auf ihren Einsatz etwa in der Waffenindustrie zurückzuführen.
Strategische Metalle tragen ihre Bezeichnung aufgrund der Lage ihrer Lagerstätten in den traditionell als geopolitisch unsicher betrachteten Regionen der Welt. Da diese Metalle insbesondere in den Hochindustrie-Staaten der westlichen Welt benötigt werden, sich die natürlichen Vorkommen aber in Ländern wie Südafrika, Kongo, Sambia, China oder den Staaten der ehemaligen Sowjetunion befinden, ist die reibungslose Versorgung der Industriestaaten mit einem gewissen Risiko verbunden.
Es ist also die strategische Bedeutung der Ursprungsländer, die diesen Metallen ihren Namen verleiht. Aufgrund ihrer Seltenheit zählen strategische Metalle zur Gattung der seltenen Erden.
Strategische Metalle sind wichtige Produktionsstoffe in vielen Industriezweigen
Metalle in ihren verschiedenen Ausprägungen zählen zu den wichtigsten Rohstoffen in vielen Produktionsverfahren von der Schwerindustrie und High-Tech-Entwicklungen bis zur Textil-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie. Dabei spielen strategische Metalle eine besondere Rolle in vielen industriellen Anwendungen. Die Vorkommen einiger Metallarten sind so gering, dass Industrieunternehmen sie teilweise nur unter großen Schwierigkeiten beschaffen können. Zu den wichtigsten Sorten unter den strategischen Metallen zählen
- Indium aus China, Südamerika, Südafrika und Australien
- Hafnium aus Australien und Südamerika
- Gallium aus China, Deutschland und Japan
- Wismut aus China sowie Süd- und Nordamerika
- Tantal aus Afrika, Australien und Südamerika
- Tellur aus Süd- und Nordamerika sowie Japan.
Wie China hohe Renditechancen unterstützt
Die Knappheit und die Einflüsse einiger Schwellenländer wie China und Indien tragen zu einer rasanten Entwicklung der Preise für strategische Metalle an den Rohstoffbörsen der Welt bei. Insbesondere China als eines der stärksten Schwellenländer mit einer stark wachsenden Industrie benötigt große Mengen an Rohstoffen.
Gleichzeitig verfügt China über große Vorkommen an strategischen Metallen wie Indium, Gallium oder Wismut. Teilweise stammt mehr als die Hälfte der Weltproduktion aus China. Um die wertvollen Rohstoffe für eigene Produktionen zu sichern, gleichzeitig aber auch von hohen Rohstoffkursen zu profitieren, belegt China strategische Metalle und andere Rohstoffe mit hohen Exportzöllen.
Die Drosselung der Produktionsmengen stellt ein weiteres strategisches Konzept zur Verteuerung der Rohstoffpreise dar. Die natürliche Knappheit sowie eine künstlich erzeugte Verknappung durch Handelsbeschränkungen führen an den Rohstoffbörsen zu teilweise drastischen Kurssteigerungen für strategische Metalle. Da die Rohstoffe in vielen Industriezweigen dringend benötigt werden, bleibt die Nachfrage trotz steigender Preise unverändert.
Anlagen in strategische Metalle
Anleger finden verschiedene Möglichkeiten, in strategische Metalle zu investieren. In kleinen Mengen eignen sich die seltenen Metalle ebenso wie Edelmetalle auch für private Anleger für den physischen Handel. Anleger in größeren Mengen der strategischen Metalle finden Möglichkeiten zur Fremdlagerung in Zollfreilagern und Unternehmen können die Metalle sogar in ihr Anlagevermögen aufnehmen und somit vom Vorsteuerabzug Gebrauch machen. Strategische Metalle bilden die Basis von
Sparplänen, Zertifikaten, Fonds und Rohstoff-Futures. Anlagen in strategische
Metalle sind krisensichere, inflationsunabhängige Sachwerte mit hohen Renditechancen bei einem geringen Anlagerisiko.