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Sartorius – DAX-Neuling mit Gewinnsprung

Inhaltsverzeichnis

Seitdem Sartorius im September 2021 in den DAX aufgestiegen ist, läuft es bei der Aktie alles andere als gut. Das dürfte sich nunmehr ändern.

Zahlen für das erste Quartal sehr gut

Der Kurs des  Laborausrüsters für die Pharmaindustrie ist von über 600 Euro bis auf rund 355 Euro abgesackt. Die jüngsten Daten für das 1. Quartal 2022 (Q1) nähren jedoch die Hoffnung, dass das Göttinger Unternehmen wieder an die guten Zeiten der letzten 10 Jahre anknüpfen kann. Denn da ist der Kurs von knapp 13 auf aktuell rund 392 Euro, also auf mehr als das 30Fache, nach oben gestürmt.

Mit einem Umsatzanstieg um gut ein Viertel auf über eine Milliarde Euro und einem Sprung des operativen Gewinns (EBITDA) um fast ein Drittel auf 349 Millionen Euro hat Sartorius Analysten und Anleger positiv überrascht. Die operative Ertragsmarge lag mit 34,1 % auf einem beachtlichen Niveau. Zu einem kleinen Teil geht das Plus bei Umsatz und Gewinn auf die Übernahme zweier Unternehmen zurück, aber auch das organische Wachstum hat sich deutlich beschleunigt. Der bereinigte Gewinn je Vorzugsaktie stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 38 % auf 2,45 Euro.

Hohe Investitionen und mögliche Übernahmen

Obwohl der Vorstand um Unternehmenschef Joachim Kreuzburg  die Nachfragesituation trotz der eingetretenen Normalisierung nach der Pandemie weiterhin als gut einschätzt, ist Sartorius bei der Prognose für das Gesamtjahr vorsichtig und belässt es bei den ursprünglichen Zielen: 15 bis 19 % Umsatzzuwachs und eine operative Marge von 34 %.

Als Grund nennt das Management wenig überraschend die „deutliche Zunahme der globalen politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten“. Gleichwohl investiert Sartorius kräftig weiter, um die Kapazitäten zu erhöhen. Die Investitionsquote soll 14 % erreichen. Und auch weitere Akquisitionen hält Kreuzburg für möglich.

Sartorius unterstützt mit seinen Produkten insbesondere die Biotech-Industrie und Labore und forscht in vielen aussichtsreichen Bereichen wie Onkologie, Immunologie, Virologie  und Antikörper.  Das Unternehmen hat in der Pandemie stark von seinen Technologien für die Impfstoffherstellung profitiert und plant nun Preiserhöhungen.

Die Aktie hat nach Bekanntgabe der Zahlen um rund 3 % auf 392 Euro zugelegt. Die Analysten von Berenberg haben die „sehr starken Quartalszahlen“ gelobt und das Kursziel bei 490 Euro belassen. UBS ist dagegen deutlich weniger optimistisch und bleibt bei seinem Kursziel von 400 Euro.