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Orderarten - strategische Instrumente für Anleger

Der Erfolg eines Aktien-Investments ist von vielen Faktoren abhängig. Neben dem richtigen Einstiegszeitpunkt hat auf den ersten Blick natürlich die Titelauswahl die größte Bedeutung. Aber auch die Art der Order übt entscheidenden Einfluss aus, wie hoch der Gewinn des Engagements ausfällt.

Mit deren Hilfe kann der Auftraggeber eines Wertpapierhandels näher bestimmen, in welcher Form die Order ausgeführt werden soll. In unserer modernen Zeit der elektronischen Handelsplattformen ist das Basiswissen über die unterschiedlichen Orderarten oder Orderzusätze unablässig.

Orderarten und ihre Bedeutung beim Wertpapierhandel

Wenn Sie über Ihr Geldinstitut oder Ihren Online Broker einen Auftrag für den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers erteilen, sollten Sie sich dessen bewusst sein, dass dieser Auftrag nicht in jedem Fall exakt nach Ihren Vorstellungen umgesetzt werden kann.

Art und Größenordnung der Ausführung hängen nämlich vielmehr davon ab, wie sich der Markt kurzfristig entwickelt, ob es überhaupt potenzielle Partner für das angestrebte Geschäft gibt oder in welchem Volumen entsprechende Aufträge vorliegen. Daher kann es in der Praxis in einzelnen Fällen vorkommen, dass ein Auftrag zwar ausgeführt wird, allerdings nicht mit dem Resultat, das sich der Auftraggeber erwartet hat.

Beispielweise kann sich der Kurs eines Titels zwischenzeitlich in anderer Form entwickeln als vorher gedacht. Dann wird der Auftrag unter Umständen zu einem anderen Preis ausgeführt, der von dem Auftraggeber gar nicht in Erwägung gezogen war. Ebenso können Orders nur zum Teil abgeschlossen werden.

Anleger, die die Ausführung des Auftrags nicht der Willkür des Marktes überlassen möchte und um nicht angestrebte Ergebnisse zu vermeiden, können zu einer ganzen Reihe von verschiedenen Orderarten greifen.

Wie die Orderarten den Wertpapierhandel beeinflussen

Die Orderarten beeinflussen den Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers auf unterschiedliche Weise. Wer sich nach einer umfangreichen Recherche und reiflicher Überlegung dafür entschieden hat, zu einem bestimmten Kurs zu kaufen, kann mit der Wahl der passenden Art der Order diesen Einstiegspreis auch erreichen.

Hierzu eignen sich beispielsweise Orderarten wie „Billigst“ oder „Limit Order“, die es sogar gestatten, dass ein potenzieller Käufer den Markt nicht permanent beobachten muss.

Im Fall eines beabsichtigten Verkaufs eines Wertpapiers kann der Anleger mit der richtigen Orderart ohne weiteren großen Aufwand eine effektive Absicherung gegen allzu starke Verluste vornehmen. Darüber hinaus können Investoren Gewinnmitnahmen zu bestimmten Kursen veranlassen. Hierfür empfehlen sich u.a. Orderarten wie „Trailing-Stop-Order“ oder „One-Cancel-Other-Order“.

Mit der Auswahl einer bestimmten Orderart können Anleger ihre vorab ausgewählte Strategie effektiver umsetzen und das Verlustrisiko, das sie in Kauf nehmen wollen, in gewisser Weise vorher eingrenzen.

Investoren sollten aber in jedem Falle berücksichtigen, dass nicht an jedem Handelsplatz sämtliche Orderarten angeboten werden. Auch verlangen manche Banken und Onlinebroker für die Ausführung von einzelnen Ordertypen erhöhte Gebühren. Daher sollte das Kriterium Orderart sowohl bei der Wahl des Brokers als auch bei der Wahl des Handelsplatzes einbezogen werden.

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