Die Wiederauferstehung der Dividendenaktien
Alexander Green (US-Korrespondent) in Investoren Wissen
vom 4. März 2010, 16:00 Uhr
ENL5462
es ist eine harte Zeit für Income-Investoren [etwa: Investoren, welche auf Zins- und Dividendenzahlungen setzen, Anm. d. Ü.].
10-jährige Staatsanleihen bringen weniger als 10% Rendite. Die durchschnittliche Dividendenrendite des S&P 500 liegt gerade mal bei 2%. Die Erträge von Geldmarktfonds sind verschwindend gering und betragen nur 0,05%. (Mit dieser Rate braucht Ihr Geld 1000 Jahre um sich zu verdoppeln.)
Was kann man also machen?
Schauen Sie nicht auf den Aktienmarkt, sondern in ihn hinein. Auch wenn die Dividendenrendite des S&P 500 bei nur 2,1% liegt, zahlen Ihnen zahlreiche Aktien mehr aus. Außerdem sind die Dividenden am steigen.
Ich erkläre Ihnen warum...
Der Sturzflug der Dividenden ist vorbei
In einem normalen Jahr veröffentlichen die Unternehmen zehn bis 20 mal mehr Dividendenerhöhungen als Senkungen. Aber die letzten beiden Jahre waren alles außer normal.
Die Finanzkrise hat viele Banken und andere Finanzinstitute gezwungen, die Dividendenzahlungen zu beschneiden. Und die Rezession sowie die Kreditkrise haben viele Unternehmen aus anderen Sektoren dazu bewegt, dies ebenfalls zu tun, um Liquidität einzusparen.
Im Jahr 2009, zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert, haben amerikanische Unternehmen mehr Dividendenkürzungen als Erhöhungen verkündet. Insgesamt kosten diese Dividendenzahlungen die Investoren über $58 Mrd.
Aus Quartalssicht waren die ersten 3 Monate des Jahres 2009 die schlechtesten des Zyklus, da 64% aller Dividendenankündigungen negativ waren. (Der Rekord des zweiten Quartals 1958 betrug 67%)
Aber das Schlimmste der Rezession ist jetzt vorbei (was der Vorsitzende der FED, Ben Bernanke, mit seiner Entscheidung, den Diskontzinssatz um ein viertel Prozent auf 0,75% zu heben, bezeugt) und die Anzahl negativer Dividendenentscheidungen ist schon am sinken.
Howard Silverblatt, leitender Indexanalyst bei S&P sagt „Dividenden haben das Schlimmste hinter sich. Standard & Poors glaubt, dass eine Dividendenerholung im vollen Gange ist.“
Ich weiß, ich weiß. Eine durchschnittliche Dividendenrendite von 2.1% des S&P 500 begeistert nicht unbedingt. Aber im Gegensatz zu Investments mit festen Zinssätzen steigen Dividendenaktien von Zeit zu Zeit. Und manchmal steigen sie sogar sehr.
Dividenden sind die besten Freunde von Langzeitinvestoren
Ich werde niemals die Zeit von vor 25 Jahren vergessen, als ich als junger Aktienhändler, noch ganz grün hinter den Ohren, einer Kundin von mir riet, eine ihrer Ölaktien zu verkaufen.
„Ich kann die Aktie nicht verkaufen - Ich brauche die Dividende“, sagte sie.
Ich erinnerte sie daran, dass diese nur 2% Rendite brachte.
„Mein Sohn, die Dividende beträgt für die heutigen Käufer nur 2%. Meine jährlichen Dividenden sind addiert mehr als ich ursprünglich investiert habe.“
Zwei Lektionen waren das für mich...
- Wenn Sie ein Kunde „Sohn“ nennt, haben Sie ihn wahrscheinlich schlecht beraten.
- Missverstehen Sie nicht die heutigen Auszahlungen als die Dividendenrendite eines Langzeitinvestors.
Wenn Sie also in 10 oder 20 Jahren in Rente gehen wollen, werden die Dividenden wahrscheinlich um ein Vielfaches höher sein als sie es heute sind.
Sechs Aktien mit gesunden Dividendenzahlungen
Im S&P 500 gibt es zahlreiche Aktien, welche eine überdurchschnittliche Dividende zahlen...
- Bristol-Myers Squibb (NYSE: BMY) - 5,1%
- Eli Lilly (NYSE: LLY) - 5,7%
- Pitney-Bowes (NYSE: PBI) - 6,4%
- AT&T (NYSE: T) - 6,7%
- Frontier Communications (NYSE: FTR) - 13,1%
Da Sie wahrscheinlich Ihre Rente noch vor sich haben, und die Rezession hinter uns liegt, ziehen Sie in Betracht, ein paar dieser hohen Dividenzahler einzukaufen.
In 5 Jahren sollten diese Aktien weitaus höher stehen. Das gilt auch für die quartalsweisen Dividendenauszahlungen.
Erfolgreiches Investieren,
Alexander Green
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