Vorbereitet auf eine außergewöhnliche Korrektur
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 30. Dezember 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Der Goldpreis ist vor Weihnachten immer wieder eingebrochen und hat bei unter 1.100 Dollar geschlossen. Ich habe mit einer Korrektur am Goldmarkt gerechnet. Aber ich dachte, dass sie parallel zu einer Korrektur am Aktienmarkt erfolgen würde. Aber die Aktien des Dow sind in der gleichen Zeit nach oben geklettert.
Ich halte das für eine Warnung. Da geht etwas vor sich, das ich nicht verstehe. Um genau zu sein, geht da so einiges vor sich, das ich nicht verstehe.
Aber das allgemeine Bild ergibt normalerweise noch Sinn. Auf den Boom folgt die Krise. Und wie die geschätzten Leser wissen, entspricht die Kraft der Korrektur der Kraft der ihr vorangehenden Täuschung mit umgekehrtem Vorzeichen. Die Täuschungen aus der Ära der Blasen waren außergewöhnlich, die Korrektur sollte daher auch aus dem Rahmen fallen - selbst unter den besten Umständen.
Aber wir haben es nicht mit den besten Umständen zu tun. Denn es passiert auch einiges mehr...
Ereignisse, um die man sich kümmern muss.
Die Vereinigten Staaten verlieren ihren privilegierten Platz in der Welt. Die Amerikaner treten mit vielen anderen Menschen in vielen anderen Ländern in den Wettbewerb um die Ressourcen der Erde - darunter auch um die Ersparnisse.
Das internationale Geldsystem ist ein experimentelles System, das auf Papierdollars aufbaut - es ist möglich, dass es jetzt auseinander bricht.
Die Tage der günstigen und in Überfülle vorhandenen Energie liegen hinter uns.
Regierungen machen Pleite. Regierungen von Staaten. Regierungen von Bundesländern. In Europa. Im Nahen Osten. Und in Amerika.
Der Wachstumsmotor - die Bereitschaft der Amerikaner sich zu verschulden, um immer größere Teile der weltweiten Produktion zu konsumieren - hat den Rückwärtsmotor eingelegt.
Und die Regierungen mischen sich in einer beispiellosen Weise überall ein... sie verschieben und vermeiden notwendige Anpassungen, und werden damit vermutlich eine normale Rezession in eine Weltwirtschaftskrise verwandeln... oder sogar in eine noch viel größere Krise.
Ein Bausatz für eine Katastrophe
Das sind keine kleinen Herausforderungen. Jede dieser Herausforderungen könnte für sich genommen schon eine Krise wert sein. Aber wenn man sie zusammenzählt, dann hat man einen Bausatz für eine Katastrophe.
Was wird passieren? Ich weiß es nicht. Ich wünschte, ich wüsste es.
Eine Serie der Minikrisen? Oder eine große Explosion die sich über den gesamten Planeten erstreckt?
Oder werden die Verantwortlichen klug genug sein, dass sie sorgenfreie Lösungen für diese Herausforderungen finden?`
Wenn sie auf Obama... Bernanke... Geithner... den Kongress... die europäische Zentralbank... die Bank of China... und so weiter vertrauen... dann gibt es keinen guten Grund für Sie, diese Seiten zu lesen. Sollen Sie doch dahinter kommen. Es wird alles gut werden. Also, zurück an den Fernseher...
Wenn sie jedoch den leisen Verdacht hegen, dass die Verantwortlichen auf dem Weg vor den nächsten Baum sind... dann sollten Sie sich etwas Gold zulegen. Traditionsgemäß ist Gold das, was die Leute kaufen, wenn sie Angst haben, dass etwas nicht wie geplant laufen könnte.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von oeltjendiers (30.12. 2009 10:11 Uhr):
leider alles zu vage angedeutet
Antworten - Kommentar von Karl Hafner (30.12. 2009 12:14 Uhr):
Hallo Herr Bonner, ich schätze seit Jahren Ihre Kommentare und Sichtweisen, die mit Aspekten aus Ihrer Familie und Ihren vielen Reisen anschaulich gemacht werden. Insbesondere teile ich Ihre Ansichten in Hinblick auf die zukünftige Wirtschaftsentwicklung und die Massnahmen der Regierungen dazu, wie gerade im aktuellen Beitrag "Bausatz für eine Katastrophe" beschrieben. Was ich dagegen nicht teile, ist Ihre Verliebheit in Gold. Die Geschichte lehrt, dass gerade in Krisenzeiten Gold der Grund für massive Gewaltanwendungen oder Eingriffen von Staatsregierungen waren. In Krisenzeiten wird man das Gold nicht bequem am Bankschalter verkaufen können, und ob ein Bauer mir für einen Krügerrand seinen halben Stall verkauft ist mehr als ungewiss. Ich halte mich eher an Dinge, die in Krisenzeiten wirklich benötigt werden, z.B. haltbare Lebensmittel, Getränke, insbesondere alkoholische, Überlebenstechnologie wie Stromerzeuger oder Wasseraufbereitung. Und alles in überschaubarer Zahl und gut gelagert. Mit freundlichen Grüßen Karl Hafner
Antworten - Kommentar von Fickler Christian (30.12. 2009 13:29 Uhr):
Das schlimmste an allem ist das man niemend trauen kann eingeschlossen der Regierung.
Antworten - Kommentar von Peter Harting (30.12. 2009 20:05 Uhr):
Werter Herr Bonner, natürlich ist Gold seit anno dazumal wertvoll, aber ob es die Währung in der kommenden Krise sein wird, ist fraglich. Denken Sie an das Ende des letzten Weltkrieges, da konnten die Kinder aus meinem Tal, wo z.B. Schoeller und Hoesch als Glatfelter-Betrieb noch existiert, mit Zigarettenpapierchen ausgerüstet in die amerikanische Zone wechseln (wozu sie keinen Lesepass, kein Laissez-Passer brauchten um ihre Schmetterlinge gegen Essbares einzutauschen. Überhaupt waren Zigaretten, Schikolade und Whisky DIE Währung! Mit Gold konnte man damals vermutlich kaum etwas zum täglichen Überleben erwerben. Drum rate ich vor allem, die persönliche Fitness und Einsatzbereitschaft sich zu erhalten, etwas zu können, was Freude macht (Kochen, Musizieren, Zuversicht verbreiten, Schmerzen vertreiben und mit Kindern gut umgehen). Na ja, Herr Hafner hat es ja auch schon gesagt. Viele Grüße Ihr Peter E. Harting
Antworten - Kommentar von Heinrich Hochheimer (31.12. 2009 08:16 Uhr):
Lieber Herr Bonner , Ihre Einschätzungen decken sich vollmit meiner . Die Verantwortlichen der Welt können nicht anders als rausschieben , rausschieben , nur so bewahren sie ihr Image . Wenn es zum Crash kommt !? Ja dann waren es die jeweils anderen , die diesen Crash verursacht haben . Aber die Großen werden ihre Schäfchen im Trockenen haben ! Was bringt Sicherheit ? Gold ,der brasilian. Rial , die norweg. Krone ?
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