BayWa-Aktie: Bau-Segment belastet

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Der Mischkonzern BayWa hat vor wenigen Wochen durchwachsene Halbjahreszahlen präsentiert und vor allem ergebnisseitig enttäuscht. Dabei ist in erster Linie das Bau-Geschäft eingebrochen. BayWa hält bislang trotzdem an der Prognose für das Gesamtjahr fest.

Die BayWa-Aktie ist in den Wochen nach dem Halbjahresbericht zwischenzeitlich um fast 20 Prozent abgesackt. Auch die schwachen Aussichten im Bau-Segment sorgen für Ernüchterung an der Börse, sodass Anleger wohl auch in den kommenden Quartalen eher keine Wunder erwarten sollten.

BayWa mit deutlichem EBIT-Rückgang

Nach den ersten 6 Monaten des Jahres hat BayWa mit 12,6 Milliarden Euro einen leicht geringeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt. Erheblich schlechter lief es dafür beim Ergebnis: Das EBIT ist um 43 Prozent auf rund 187 Millionen Euro eingebrochen. Unterm Strich hat das Unternehmen nur einen minimalen Gewinn von 0,5 Millionen Euro erreicht.

An der Prognose für 2023 hält BayWa bis auf weiteres trotzdem fest. Das EBIT soll zwischen 320 und 370 Millionen Euro landen. Angesichts der Probleme im Bau-Segment, die auch im 2. Halbjahr noch nicht ganz verschwunden sein werden, wirkt die EBIT-Prognose zumindest ambitioniert.

BayWa-Aktie: Warten auf bessere Zeiten

Der Konzern aus München ist längst zu einem Mischkonzern geworden, der unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, Agrarhandel und Bau tätig ist. Damit hat sich BayWa auf mehrere Säulen verteilt, was grundsätzlich nicht die schlechteste Idee ist. Derzeit ist der Bereich Erneuerbare Energien auch der Wachstumstreiber bei BayWa.

Angesichts des schwierigen Immobilienmarktes ist das Segment Bau bzw. Baustoffe jedoch derzeit ein Problemfall. Der Gewinnrückgang aus den ersten 6 Monaten des Jahres ist daher auch keine große Überraschung und es ist fraglich, wie BayWa hier in den kommenden Quartalen wieder zulegen möchte. Derzeit setzt man vor allem auf Kostensenkungen.

Für die BayWa-Aktie ist die Situation daher kompliziert. Für einen echten Turnaround scheint der Weg noch nicht geebnet zu sein. Anleger sollten geduldig bleiben und auf passende Einstiegsmöglichkeiten warten. Auf lange Sicht kann es für das Papier auch wegen der deutlichen Kursverluste in 2023 auch wieder nach oben gehen.