Futures | Terminkontrakte

Lesen Sie auf dieser und den nachfolgenden Seiten, wie Sie Futures bzw. Terminkontrakte zu Ihrem Vorteil nutzen. Unsere Experten informieren Sie hier über Chancen, Gefahren und die neuesten Entwicklungen beim Trading mit Futures.

Grundlagenwissen zu Futures – einfach und verständlich

Ursprünglich als Absicherungsinstrument gegen mögliche Risiken von Kaufleuten und Farmern genutzt, sind Futures bzw. Terminkontrakte heute nicht mehr wegzudenken und für viele Fondsmanager, Rohstoffproduzenten und Industrieunternehmen wirtschaftlich absolut notwendig, Wie der Name schon sagt, beziehen sich Futures auf die Preisentwicklung in der Zukunft, da die Abwicklung des Geschäfts zu einem festen Termin in naher Zukunft stattfindet.

Futures bzw. Terminkontrakte sind von der Terminbörse standardisierte Verträge zwischen zwei Vertragsparteien. Für den Käufer von Futures besteht damit die entsprechende Verpflichtung einen Basiswert zu einem im Voraus bestimmten Preis, zu einem festen Termin und in festgelegter Menge zu übernehmen. Für den Verkäufer von Futures besteht genau die entgegengesetzte Verpflichtung einen Basiswert zu einem festgelegten Termin zu liefern.

Die Basiswerte, auf die sich Futures beziehen, können zum Beispiel Aktienindizes, Rohstoffe, Zinsen oder auch Währungen sein. Der im Voraus bestimmte Preis ist der aktuelle Kurs des jeweiligen Futures, der gekauft oder verkauft wird. Der festgelegte Termin wird Verfallstermin genannt. An diesem Tag laufen die Terminkontrakte aus und werden abgerechnet (Settlement). Man wechselt danach ganz einfach in den nächsten Kontrakt-Monat. Es können immer mehrere Futures eines Basiswertes mit unterschiedlichen Laufzeiten nebeneinander gehandelt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Liquidität und der damit verbundenen Spanne zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs, macht es häufig nur Sinn, den am nächsten liegenden Monat zu handeln.

Mit festgelegter Menge ist der von der Terminbörse für den jeweiligen Future bestimmte Multiplikator gemeint. Dieser gibt an wie sich die Änderung eines Punktes oder eines Ticks des Futures auf das Handelskonto auswirkt. Zum Verfallstermin wird dann die Differenz zwischen dem Kauf- oder Verkaufskurs und dem Settlementkurs berechnet. Der Gewinn oder Verlust für das Handelskonto ergibt sich aus dieser Differenz und dem jeweiligen Multiplikator. Nur wenige Futures werden aber überhaupt bis zum Verfallstermin gehalten, vielmehr werden sie vorher geschlossen und der nächste Terminkontrakt-Monat gehandelt. Die Terminbörse, an dem die jeweiligen Futures gehandelt werden, legt diese Verfallstermine fest, auch die weiteren Eigenschaften werden von ihr standardisiert und über ein sogenanntes Clearing-House überwacht.

Das Clearinghouse als Kontrollinstanz im Futures-Trading

Der Begriff Clearing wird verwendet, wenn man über das gesamte System der finanziellen Abrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten im Terminhandel spricht.

Das Clearing-House garantiert als Vertragspartner der aktiv beteiligten Parteien am Futures-Markt nach Abschluss eines jeden Geschäftes (Kauf- und Verkauf von Futures) die vorschriftsmäßige Erfüllung aller eingegangenen, aber noch ausstehenden Futures-Kontrakte. Erst mit dieser Garantiezusage durch das Clearing-House wird die notwendige Rechtssicherheit an der Terminbörse geschaffen und Unsicherheiten im Markt, wie zum Beispiel die Bonitätsrisiken des Gegenübers, minimiert.

Die wichtigsten Funktionen sind neben der Erfassung, Verbuchung und Überwachung der einzelnen Positionskonten, die Abwicklung des sogenannten "Margining". Die Margin bezeichnet die Sicherheitsleistung, die auf dem jeweiligen Handelskonto vorhanden sein muss, um Futures handeln zu können. Erfüllt das Handelskonto die festgelegte Höhe dieser Sicherheitsleistung nicht oder nicht mehr, dann können keine Futures gehandelt werden.

Futures sind derivate Finanzinstrumente

Futures gehören zu den derivativen Finanzinstrumenten, da sich ihr Kurs von einem Basiswert (Underlying) ableitet. Die Kursentwicklung des Basiswertes und des Futures sind nahezu identisch.

Das eigentliche Future-Trading ist einfach und kennt nur zwei Grundformen, einmal „long“, wenn man steigende Kurse erwartet und Futures kauft, und „short“, wenn man auf fallende Kurse setzt und Futures verkauft. Um die Positionen zu schließen, muss ein Gegengeschäft gemacht werden, d.h. bei Long-Positionen muss man die Futures verkaufen. Bei Short-Positionen werden durch den entsprechenden Kauf der Futures die Position geschlossen. Man sagt in diesem Zusammenhang, die Positionen wurden „glattgestellt“. „Long- oder Short- gehen“ sind internationale Bezeichnungen, und werden von allen Marktteilnehmern verstanden.

Die Kurse für Futures werden an den Terminbörsen nicht garantiert, sondern ändern sich ständig. Zeitweise ergeben sich sogar sehr große Schwankungen. Entscheidend ist hier natürlich Angebot und Nachfrage. Bei jeder Kursveränderung ergibt sich dabei eine Wertänderung des gehaltenen Futures. Der Kauf- oder Verkaufskurs des gehandelten Futures bildet den Ausgangs-Punkt für Gewinne oder Verluste, die durch die Hebelwirkung (Leverage) im Handelskonto ersichtlich werden.

Die Hebelwirkung ergibt sich aus der verlangten Sicherheitsleistung (Margin) und dem jeweiligen Kontraktwert des Futures. Bei Index-Futures, wie den E-mini-Futures, der amerikanischen Terminbörse CME ist dieser zu errechnen aus dem aktuellen Futureskurs, und dieser wird multipliziert mit dem jeweiligen Indexmultiplikator des Futures.

Zu den Hauptakteuren an den Futures-Märkte gehören Trader, die von den Tagesschwankungen profitieren wollen. Futures-Positionen werden von diesen Tradern bis zum Handelschluss geschlossen, daher auch der Name dieser Gruppe von Tradern: Daytrader

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