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Investieren in Mittelstandsanleihen – Vor- und Nachteile

Der deutsche Mittelstand gilt gemeinhin als das Rückgrat der hiesigen Wirtschaft. Die meisten von uns haben dabei einen seit Jahrzehnten gut geführten Familienbetrieb vor Augen, für den kaufmännische Grundsätze noch Wert haben. Bei der Mittelstandsanleihe wird der Mittelstand dann mit einer Anleihe kombiniert, also einem festverzinslichen Wertpapier. Da suggeriert doch schon das Wort „festverzinslich“ Sicherheit. Kein Wunder also, dass Mittelstandsanleihen in Zeiten von niedrigen Zinsen und hohen Staatsschulden in aller Munde sind. Und für viele Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe sowie nicht börsennotierte Mittelstandsunternehmen bedeutet die Anleihe ein dringend benötigtes Refinanzierungsinstrument neben dem klassischen Bankkredit. Diese Möglichkeit nutzen immer mehr Konzerne und sind dafür bereit, passable Zinsen zu bezahlen, nicht selten sind hier 7% und mehr p. a. für die Anleger drin. Da wird beherzt zugegriffen.

Es gilt genau hinzuschauen

Doch unter der Vielzahl von Mittelstandsanleihen befinden sich auch viele „Schundpapiere“. Diese sind nicht immer auf den ersten Blick zu enttarnen, denn für viele dieser Unternehmen gibt es keine Ratings von großen Agenturen. Man sollte also schon genauer hinschauen, wie es um die finanzielle und geschäftspolitische Situation des Unternehmens bestellt ist, welches das „rentierliche Papierchen“ ausgibt. Die Vergangenheit hat einige düstere Beispiele hervorgebracht, wo Anleihe-Gläubiger nach der Pleite eines emittierenden Unternehmens ihr Kapital schwinden sahen, im schlimmsten Fall sogar einen Totalverlust erlitten.

Attraktive Alternative

Viele Unternehmensanleihen aus dem Mittelstand bieten den Anlegern eine wirklich attraktive Alternative zum Aktien-Investment. Schuldverschreibungen eines solide aufgestellten Unternehmens wie beispielsweise Helma Eigenheim bieten dem Anleger vor allem eines: eine gewisse Planungssicherheit. Kaufen Sie eine Anleihe bei Neuemission, können Sie sich sicher sein, bei Fälligkeit den Nominalbetrag wieder zu bekommen – natürlich unter der Bedingung, dass das Unternehmen nicht pleitegeht. Deshalb sollte die finanzielle Lage zuvor genau geprüft werden. Dazu gibt es meist relativ hochverzinsliche Kupons, welche je nach Ausschüttungsturnus regelmäßige Zinseinnahmen versprechen. Und: Kaufen Sie das Papier nach der Emission am freien Markt, z.B. in einer Schwächephase unter Pari, dann können Sie obendrauf auch noch Kursgewinne einstreichen.

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Über den Autor Investor Verlag

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